Musikpreis aus Eisenhüttenstadt
: Junge Musiker wollen Axel – von Neuzelle bis zur Ostsee

Die vierte Staffel des Musikpreises Axel in Eisenhüttenstadt startet. Acht Solokünstler und Bands aus mehreren Bundesländern nehmen teil. Der Preis und die Axel-Titzki-Stiftung werden immer bekannter.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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Grünes Licht für den Musikpreis Axel in Eisenhüttenstadt. Der Kampf um das kleine Klavier (hier der Preis aus dem Vorjahr) der Axel-Titzki-Stiftung geht wieder los. Noch im April 2024 startet die Vorrunde in Eisenhüttenstadt. Das Elvis-Männchen einer Ampel (Bad Nauheim) leuchtet grün. Es kann also losgehen – mit Teilnehmern aus Berlin, Hildesheim, Stralsund, Neuzelle, Bernau und Frankfurt (Oder).

Janet Neiser, Carolin Eckenfels/dpa

Vier Buchstaben erinnern in Eisenhüttenstadt nicht nur an einen beliebten Musiker und Komponisten, sondern zieren seit einigen Jahren auch einen Musikpreis, der immer bekannter wird: Axel. Die mittlerweile vierte Staffel des Förderpreises für junge Musiker startet in diesem Monat. Am 27. und 28. April findet die Vorrunde im Club Marchwitza in Eisenhüttenstadt statt.

Insgesamt acht Solokünstler und Bands werden auf der Bühne performen und ihre selbst geschriebenen Songs präsentieren. Das Publikum kann dann vor Ort und auch online für den eigenen Favoriten voten, der bei genug Stimmen ins Halbfinale einziehen wird.

Axel-Titzki-Stiftung wird bekannter

„Die Atmosphäre auf der Terrasse des Club Marchwitza wird einmal mehr Open-Air- und Festival-Feeling schaffen“, teilt die Axel-Titzki-Stiftung mit, deren Namensgeber der Musiker Axel Titzki (1968–2017) ist, dem die Förderung des Musik-Nachwuchses stets am Herzen lag. Und der Axel, bei dem es darum geht, Bühnenerfahrung zu sammeln, Tipps von Profis zu erhalten und wo der Sieger letztlich auch 500 Euro Preisgeld gewinnen kann, hat sich mittlerweile einen Namen gemacht. Diesmal sind neben Teilnehmern aus Neuzelle und Frankfurt (Oder) auch welche aus Bernau, Stralsund und Hildesheim dabei.

Andrea Titzki, die Vorsitzende und Gründerin der Stiftung, die die Kulturlandschaft in Eisenhüttenstadt seit 2017 bereichert, ist davon überzeugt, dass vor allem auch die sozialen Medien zu einer größeren Bekanntheit verholfen haben. Zudem gibt es Kooperationen: im vergangenen Jahr waren es die Brandenburgischen Sommerkonzerte, mittlerweile ist die Stiftung Mitglied beim Landesverband für Soziokultur, Popularmusik und Festivals (ImPuls Brandenburg) und im Bundesverband für Soziokultur. All das hilft, all das verbreitert das Netzwerk. „So ergibt sich dann immer ein Teilchen nach dem anderen“, sagt Andrea Titzki.

Darum ist der Marchwitza mit im Boot

So hat die Stiftung im Rahmen des Arbeitskreises Pop jüngst ein Positionspapier mit erarbeitet, das der Landesregierung übergeben wird, „um musikalisches Leben in Brandenburg zukünftig auf sicherere Beine zu stellen, um Musikern, Veranstaltern und Festivals Perspektiven zu geben und musikalisches Leben weiterhin zugänglich und bezahlbar zu machen“, so Andrea Titzki. Die Initiative dafür sei von ImPuls gekommen. Letztlich geht es dabei ja auch um die Zukunft des Axel.

Dass 2024 erneut der Club Marchwitza in den Diehloer Bergen zur Heimstatt des Musikpreises wird, hat mehrere Gründe: Der Verein InterkulturVielfarben ist sehr flexibel bei der Terminfindung, die Location erlaubt auch Auftritte unter freiem Himmel und es gibt die Möglichkeit, junge Musiker, die von weither kommen, übernachten zu lassen. Außerdem ist man mittlerweile ein eingespieltes Team.

Andrea Titzki ist ganz begeistert davon, wie sehr die junge Band aus Stralsund unterstützt wird. Diese bekäme von der Stadt einen Bus gestellt, der Musikschullehrer fahre als Betreuer mit. „Das ist der Hammer. Das hat Vorbildwirkung“, betont sie.

Große musikalische Bandbreite

Die Bandbreite der musikalischen Darbietungen ist wieder einmal groß: Punkrock, Death Metal, Deutsch-Rap, Singer-Song-Writer, Pop, Rock. „Das wird nicht langweilig an den zwei Tagen“, versichert Andrea Titzki. Mit dabei sein werden: Lucidez aus Bernau, Solea aus der Nähe von Berlin, Crody aus Hildesheim, Kompetenz aus Stralsund, Eukalyptus aus Neuzelle, Scavenger aus dem Schlaubetal und Unplugged Systems aus Frankfurt (Oder) sowie Blazyczinski aus Berlin.

Etwas ist aber bei der vierten Staffel neu: Das maximale Alter oder Durchschnittsalter bei Bands liegt bei 25 Jahren. Vorher waren es 21 Jahre. Damit reagierte die Axel-Titzki-Stiftung auf Corona-Folgen unter der jungen Musikern, die sich nach der Pandemie neu orientieren und teilweise neu anfangen mussten und so aus den bisherigen Teilnahme-Parametern rausgerutscht waren.

Die bisherigen Gewinner des Axel waren: Luise aus Werder (2022/23) Lotta aus Neuzelle (2020/2021) und Self-Control aus Frankfurt (Oder) 2018/2019.

Teilnehmer beim Axel 2024/25

Lucidez aus Bernau

Kompetenz aus Stralsund

Solea

Crody aus Hildesheim

Eukalyptus aus Neuzelle

Scavenger aus dem Schlaubetal

Blazyczinski aus Berlin

● Unplugged Systems aus Frankfurt (Oder)

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