Musik-Preis Eisenhüttenstadt: Deathmetal aus dem Schlaubetal – Scavenger lieben harte Töne

Scavenger aus dem Schlaubetal rocken beim Axel
Peter GunkelDer Musikpreis „Axel“ in Eisenhüttenstadt – die Vorrunde findet am 27. und 28. April im Club Marchwitza statt – steht nicht nur für junge Künstler, sondern auch für Vielfalt. Dort hat jedes Musikgenre seine Berechtigung – egal ob Klassik, Rock, Metal, Pop, Rap oder Schlager.
Für härtere Töne beim Nachwuchswettbewerb werden beispielsweise Scavenger sorgen. Die Band aus dem Schlaubetal hat sich vor etwa anderthalb Jahren gegründet. Seit einem Jahr stehe man aktiv auf der Bühne, teilen die Musiker mit, die sich selbst im Deathmetal/Deathcore zu Hause fühlen.
Da passt auch der Name ganz gut. Denn Scavenger bedeutet aus dem Englischen übersetzt Aasgeier oder Aasfresser. Übrigens gibt es in Belgien seit den 1980ern eine Band, die ebenfalls so heißt. Sie gehörte dort zu den ersten „Schwermetall-Acts“.
Um sich in ihren Songs auszudrücken, setzen die Schlaubetaler auf deutschsprachige Texte. Und warum nehmen Scavenger am „Axel“ teil? Sie antworten wie folgt: Sie wollen Erfahrung sammeln und dann einfach schauen, was sich ergibt.
Junge Band aus Neuzelle am Start

Eukalyptus, die Schülerband aus Neuzelle, freut sich auf den „Axel“
Heino EibsIn und um Eisenhüttenstadt schlummert viel künstlerisches Potenzial – das zeigt sich auch beim diesjährigen Axel, dem Musikpreis der Axel-Titzki-Stiftung. Zu den acht Teilnehmern der Vorrunde (27./28.4.) im Marchwitza gehört die Band Eukalyptus aus Neuzelle.
Melek, Emily, Mariam, Emily und Anna haben sich erst im Jahr 2023 zusammengefunden, um gemeinsam Pop- und Rockmusik in englischer und deutscher Sprache zu machen, und zwar in der klassischen Besetzung: Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard und Gesang.
Sie alle sind Schülerinnen des Gymnasiums auf dem Rahn-Schulcampus in Neuzelle.
So kam es zum Bandnamen Eukalyptus
Durch die Teilnahme am Axel will die Band nach eigenen Angaben ihre Wirkung aufs Publikum testen, Erfahrung bei Live-Auftritten sammeln und sich natürlich auch mit anderen jungen Musikern austauschen.
Und wie ist es zu dem ungewöhnlichen Namen Eukalyptus gekommen? Mariam, die Sängerin lutscht ständig Halsbonbons, unter anderem mit Eukalyptusgeschmack. Die verteilt sie wohl auch gern an die anderen Bandmitglieder. Als es nach der Bandgründung schließlich um einen Bandnamen ging, kam der Vorschlag Eukalyptus; dabei blieb es dann.
Im Rahmen des Weihnachtskonzertes im Rahn-Gymnasium ist die Band 2023 das erste Mal aufgetreten. Der nächste Auftritt nach dem Axel wird am 9. Mai beim Himmelfahrtstag auf dem Stiftsplatz in Neuzelle sein.
Solea singt über Freunde, Mobbing und Krieg

