Leichtathletik
: Guter Test für Anfänger und Asse

Thomas Gogolin gewinnt auch den vierten Stadtmeisterschaftslauf.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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  • Start zum vierten Stadtmeisterschaftslauf: Elanvoll beginnen unter anderem auch die grün behemdeten Beeskower Liselotte Briesenick (Erste in der W 6/Nummer 954), Hugo Briesenick (2. M 10/Nummer 953) und Kaena Sawade (2. W 8/Nummer 952).

    Start zum vierten Stadtmeisterschaftslauf: Elanvoll beginnen unter anderem auch die grün behemdeten Beeskower Liselotte Briesenick (Erste in der W 6/Nummer 954), Hugo Briesenick (2. M 10/Nummer 953) und Kaena Sawade (2. W 8/Nummer 952).

    Bernd Pflughöft
  • Stürmen vorneweg: die Besten über zwei Kilometer Ian Constantine Kehder (links) und Oskar Reinus, hinten Torsten Schlauß

    Stürmen vorneweg: die Besten über zwei Kilometer Ian Constantine Kehder (links) und Oskar Reinus, hinten Torsten Schlauß

    Bernd Pflughöft
  • Freut sich über seine Medaille: Charles Kimingi Thaiya aus Kenia. Mechthild Tschierschky und Jaqueline Müller (rechts) gratulieren.

    Freut sich über seine Medaille: Charles Kimingi Thaiya aus Kenia. Mechthild Tschierschky und Jaqueline Müller (rechts) gratulieren.

    Bernd Pflughöft
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Im Gegensatz zu den ersten drei Wettbewerben standen für die Erwachsenen dieses Mal fünf Runden auf dem flachen Parcours auf der Insel an, also zehn Kilometer. Gogolin — dessen Frau Carolin Mattern dieses Mal wegen einer Unpässlichkeit fehlte – steigerte von Runde zu Runde das Tempo und überlief nach 35:59 Minuten die Ziellinie neben der Inselgaststätte. Erneut Gesamtzweiter wurde der 47–jährige Kenianer Charles Kimingi Thaiya nach 37:34 Minuten. Zuvor hatte sich der dunkelhäutige Asylbewerber sehr über die Silbermedaille im Rahmen der unmittelbar zuvor vorgenommenen Siegerehrung für die 2. Eisenhüttenstädter Winterserie gefreut. Da der in seiner Heimat als Sportlehrer Tätige den Auftakt–Wettbewerb verpasst hatte, war es „nur“ der zweite Rang. „Ich habe mich jetzt besser an das Klima in Deutschland gewöhnt, habe aber immer noch beim Atmen Probleme“, erklärte der Afrikaner, der aufgrund eines langen Aufenthaltes in Thailand mehr das dortige feucht–warme Klima gewohnt war. Dort hatte er nach eigenen Bekunden die Landesmeisterin im 5000– und 10 000 Meter–Lauf sowie im Halbmarathon trainiert.

Selbst hat Thaiya, der in den vergangenen Wochen regelmäßig auf der Insel geübt hatte, auch noch einiges vor. Er will im Herbst den Berlin–Marathon möglichst schnell bestreiten, seine Bestzeit liegt bei 2:43 Minuten. „Wenn Zeit dafür ist, will ich wieder dreimal täglich trainieren, so wie ich es in Kenia gewohnt war. Das machen dort alle so“, erklärt er. Allerdings dann wohl eher nicht in Eisenhüttenstadt, da er seinen Aufenthalt nach Doberlug–Kirchhain verlegen muss. Immerhin haben ihm die Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaften so gut gefallen, dass er hier wieder starten möchte. „Die Organisation ist gut, die Insel eignet sich sehr für das Training, da die Strecken hier sehr flach sind. Hier gibt es Konkurrenz für jeden, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Das finde ich gut.“

Den dritten Platz belegte der 27–jährige Paul Zeisig aus Berlin (38:38), der durch seinen Onkel Peter Zeisig (M55/49:25) zu den Stadtmeisterschaften gefunden hatte. Mit dem 23–jährigen Charles Kibet aus Kenia als Vierten (39:16) lief ein weiterer Stadtmeisterschafts–Neuling ganz vorn ein. Ihm folgten mit Torsten Ledwig (Diehloer Hügelläufer/M55/39:24), Christopher Klenner (Team Schlaubetraining/M35/39:37) und Torsten Schlauß (LG Holzinger Sport Frankfurt/M30/40:16) Stammgäste dieser Veranstaltung. Mit Joseph Sila Amango aus Kenia (M30/41:36) war ein weiterer Neuling ganz vorn dabei. Unangefochten in der M60 war Andreas Müller als Gesamt–13. nach 43:07 Minuten. „Mit dem Wetter hatten wir ja großes Glück. Das waren ja optimale Bedingungen für den ersten Zehner in diesem Jahr“, erklärte der Seriensieger im Oder–Spree–Cup.

Schnellste Frau war Beate Ledwig (W50/Diehloer Hügelläufer) in 48:52 Minuten vor Doreen Düring (Frankfurt/W40/49:31) und Christine Holland (LG Holzinger Sport/W40/52:13).

Während 33 Läufer den Zehner bestritten, waren es zwei mehr über zwei Kilometer. Hier gaben erneut die Nachwuchsläufer den Ton an. Der Frankfurter Ian Constantine Kehler (M12) lief in diesem Jahr zum ersten Mal nach 7:39 Minuten als Gesamt–Erster ein. Ihm folgten die beiden Eisenhüttenstädter Kanuten Oskar Reinus (M12/7:41) und Bruno Diener (M8/8:21) vor dem Beeskower Jannis Bullack (M12/8:35). Schnellste weibliche Starterin war wie schon bei ihrem ersten Start die zwölfjährige Kanutin Alexa Hammermeister (8:50) vor der 16–jährigen Beate Bernard vom LC Cottbus (8:57) und Marie Luise Ledwig (Diehloer Hügelläufer/W12/9:02).

Birgit Meier schnellste Walkerin

Unter den acht Walkern platzierte sich Hagen Bernard (LA in Beeskow/45:16) als Erster, schnellste weibliche Starterin war Birgit Meier (BSG Stahl/49:00). Die Walker und Nordic Walker legten wie bei den ersten drei Auflagen erneut sechs Kilometer zurück.

Die Stadtmeisterschaft in Sack und Tüten könnten die Ersten bereits am 7. März haben. Dann steht mit dem Diehloer Hügellauf über 2,5 und 6,0 Kilometer der fünfte Wettbewerb an. Die besten fünf Resultate fließen in die Gesamtwertung ein. Dem Diehloer Hügellauf schließen sich mit dem Ostercross neben der Inselhalle über 1,7 und 5,1 Kilometer sowie dem Cross am Rosenhügel über 2,2 und 4,4 Kilometer am 25. April zwei weitere Wettbewerbe auf profiliertem Terrain an.

Der Abschluss der Serie erfolgt wie in den vergangenen beiden Jahren mit Bahnläufen über 1000 und 3000 Meter an der Eisenbahnstraße am 27. Juni. Dort wird auch im Anschluss daran die Siegerehrung der Stadtmeisterschaft vorgenommen. Eine zusätzliche Auswertung gibt es zwei Tage später im veranstaltenden Eisenhüttenstädter Friedenshaus.