Leichtathletik
: Marathon-Olympiasieger kommt

Der zweifache Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski stellt sich am Sonnabend ab 19 Uhr im Fürstenberger Kunsthof vor.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Immer noch fit: Waldemar cierpinski

Martin Terstegge

„Liebe junge Väter oder angehende, haben Sie Mut. Nennen Sie ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar. Waldemar ist da!“ Diese legendären Worte des Fernseh-Reporters Heinz-Florian Oertel werden die Gäste des Fürstenberger Kunsthofes am Sonnabend erneut zu hören bekommen, wenn der zweifache Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski sich im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Talk-Runde ab 19 Uhr dem Eisenhüttenstädter Publikum vorstellt. Der heute 68-Jährige bringt zwei Videoaufzeichnungen mit.

Diese noch vielen Sportinteressierten bekannten Sätze hatte Oertel 1980 während der Zielankunft des Hallensers zu seinem zweiten Marathon-Olympiasieg in Moskau gefunden. Das Kunststück war lediglich dem bereits verstorbenen Äthiopier Abebe Bikila 1960 und 1964 gelungen. Während Bikila wegen mangelnder Form beim Olympia-Marathon in der Höhe von Mexiko 1968 vorzeitig ausschied, blieb Cierpinski der angestrebte Dreifacherfolg wegen „höherer Gewalt“, dem Olympiaboykott der DDR 1984, verwehrt. Das war im Prinzip das Ende seiner Läuferkarriere, nachdem er 1983 noch den dritten Rang bei der Weltmeisterschaft belegt hatte.

Neben diesen Aufzeichnungen wird Cierpinski auch noch einige Bücher mitbringen. So war kurz vor der Wende im Sportverlag das Werk von Volker Kluge „Meilenweit bis Marathon“ erschienen, später hatte Cierpinski die Bücher „Jogger und Sieger“ veröffentlicht, vor zwei Jahren „42,195 – Auf den Spuren zweier Olympiasiege“.

Wie Mitveranstalter Frank Ganzkow erklärt, seien bereits 40 Karten im Vorverkauf reserviert, für die Talkrunde mit der Schmalkaldener Moderatorin Kristin Lenk gibt es noch einige Tickets, 60 Besucher könnten im Kunsthof wohl Platz finden. „Nutzen Sie diese Chance, so schnell kommt Cirpinski nicht wieder nach Eisenhüttenstadt“, könnte in Anlehnung an Oertel dazu das Motto lauten.