Landtagswahl
: CDU-Hammer: Friedländer Andreas Gliese gibt Parteibuch ab

Der CDU-Politiker ausOder-Spree kritisiert Ingo Senftleben und die Landesliste scharf.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Andreas Gliese aus Groß Briesen, MdL und Direktkandidat WK 29

privat

„Das Parteibuch habe ich am Vormittag abgegeben. Für mich ist das Kapitel abgeschlossen“, sagte er und sprach von einem „politischen Sumpf“. Stadtverordneter und Kreistagsabgeordneter in Oder-Spree wolle er aber vorerst bleiben – ob als Parteiloser in der CDU-Fraktion, müsse sich zeigen, das entscheide die Fraktion. Gliese bezeichnet die Landtagswahl als „politisches Erdbeben“ und begründet seinen Parteiaustritt wie folgt: „Für mich wäre es selbstverständlich gewesen, dass Herr Senftleben die persönliche Verantwortung nach dem desaströsen Abschneiden der CDU noch am Wahlsonntag übernimmt und seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Er hat sich in offenbarer Selbstüberschätzung schon als Ministerpräsident gesehen.“ Für ihn grenze das an Größenwahn und es widerspreche seinem persönlichen Anspruch an preußische Bescheidenheit. Zudem zeigt er sich verbittert darüber, dass er ganz hinten auf der CDU-Landesliste gelandet ist. Gliese hatte im Wahlkreis 29 rund 23 Prozent der Erststimmen geholt. Das Direktmandat ging an die AfD. Während er mit 23 Prozent außen vor bleibe, würden andere mit weniger Prozent aufgrund der Listenplatzierung in den Landtag kommen.