Weil es das letzte Mal so gut funktioniert hat, findet auch dieses Jahr der „Axel“-Musikwettbewerb unter freiem Himmel statt. Oben auf dem Gelände des Club Marchwitza (Diehloer Berge 6) können sich die Gäste nicht nur an den Auftritten junger Nachwuchsmusikerinnen und Musiker erfreuen, sondern selbst mitentscheiden, wer in die nächste Runde kommt. Und das Weiterkommen lohnt sich, denn es gibt attraktive Preise zu gewinnen.
Namen wie Lotta aus Neuzelle oder Self Control aus Frankfurt (Oder) sind manchen sicher noch im Gedächtnis geblieben. Sie gewannen die letzten beiden Staffeln des „Axel“, eines Musikförderpreises der Axel-Titzki-Stiftung. „Teilnahmevoraussetzung sind vor allem eigene Songs“, stellt Andrea Titzki, Schirmherrin des Projekts, klar.
„Diese müssen nicht nur selbst komponiert und geschrieben sein, sondern auch selbst auf der Bühne performt werden.“ Dieses Jahr mit dabei sind unter anderem Thierry und Reza, die aktuell in Eisenhüttenstadt leben. Die beiden Migranten werden am Samstag ihre eigenen, in Liedern verpackte Erfahrungen präsentieren und greifen dabei auf gleich drei Sprachen (Arabisch, Französisch und einer afrikanischen Sprache) zurück.
Alle anderen Bands und Künstler kommen von weiter her zum bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb. So auch die bereits vom MOZ-Talk bekannte Schülerband „Ekkon“ aus Frankfurt (Oder), die genretechnisch irgendwo zwischen Pop-Rock und Alternative angesiedelt sind.
Empfohlener Inhalt der Redaktion

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Youtube, der den Artikel ergänzt. Sie können sich diesen mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt

Sie erklären sich damit einverstanden, dass Ihnen externe Inhalte von Youtube angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.

Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Oder auch die Beeskower Band „Yestoday“, deren Name schon die Leidenschaft für bekannte Klassiker verrät. Diese vermischen sie gekonnt mit Songs von heute, um daraus einen eigenen Stil zu kreieren. Den nachhaltigen Einfluss der Gewinnerin der letzten Runde zeigen die aktuellen Bewerbungen von gleich drei jungen Frauen, die ihren Gesang selbst an der Gitarre begleiten. Lina aus Werder, Luise aus Friedland und Verena aus Frankfurt (Oder) stoßen musikalisch in dieselbe Richtung wie Lotta vor zwei Jahren, aber jeweils mit ihrer ganz eigenen Art.

Bekannter Manager ist auch diesmal wieder dabei

Etwas Besonderes bringt Verena mit, die mit Norbert Leitzke ein bekanntes Gesicht als offiziellen Unterstützer an ihrer Seite hat. Er trat bereits für die ersten Sieger des „Axel“, für Self-Control, als Manager in Erscheinung und möchte nun auch Verena zum Sieg verhelfen. Neben den 500 Euro Preisgeld, einigen Auftrittsmöglichkeiten und einem professionellem Fotoshooting würde es dafür natürlich auch den „Axel“ – ein Mini-Klavier – für die heimische Vitrine geben.

Eisenhüttenstadt

Wer es in das Halbfinale schaffen wird, das entscheiden die Fans. Sowohl die vor Ort als auch zu Hause in Social-Media-Kanälen. Damit die Reichweite des Contests, wie auch der Bands, möglichst hoch ist, werden sämtliche Auftritte live auf Facebook und Instagram übertragen. Darüber hinaus werden von den jeweils präsentierten zwei Songs der Bands und Solokünstlerinnen kurze Ausschnitte im Netz hochgeladen. Die Likes auf diese Beiträge fließen dann in die vor Ort abgegebenen Stimmen mit ein. Die Besten aus der Vorrunde werden im Herbst, voraussichtlich im September, im Halbfinale auftreten dürfen. Das große Finale wird es dann im Sommer 2023 in Eisenhüttenstadt geben. Wo genau ist allerdings noch geheim.

Die eigene Kreativität steht im Mittelpunkt

Dass die Zeiträume des Wettbewerbs relativ groß bemessen sind, hat einen ganz einfachen Hintergrund: „Die jungen Menschen sollen sich in dieser Zeit weiterentwickeln können und bekommen dafür professionelle Coaches an die Seite gestellt“, berichtet Andrea Titzki. Entscheidend sei die Motivation, auch eigene Sachen zu schreiben und nicht nur zu covern. „Nur mit eigener Kreativität bleibt man in Erinnerung und kann erfolgreich sein. Dafür wollen wir eine Bühne bieten“, so die Schirmherrin des Wettbewerbs. Eine Bühne, vor der auch möglichst viel Publikum erscheinen soll, damit die Menschen merken, dass in dieser Stadt noch etwas passiere.
Der „Axel“ beginnt am 11. und 12. Juni jeweils um 17 Uhr im Club Marchwitza.