Leichtathletik: Athleten der BSG Stahl Eisenhüttenstadt können wieder trainieren

Die Nachwuchs-Leichtathleten von der BSG Stahl Eisenhüttenstadt Max Erhard, Emily Zeitz und Malte Kemmel (von links) präsentieren die neuen Trainingsspeere, die mit Unterstützung der Sparkasse Oder-Spree erworben werden konnten.
Holger FrankeFür die Sportler der U14 wurde ein wöchentlicher Trainingsplan bereitgestellt, den jeder für sich nach seinen Möglichkeiten nutzen konnte. Denn man muss auch feststellen, dass jeder Trainingsplan nur dann nutzt, wenn er umgesetzt werden kann. Besonders bei den jüngeren bis elf Jahren ist es schwierig, ohne Anleitung durch die Übungsleiter gezielt ein Training zu gestalten. Da musste Radfahren und Inlineskaten reichen, besonders problematisch durch die Kontaktsperren zu anderen Kindern.
Bei den älteren Sportlern ab der Altersklasse U14 war es etwas einfacher, aber dann sollten schon die Eltern dahinter stehen, die es in der Zeit auch nicht einfach hatten, da sie schon Teilzeitlehrer waren. Durch die beschlossenen Lockerungen im Sportbereich ist es den Leichtathleten nun wieder möglich, ein regelmäßiges Training anzubieten. Durch die Regelung von 15 Personen innerhalb einer Gruppe und 50 Personen auf dem gesamten Sportplatz ist es möglich, fast den kompletten regulären Trainingsbetrieb abzudecken. So können alle Sportler wieder mindestens zweimal die Woche für zwei Stunden trainieren. Durch ein Verschieben von Trainingsgruppen auf andere Tage, um nicht über die maximale Personenstärke zu kommen, konnte fast allen gerecht werden. Das war aber nur möglich durch die Bereitschaft aller Übungsleiter zu einem flexiblen Einsatz.
Sportplatz in drei Zonen eingeteilt
So wurde das Platzbelegungs– und Hygienekonzept der Leichtathleten durch die Stadtverwaltung schnell bestätigt und der Übungsbetrieb konnte zeitnah aufgenommen werden. Der Sportplatz wird in drei große Zonen geteilt, damit im Trainingsbetrieb der räumliche Abstand gewahrt werden kann. Auch konnten wieder Sportgeräte wie Hürden, Slalomstangen und Ringe eingesetzt werden. Durch eine clevere Zuteilung der Wurf–Heuler für die Kleinsten – jeder Sportler hatte zwei persönliche für die Trainingseinheit– konnte bereits wieder ein abwechslungsreiches Training durchgeführt werden.
Eine zeitliche Belastung für die Verantwortlichen ist nur das Desinfizieren der genutzten Geräte nach dem Training. Durch die ausreichende Bereitstellung der dafür erforderlichen Mittel ist die Belastung aber für die nächste Zeit noch vertretbar. Selbst Staffelspiele sind durch die großen Flächen möglich – diese sehen zwar durch die großen Abstände und ohne Kontakt etwas seltsam aus, erfüllen aber gut den Zweck. Selbst dass auf der Laufbahn immer eine Bahn als Zwischenraum freibleibt, kann man noch verwinden. Dafür ist der Weitsprung durchführbar.
Kinder mit Spaß bei der Sache
Von allen Kindern wurde das Training wieder mit Spaß aufgenommen. Man merkte deutlich, dass Sozialkontakte mit gleichaltrigen gefehlt hatten. Einziger Wermutstropfen zurzeit ist, dass kein Probetraining für interessierte Kinder angeboten werden kann, da über alle Sportler auf dem Platz eine Nachweispflicht geführt wird und der Aufwand, dies für Neulinge zu protokollieren, einfach zu groß ist. Nach den Sommerferien werden die Leichtathleten das dann auch wieder anbieten können.
Abgesehen davon konnte die BSG Stahl durch Hilfe der Sparkasse Oder–Spree ihre bis zu 15 Jahre alten Trainingsspeere erneuern. Durch die großzügige Unterstützung konnten elf neue 400–Gramm–Speere angeschafft werden. Diese werden für die ersten Wurfversuche der Sportler im U14 Bereich gebraucht.