Leichtathletik
: Debütantin führt Frauen-Feld an

Mit 75 Startern hat der vierte Wettbewerb im Rahmen der Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaft im Laufen eine gute Besetzung gefunden.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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  • Das Läuferfeld sortiert sich kurz nach dem Start: Gleich Fahrt auf nimmt mit der Nummer 888 Gesamtsieger Torsten Ledwig, ihm folgt Tabea Ziems (734) von der BSG Stahl. Als Zweiter von rechts läuft der Gesamtzweite David Schulz (gelbes Hemd).

    Das Läuferfeld sortiert sich kurz nach dem Start: Gleich Fahrt auf nimmt mit der Nummer 888 Gesamtsieger Torsten Ledwig, ihm folgt Tabea Ziems (734) von der BSG Stahl. Als Zweiter von rechts läuft der Gesamtzweite David Schulz (gelbes Hemd).

    Bernd Pflughöft
  • Kam, sah und siegte: die 28-jährige in Groß Lindow wohnende Julia Werk

    Kam, sah und siegte: die 28-jährige in Groß Lindow wohnende Julia Werk

    Bernd Pflugh
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Mit den Wettbewerben über zwei und zehn Kilometer auf der Eisenhüttenstädter Insel sind im Rahmen der 23. Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaften die Läufe auf dem Asphalt erst einmal beendet. Sowohl im Nachwuchsbereich als auch bei den Erwachsenen gab es einige neue Starter für diese Serie, andere hingegen fehlten. So passten besonders etliche Starter aus Beeskow wegen Krankheit. Auch der Schnellste der beiden vorausgegangenen Wettbewerbe Ben Putzert nahm dieses Mal bei der diesem Lauf vorausgegangenen Siegerehrung der 1. Winterserie nur den Pokal als Sieger der U 18 entgegen, um dann nur noch seinen Vereinsgefährten zuzuschauen.

Auch ohne die üblichen „Verdächtigen“ waren erneut viele Kanuten im Vorderfeld zu finden. So setzte sich dieses Mal in der Gesamtwertung der elfjährige Oskar Reinus in 7:52 Minuten durch. Zweitschnellster war der gleichaltrige Ian Kehder vom SC Frankfurt mit sieben Sekunden Rückstand vor dem zwölfjährigen Beeskower Jannis Bullack (8:12). Im weiblichen Bereich drehte die 15-jährige Sportschülerin Beate Bernard im zweiten Abschnitt etwas auf und setzte sich nach 8:31 Minuten vor der elfjährigen Marie-Luise Ledwig (8:37/Diehloer Hügelläufer) und der 13-jährigen Tabea Ziems (BSG Stahl/8:55) durch.

Neu durchmischt war die Konkurrenz bei den Frauen über zehn Kilometer. Annette Rothe, die sich nach ihrer zweijährigen Babypause zurück meldete, hatte aus ihrer per Whatsapp gebildeten Groß Lindower Laufgruppe die 28-jährige Julia Werk mitgebracht. Die Betriebswirtschaftlerin, die derzeit neben ihrer Arbeit als Kalkulatorin bei Strabag an der BTU Cottbus-Senftenberg studiert, spulte unangefochten vor der Seriensiegerin Beate Ledwig auf dem Zwei-Kilometer-Rundkurs ihre Kilometer ab und setzte sich nach 46:06 Minuten durch. „Ich laufe etwa zweimal in der Woche und schwimme auch ebenso oft. Wettkämpfe bestreite ich sehr wenig“, erklärte die Groß Lindowerin. So wusste sie auch nicht, ob sie aus Zeitgründen bei den nächsten Stadtmeisterschafts-Wettbewerben antritt. Jedenfalls postete sie auf facebook ihren „spontanen ersten Zehn-Kilometer-Wettkampf“. Einen Tag darauf hatte sie zum ersten Mal die Halbmarathondistanz bestritten (2:06:45 h).

Auch wenn Julia Werk sich selten mit anderen misst, ist sie kein absoluter Neuling bei Ausdauerwettbewerben. So hatte sie im vergangenen Jahr zusammen mit Marcel Werk die Mixed-Wertung über 25 Kilometer beim Neuzeller Run & Bike gewonnen und war in den beiden Jahren zuvor über 45 Kilometer gestartet. Beim 5. DAK-Firmenlauf über fünf Kilometer in Frankfurt hatte sie in der Gesamtwertung bei den Frauen in 20:37 Minuten den zweiten Rang belegt. Zweite auf der Insel bei den Frauen war Beate Ledwig (W50/Diehloer Hügelläufer) in 47:00 Minuten vor Dauerkonkurrentin Gudrun Bullack (W50/Leichtathletik in Beeskow/48:47), Annette Rothe (W45/49:11), Annett Schäffter (51:57) und Christine Holland (beide W35/Neuzelle/54:58).

Im Männerwettbewerb über zehn Kilometer waren die ersten Drei des dritten Wettbewerbes nicht am Start. So setzte sich der Gesamtvierte des dritten Laufes David Schulz (M35) nahezu folgerichtig an die Spitze. Doch der kräftige Wind schien dem hochgewachsenen Seriensieger des 100-Kilometer-Wettbewerbes beim Neuzeller Run & Bike mehr auszumachen als dem Gesamtfünften des dritten Laufes Torsten Ledwig (M50). Der hatte nach der ersten Runde 17 Sekunden Rückstand, doch in der dritten Runde machte der „Diehloer Hügelläufer“ ernst und nahm auf der zweiten Hälfte der Distanz mit 39:25 Minuten dem Gesamtzweiten Schulz vom Neuzeller Run & Bike noch 61 Sekunden ab. Als Gesamtdritter lief mit Jens Schneeweiß (M35/MSV Tripoint/41:22) ein weiterer Triathlon-Spezialist vorn ein.

Ungewohnt weit vorn war dieses Mal René Banduhn (M50) vom 1. Radsport- und Laufverein Eisenhüttenstadt zu finden, der nach 43:13 Minuten finishte. Ihm folgten Maximilian Liebig (M20/Ziltendorf/43:16), Frank-Michael Hertel (M55/Eisenhüttenstadt/43:59) und der Frankfurter Marko Haff (M45/44:10).

Vier Nordic Walker hatten sich dieses Mal zusammen mit den Läufern auf die Sechs-Kilometer-Distanz begeben. Schnellster war Hartmut Krüger (M65/51:10) vor dem Stadtmeisterschafts-Neuling Ralf-Peter Frendel (M65/51:18) und Anke Krüger (W60/51:23) sowie Rainer Wendt (M75/51:34/alle Eisenhüttenstadt).

Bereits am kommenden Sonnabend (10 Uhr) folgt mit dem Neuzeller Hügellauf der fünfte Wettbewerb dieser acht Läufe umfassenden Serie. Start und Ziel für die Distanzen über 2,5 und 6,0 Kilometer ist unweit der Gaststätte Rosenhügel am Neuzeller Landweg 1 in Eisenhüttenstadt in der Nähe von Marktkauf.