Solea (14) ist beim Axel 2024 dabei.
Mathias OsterrathMit gerade einmal 14 Jahren gehört sie fast noch zu den Küken beim Musikpreis „Axel“. Sollte ihr Name aber Konzept sein, dann darf sich das Publikum freuen. Solea heißt die junge Dame. Und Solea bedeutet „Sonne“.
Die singende Sonne beim „Axel“ in Eisenhüttenstadt kommt aus Fredersdorf-Vogelsdorf im Landkreis Märkisch-Oderland. „Seit ich acht Jahre alt bin, mache ich Musik“, erzählt Solea. Ihre Leidenschaft dafür habe sie entdeckt, als sie für eine Lehrerin ein Lied zum Abschied komponiert hat. Ganz unbekannt ist ihr Eisenhüttenstadt nicht. Denn sie war auch schon bei der Theater-Sommer-Terrasse 2023 dabei und hat dort für Musik gesorgt.
Auch Rap interessiert Solea
Solea verortet sich selbst im deutschen und englischen Pop. Sie ist aber auch offen für Neues: „Aktuell höre ich sehr gerne Deutschrap und arbeite auch an neuen Liedern mit eigenen Rap-Passagen.“
Ihre Lieder handeln nach eigenen Angaben von Themen, die sie bewegen. Dazu zählen Kriege, Mobbing und Freundschaft. 2022 hatte sie es in die Blind Auditions zu The Voice Kids geschafft.
Und was reizt sie am Musikpreis „Axel“. Jemand habe ihr die Axel-Titzki-Stiftung über Instagram empfohlen. Und ihre Mutter habe sie letztlich angemeldet. „Mittlerweile habe ich mehr darüber erfahren und finde es toll, dass Nachwuchskünstler aus der Region unterstützt werden und eine Plattform haben, sich gegenseitig zu supporten.“
Lucidez aus Bernau – singende Botschafterin

Lucidez ist eine Singer/Songwriterin aus Bernau.
Henrik C. PfeifferSie ist gerade einmal 21 Jahre alt, schreibt und präsentiert aber bereits seit etwa acht Jahren ihre eigenen Songs. Schon als Teenager hatte sie also das Bedürfnis, Gefühle und Gedanken aufs Papier zu bringen und musikalisch zu verpacken. Klavier und Gitarre hat sie sich selbst beigebracht. Die Rede ist von Lucidez. Die Singer-Songwriterin kommt aus Bernau und erhofft sich, durch die Teilnahme am Musikpreis „Axel“ der Axel-Titzki-Stiftung, noch mehr Menschen mit ihrer Musik berühren und erreichen zu können.
Musikalisch zu Hause fühlt sich Lucidez sowohl im Pop und Rock als auch im Latin und im Singer-Songwriter-Bereich.
Lucidez hat schon auf vielen Bühnen gestanden
Als eine von sieben Gewinnerinnen des Singer-Songwriter-Contests des Kulturlandes Brandenburgs 2022 habe sie die Gelegenheit gehabt, drei ihrer Songs auf der Hauptbühne der Landesgartenschau in Beelitz zu präsentieren, teilt sie mit. Danach folgten verschiedene Auftritte in Potsdam, in Werder, in Schwedt, Eberswalde und in Rathenow.
Wenn Lucidez nicht gerade Songs schreibt oder singt, steckt sie ihre Energie in ihr duales Studium im Bereich Mediendesign.
Seit 2022 ist sie zudem Botschafterin des Kolibri-Vereins, der krebskranken Kindern und deren Familien helfen will. Zum zehnjährigen Jubiläum des Vereins hat die Bernauer Musikerin den Song „Flügelschlag Kraft“ geschrieben, „um erkrankten Menschen und ihren Familien Kraft, Zuversicht, Liebe, Hoffnung und ein Lächeln zu schenken“, wie sie selbst sagt.
Anfang 2023 hat Lucidez ihr Debüt-Album „Teufelskreis“ herausgegeben und veröffentlichte verschiedene Singles.
Vorrunde Axel 2024/25
Der Nachwuchsförderpreis „Axel“ für junge Musiker geht in die vierte Runde. Erneut sind Teilnehmer aus unterschiedlichen musikalischen Genres dabei. Einzelkünstler und Bands aus Brandenburg, Berlin, aber auch aus anderen Bundesländern wollen das Publikum überzeugen. Die Veranstaltung wird durch den Landkreis Oder-Spree gefördert.
Die Vorrunde findet am 27. und 28. April 2024, von 17 bis 20 Uhr, im Club Marchwitza in Eisenhüttenstadt statt. Der Eintritt ist frei. Das Publikum stimmt vor Ort oder online über das Weiterkommen der Teilnehmer ab.



