Leichtathletik
: Laufvergnügen im Januar

Die milde Januar-Witterung hat 94 Läufer beziehungsweise Walker zum 2. Wettbewerb der Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaft angelockt.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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  • Start des 2. Laufes: ganz vorn die Beeskower Geschwister Hugo (Nummer 953) und Liselotte Briesenick (954) sowie Christopher Klenner (527)

    Start des 2. Laufes: ganz vorn die Beeskower Geschwister Hugo (Nummer 953) und Liselotte Briesenick (954) sowie Christopher Klenner (527)

    Bernd Pflughöft
  • Bilden kurzzeitig das Führungstrio: Carolin Mattern, Charles Kimingi Thaiya und Thomas Gogogolin (von links)

    Bilden kurzzeitig das Führungstrio: Carolin Mattern, Charles Kimingi Thaiya und Thomas Gogogolin (von links)

    Bernd Pflughöft
  • Spurt um Platz 2 unter den Walkern: den gewinnt hier nach 48:21 Minuten Hartmut Krüger (M 65/links) gegen Tim Schünemann (M 50)

    Spurt um Platz 2 unter den Walkern: den gewinnt hier nach 48:21 Minuten Hartmut Krüger (M 65/links) gegen Tim Schünemann (M 50)

    Bernd Pflughöft
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Gar 20 Athleten hatten sich im Vergleich zum Auftakt vor einer Woche neu in die Starterlisten für die 24. Auflage dieser Serie eingetragen, unter ihnen mit Carolin Mattern die Spitzenläuferin in der Region. „Ihr habt hier in Eisenhüttenstadt so viele Läufe, bei mir zu Hause in Königs Wusterhausen ist dagegen sehr viel weniger los.“ Während ihr Mann und Auftaktsieger Thomas Gogolin mit 7:20 Minuten die erste Zwei-Kilometer-Runde noch recht verhalten begann, legte Carolin Mattern voll motiviert los. „Ich war Mitte Januar noch nie so gut wie jetzt. Dabei habe ich noch gar nicht so spezifisch trainiert. In einer Woche laufe ich in der Halle die Landesmeisterschaft über 3000 Meter mit, dann steht wieder Cross-Trainig an. Mit den Bahn-Training beginne ich erst im März“, sagt die Spezialistin und deutsche Altersklassen-Meisterin im 5000-Meter-Bahnlauf.

Im Schlepptau hatte die Berlinerin den 47-jährigen Kenianer Charles Kimingi Thaiya. Der weist nach eigenem Bekunden eine Bestzeit über zehn Kilometer von knapp unter 32 Minuten auf, doch habe er zuletzt wenig trainiert. Durch seinen langen Aufenthalt in Thailand sei er mehr feucht-warmes Klima gewohnt, die trockene Kälte in Deutschland, wo er seit einem Vierteljahr lebt,  behage ihn nicht. Dennoch übernahm der nur mit einer dünnen langen Hose und einem kurzen Laufdress Bekleidete nach einem Kilometer die Spitze. Als Gogolin die zweite Runde in 7:08 Minuten abspulte, war er fast an dem Führungsduo dran, einen halben Kilometer später schloss er zu seiner Frau auf.

Mattern noch nicht spritzig

„Ich hätte sicherlich  in dem Tempo noch eine weitere Runde laufen können, doch Beschleunigen konnte ich nicht mehr. So haben wir uns ausgemacht, dass mein Mann gewinnt“, erklärt Mattern. Mit 6:58 Minuten im Schlussdrittel hatte sich Gogolin schießlich einen halben Kilometer vor dem Ziel an die Spitze gesetzt und durchlief das Ziel neben der Inselgaststätte  nach 21:25 Minuten. Ihm folgte Thaiya, der auch zum dritten Lauf in zwei Wochen kommen möchte, in 21:30 sowie Mattern (21:32).

Schlauß gewinnt den Spurt

Spurtstärkster aus einer sechsköpfigen Verfolgerguppe war Torsten Schlauß (LG Holzinger Frankfurt/23:16) vor Christopher Klenner (Team Schlaubetraining/23:17), Marius Ziems (BSG Stahl/23:18), der zweitschnellsten Frau Cathleen Meier (Frankfurt macht Sport/23:23) sowie das Sohn-Vater-Paar Robert Ledwig (23:37) und Torsten Ledwig (23:39). Drittbeste Frau wurde Beate Ledwig (alle Diehloer Hügelläufer) in 28:03 Minuten.

Während 45 Läufer die sechs Kilometer, bei denen es zumindest auf der ersten Runde teilweise noch glatt war, in Angriff nahmen, waren es 43 über zwei Kilometer. Dabei wiederholte der elfjährige Kanute Oskar Reinus in 7:45 Minuten seinen Erfolg vom Auftakt-Wettbewerb.

Enges Duell um den Gesamtsieg

Nur sechs Sekunden langsamer war der gleichaltrige Ian Constantine Kehder vom SC Frankfurt, der aufgrund eines Hallen-Wettbewerbes den ersten Lauf verpasst hatte. Zwar hat er damit keine Sieg-Chance mehr für die mit dem dritten Wettbewerb über die selben Distanzen abgeschlossene Winterserie am 1. Februar, jedoch allemal noch für die Stadtmeisterschaft, für die von acht Wettbewerben die fünf besten Resultate eingehen. Die Gesamtwertung will er nicht aus dem Blick verlieren. Mit dem achtjährigen Bruno Diener als Gesamtdritten (8:18 Minuten) reihte sich ein weiterer Wassersportler im Feld ganz vorn ein. Ihm folgte mit Hugo Briesenick (M 10/8:28) ein Athlet des Vereins Leichtathletik in Beeskow vor den beiden Mädchen Alexa Hammermeister (Kanucentrum/8:38) und Marie Luise Ledwig (Diehloer Hügelläufer/beide W 12/8:43). Drittschnellstes Mädchen war die sechsjährige Beeskowerin  Liselotte Briesenick (9:19).

83-Jähriger mit Walkern im Ziel

Während mit dem 76-jährigen Werner Scholz vom Eisenhüttenstädter Friedenshaus – der hin und wieder Gehpausen einlegte – der älteste Läufer die Konkurrenz über die kurze Distanz abschloss –, so war es bei den (Nordic) Walkern über sechs Kilometer der 83-jährige Frankfurter Dr. Karl-Heinz Stühmer in 52:41 Minuten. Dabei ließ er der einzigen walkenden Frau Anke Krüger (W 60) nur 1:25 Minuten Vortritt. Schnellster unter den sechs Walkern war der Auftaktsieger Hagen Bernard (M 55/LA in Beeskow) nach 39:57 Minuten.