Leichtathletik
: Noch drei Änderungen an der Spitze

Die 23. Stadtmeisterschaften im Laufen und Walken sind abgeschlossen.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
Jetzt in der App anhören
  • Ein Scheck für die Pokale: Kurz vor der Siegerehrung übergibt Niklas Nieschalk von der Sparkasse Oder-Spree (Zweiter von rechts) symbolisch das Geld an die Vorsitzende des organisierenden Eisenhüttenstädter Friedenshauses Mechthild Tschierschky (rechts).

    Ein Scheck für die Pokale: Kurz vor der Siegerehrung übergibt Niklas Nieschalk von der Sparkasse Oder-Spree (Zweiter von rechts) symbolisch das Geld an die Vorsitzende des organisierenden Eisenhüttenstädter Friedenshauses Mechthild Tschierschky (rechts).

    Bernd Pflughöft
  • Sorgen zunächst für das Tempo über 1000 Meter: Beate Bernard (links) und der Kanute Oskar Reinus (698), dahinter läuft Mädchen-Gesamtsiegerin Marie-Luise Ledwig (800)

    Sorgen zunächst für das Tempo über 1000 Meter: Beate Bernard (links) und der Kanute Oskar Reinus (698), dahinter läuft Mädchen-Gesamtsiegerin Marie-Luise Ledwig (800)

    Bernd Pflughöft
  • Mit Tempo aus der Kurve kommt hier im 3000-Meter-Lauf Thomas Gogolin (Mitte/ohne Startnummer). Neben ihm gruppiert sich bereits Torsten Ledwig (888) auf den zweiten Platz ein.

    Mit Tempo aus der Kurve kommt hier im 3000-Meter-Lauf Thomas Gogolin (Mitte/ohne Startnummer). Neben ihm gruppiert sich bereits Torsten Ledwig (888) auf den zweiten Platz ein.

    Bernd Pflughöft
1 / 3

So der elfjährige Kanute Oskar Reinus, dessen Gesamtsieg sowohl in der Altersklassen–Wertung als auch in der Gesamtwertung aller Altersklassen auf der kurzen Strecke bereits vorher festgestanden hatte. Zwar setzte sich im auf Wunsch einiger Mädchen zusammen mit den Jungen ausgetragen Lauf über 3,3 Runden sich zunächst Beate Bernard (U 18) vom LC Cottbus an die Spitze, doch nach der Hälfte der Distanz zog der quirlige Kanute unwiderstehlich an und durchlief nach ordentlichen 3:32 Minuten das Ziel. 200 Meter vor dem Ziel war noch mit einem energischen Antritt Jannis Bullack (U 14/Leichtathletik in Beeskow) an Beate Bernard vorbeigezogen und lief nach 3:36 Minuten ein. Drittbester männlicher Starter war sein Vereinsgefährte Hugo Briesenick (U 10) nach 3:52 Minuten.  Schnellstes Mädchen wurde Beate Bernard in 3:46 Minuten vor der Gesamtsiegerin über die kurze Distanz Marie–Luise Ledwig (U 14/4:09) und der Groß Lindowerin Lea Obst (U 14/4:47).

Frauen starten mit den Männern

Auch im über zehn Runden führenden 3000–Meter–Lauf waren auf Wunsch einiger Frauen beide Geschlechter gemeinsam unterwegs. Hier dominierte erwartungsgemäß der zweimalige Bronzemedaillen–Gewinner der Durathon–Europameisterschaft Thomas Gogolin das Rennen. „Ich habe heute wieder mal meinen Vater in Eisenhüttenstadt besucht und wollte gleich die Möglichkeit nutzen, um hier zu starten. Leider kann heute meine Frau Carolin Mattern nicht kommen, sie will ja auch noch die Norm für die Deutsche Meisterschaft über 5000 Meter laufen. Dass ihr hier einen Bahnwettbewerb anbietet, finde ich gut. Das ist mal etwas anderes.“

Zunächst blieb Gogolin pro Runde knapp unter einer Minute, dann pegelte sich der 43–Jährige auf eine Minute ein, um schließlich nach 10:03 Minuten die Ziellinie zu überqueren. Damit blieb der ehemalige Tischtennisspieler der BSG Stahl auch 18 Sekunden unter der Siegerleistung von Marius Ziems (BSG Stahl) aus dem Vorjahr. Ziems weilte am Sonnabend bereits im Urlaub. Der zweitplatzierte Torsten Ledwig (M 50) war zwar mit 11:27 Minuten 30 Sekunden langsamer als im Vorjahr, doch hatte er sich immerhin beim Gesamteinlauf um einen Rang verbessert. Allerdings verlor er damit noch seine Spitzenposition in der Gesamtwertung für die lange Strecke der Männer an Gogolin. Dritter war der Sieger vom Lauf am Rosenhügel vor einem Monat Andreas Hell vom OSV Holzinger Sport (M 45/11:43) vor dem Ziltendorfer Maximilian Liebig (M 20/12:04), dem in dieser Saison zum ersten Mal bei der Stadtmeisterschaft gestartenden Frank Witter (M 45/12:22) von der BSG Stahl und seinem Vereinsgefährten Veit Pschebezin (M 40/12:50).

Bei den Frauen gab es den erwartenden Einlauf mit Beate Ledwig (Diehloer Hügelläufer/W 50/13:14), Gudrun Bullack (LA in Beeskow/W 50/13:49) und den beiden Neuzellerinnen Christine Holland (W 35/13:52) und Annett Schäffter (W 35/14:07).

Nicht im Läuferfeld anzutreffen war im Gegensatz zum Vorjahr Niklas Nieschalk von der Sparkasse Oder–Spree. Die hatte die Veranstaltung mit 300 Euro gefördert, das Geld war zweckgebunden zum Kauf von Pokalen verwendet worden. Dieses Mal konzentrierte sich der Finanzspezialist auf die Siegerehrung, speziell auf die Gewinner der Läuferpokale. Allerdings musste er dem einen oder anderen mehrfach die Hand schütteln, da einige Athleten ihre abwesenden Vereinsmitglieder beziehungsweise Freunde und Bekannte vertraten.

Den Part der Blumenfrau hatte traditionell die Vorsitzende des organisierenden Eisenhüttenstädter Friedenshauses Mechthild Tschierschky übernommen. Die gelernte Floristin hatte mit ihren vielen Rosen besonders ein Lächeln beim weiblichen Geschlecht hervorgerufen.

Insgesamt wollen die Veranstalter diesen Modus mit acht Wettbewerben und dem abschließenden Bahnlauf beibehalten. Auch die mit den ersten drei Läufen im Februar gewertete Winterserie soll bleiben. Die Organisatoren hoffen für die 24. Auflage ab Februar, dass die zum ersten Mal für Walker geöffnete Serie noch mehr von den Marschspezialisten frequentiert wird. Insgesamt haben 138 Läufer und vier Walker die Stadtmeisterschaft bestrítten.