Leichtathletik: Nach dem Rennen in den Lebendkicker
Als Erster kam über die 10 Kilometer Stefan Rothe nach 40:38 Minuten über die Ziellinie. Allerdings hatte sich der Groß Lindower in seinem Heimatort bei der einsetzenden Hitze etwas übernommen, so dass er im Ziel mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatte. Nur acht Sekunden hinter ihm folgte Olaf Gärtner aus Frankfurt, der sich mit seinem 2. Platz zufrieden zeigte. „Es war sehr heiß auf den relativ breiten Wegen, daher bin ich das Rennen vorsichtig angegangen. Schon nach wenigen Kilometern hat sich die Reihenfolge einsortiert“, berichtete der 48-Jährige.
Beide Gewinner aus Groß Lindow
Schnellste Frau wurde in 43:37 Minuten Julia Werk aus Groß Lindow. „Ich bin eigentlich nicht so eine Wettkampfläuferin, weil ich immer wahnsinnig aufgeregt bin. Und heute hier zuhause war es besonders schlimm“, gestand die 28-Jährige. In dem Rennen war sie von Anfang an vorne und gab ihre Führung auch nicht mehr ab. „Ich kenne natürlich alle Wege hier, bin die Strecke aber so noch nie gelaufen. Mit zwei kleinen Bergen ist sie auch recht anspruchsvoll. Umso überraschter bin ich über das Ergebnis – das ist meine persönliche Bestzeit“, erklärte Julia Werk.
Viereinhalb Minuten nach ihr lief Cathleen Meier über die Ziellinie. „Ich bin zu schnell los gelaufen und dann nach dreieinhalb Kilometern mit Seitenstechen eingebrochen. Und dann habe ich mich auch noch kurz verlaufen – zum Glück hat mir einer der vielen Streckenposten geholfen“, berichtete die Frankfurterin, die erst vor neun Wochen Mutter geworden war und bereits seit der 3. Woche wieder trainiert. „Langsam komme ich wieder in Form und freue mich schon auf den Lauf ohne Grenzen beim Stadtfest am 12. Juli.“
Gut in Form zeigte sich auch Marcel Werk. Der Bruder von Julia Werk hatte über die 5 Kilometer die Nase vorn und machte damit den Doppelsieg der Groß Lindower Familie Werk perfekt. „Bei diesen Temperaturen habe ich mich für die kürzere Distanz entschieden. Es ist eine schöne Sache, dass es bei uns in Groß Lindow nun wieder diesen Lauf gibt“, sagte der 35-Jährige.
Über 5 Kilometer ging auch Rebecca Labus in ihrem Heimatdorf an den Start. „Die Strecke ist sehr schön und der Lauf ist sehr organisiert. Und mit meiner Lauffreundin Mandy Reule aus Frankfurt hatten wir wieder viel Spaß“, berichtete die Groß Lindowerin, die später am Tag auch mit der Aerobic-Gruppe von Blau-Weiß auf der Bühne stand.
Dort wurde auch eine Modenschau mit historischen Sportsachen geboten, außerdem konnten sich die Besucher im Fußball-Dart ausprobieren. Einige Läufer powerten sich auch noch im Lebendkicker aus, bei dem statt kleiner Figuren echte Menschen auf Torejagd gehen. „Das macht echt riesigen Spaß, auch wenn es auf dem Spielfeld ganz schön heiß wird“, meinte Julia Werk, die außerdem verriet, dass ihr Siegerpokal einen Ehrenplatz im Wohnungsflur bekommt.


