Leichtathletik
: Test vor dem Metallurgenlauf

Mit 95 Startern beim 3. Wettbewerb haben die 23. Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaften im Laufen die beste Beteiligung in diesem Jahr erfahren.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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  • Bestes Mädchen über zwei Kilometer: Tabea Ziems (734) von der BSG Stahl. Ihr folgt auf der langen Zielgeraden die spätere Gesamt-Dritte Marie Luise Ledwig (800) und dahinter mit Nummer 898 Beate Bernard (Gesamtzweite).

    Bestes Mädchen über zwei Kilometer: Tabea Ziems (734) von der BSG Stahl. Ihr folgt auf der langen Zielgeraden die spätere Gesamt-Dritte Marie Luise Ledwig (800) und dahinter mit Nummer 898 Beate Bernard (Gesamtzweite).

    Bernd Pflugh
  • Erneut Schnellster über zwei Kilometer: der Kanute Ben Putzert

    Erneut Schnellster über zwei Kilometer: der Kanute Ben Putzert

    Bernd Pflugh
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Genau eine Woche vor dem 40. Metallurgenlauf haben einige im Rahmen der Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaft am Sonnabend ihre Form getestet. Zunächst jedoch hatte die Vorsítzende des organisierenden Eisenhüttenstädter Friedenshauses Mechthild Tschierschky daran erinnert, dass an diesem Tag das langjährige Radsportidol „Täve“ Schur 88 Jahre alt wird. Schließlich hatte er als Rekordteilnehmer der Friedensfahrt mit zwölf Starts so oft wie kein anderer das Trikot mit dem Logo von Picassos Friedenstaube übergestreift, das auch ein Kennzeichen des Friedenshauses ist.

Natürlich wussten nur die Älteren mit dem Friedensfahrtsieger von 1955 und 1959 sowie zweifachen Amateurweltmeister etwas anzufangen. Schließlich dominierten unter den Startern die Halbwüchsigen. Von denen zeigte sich wie vor einer Woche der 16–jährige Eisenhüttenstädter Kanute Ben Putzert als weitaus Schnellster. Nachdem er vor einer Woche sich noch die leise Kritik seiner Trainerin Bozena Klotz zugezogen hatte, dass er bei seinen 7:01 Minuten den Lauf ja „verbummelt“ hätte und nicht mal unter sieben Minuten bleibt, legte der konkurrenzlose Athlet dieses Mal eine Punktlandung hin. Nach 6:59 Minuten überquerte er die Ziellinie unweit der Inselgaststätte. Erneut belegten mit Toni Schmädicke ((U 16/7:50 min), Lucas Heinkel (U 18/7:51) und Oskar Reinus (U 12/7:54) weitere Kanuten die nächsten Ränge. Dann folgte mit Ian Kehder (U 12/7:57) ein Läufer des SC Frankfurt, der wegen den Mehrkampf–Landesmeisterschaften den zweiten Wettbewerb ausgelassen hatte.

Wegen der Landestitelkämpfe im Winterwurf und Mehrkampf hatte Tabea Ziems (BSG Stahl/U 16) die ersten beiden Läufe verpasst. Die Schnellste der ersten beiden Wettbewerbe, Sportschülerin Beate Bernard (LC Cottbus/U 18), hatte ein Tempotraining tags zuvor in den Beinen. Zwar führte sie zur Hälfte noch das weibliche Starterfeld an, ließ dann jedoch als sie merkte, dass es nicht so läuft, Ziems und Marie–Luise Ledwig (Diehloer Hügelläufer/U 14) passieren. Als sie sich bei 50 Meter Rückstand etwa 200 Meter vor dem Ziel doch noch zum Spurt entschloss, reichte es nur noch, um Ledwig knapp abzufangen. So siegte Ziems (8:38) vor Bernard (8:40) und Ledwig (8:41).

Auch der Gesamtsieg über sechs Kilometer blieb in der Familie Ziems. In Abwesenheit des Siegers der beiden Auftaktläufe Thomas Gogolin legte dieses Mal Marius Ziems (BSG Stahl/M 20) einen ungefährdeten Start–Ziel–Sieg hin. Er gewann nach 22:31 Minuten vor Felix Ledwig (Diehloer Hügelläufer/M20/22:43), der nach einer verletzungsbedingten längeren Auszeit seit Jahresbeginn noch an seiner Form arbeitet. Aus Zeitgründen will Felix Ledwig diese Serie nicht bestreiten. Ebenfalls mit geringem Rückstand folgte Stefan Rothe (OSV Holzinger Sport/M 40/22:47). Ein gutes Rennen lieferte auch David Schulz (M 35) vom Run & Bike Neuzelle ab (23:15). Ihm am nächsten waren Torsten Ledwig (Diehloer Hügelläufer/M 50/23:37), Jens Schneeweiß (MSV Tripoint Frankfurt/M 35/24:07), Andreas Hell (OSV Holzinger Sport/M 45/24:39), Andreas Müller (LG Rosenhügel/M 60/25:09), Tim Foerster (MSV Tripoint/M 35/25:12) und Marko Haff (Frankfurt/M 45/25:56).

Um 15 Sekunden steigern im Vergleich zum zweiten Lauf musste sich Beate Ledwig (Diehloer Hügelläufer/W 50/27:13), um als Gesamterste durchzulaufen. Die Frankfurterin Nicole Hobe (W 40/27:32) hatte teilweise das Frauenfeld angeführt. Im Schlussabschnitt spielte Beate Ledwig ihre größeren Kraftreserven aus. „Ich finde es schön, wenn jetzt gute Läuferinnen hinzustoßen. Damit wird es interessanter“, erklärte Ledwig. Hobe nahm den zweiten Gesamtplatz gelassen. „Ich habe jetzt zweimal wöchentlich trainiert und unter anderem einige schnellere 400–Meter–Läufe bestritten. Zusätzlich gehe ich ja noch ins Fitnessstudio. Jetzt will ich häufiger laufen“, erklärt die für Qualitätssicherung zuständige Mitarbeiterin bei Axa Assistance. Am Sonnabend will sie beim ebenfalls auf der Insel ausgetragenen Metallurgenlauf mitmischen. „Wahrscheinlich werde ich über fünf Kilometer starten. Mal sehen, was ich dann drauf habe.“

Dritte wie vor einer Woche wurde die Beeskowerin Gudrun Bullack (W 50/28:21), die wie vor sieben Tagen fast die gesamte Distanz mit ihrem Mann Jens–Uwe bestritt, der sie dann erneut um einige Sekunden im Zielspurt hinter sich ließ. Auch die Zeiten waren fast dieselben. Dabei belegte der 54–Jährige den dritten Rang in der M 55 (28:13). Ganz zufrieden ist er damit nicht. „Meine Altersklasse ist stark besetzt. Doch für mich es es auch ein Ansporn, wieder etwas mehr zu laufen.“ Den zweiten Rang in dieser Klasse belegte mit Peter Thätner (27:40) ein Neuling dieser Serie. Der ehemalige Frankfurter Ringer hat sich für die Stadtmeisterschaft einiges vorgenommen und brachte nun auch seinen Sohn Marcus mit (M 30/28:29), der noch regelmäßig ringt. Vor Ort ließ er sich ebenfalls für diese Serie „breitschlagen“, nun weiß er nur nicht, ob er terminlich alles unter einen Hut bekommt. Langjährige Ringer haben bei dieser Serie als Starter Tradition. So lief vor einigen Jahren Percy Blohm erfolgreich mit.