Musik in Eisenhüttenstadt: Nachwuchsmusiker können sich für Musikpreis bewerben

Spaß auf der Bühne: Das hatten die Nachwuchsmusiker beim „Axel“-Finale im vergangenen Jahr. Die Bewerbungsphase für die fünfte Staffel des Nachwuchswettbewerbs der Axel-Titzki-Stiftung ist bald abgelaufen.
Janet Neiser- Eisenhüttenstadt sucht Nachwuchsmusiker für die 5. Staffel des „Axel“-Preises.
- Vorrunde soll im Juni 2026 stattfinden; Auftritt am 6.6.2026 angekündigt.
- Teilnahme: solo/Band bis 25, eigene Songs ohne KI, kein Plattenvertrag.
- Preis: 500 Euro; wichtiger sind Auftritte und Bühnenerfahrung.
- Wildcard fürs Halbfinale: Band „Kompetenz“ aus Stralsund wegen Drummer-Verletzung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn es nach dieser Frau ginge, müsste jeder Tag mindestens 48 Stunden haben – und selbst das würde bei ihrem Pensum wohl kaum ausreichen. Laut dem „Kursbuch Oder-Spree“ zählt Andrea Titzki aus Eisenhüttenstadt zu den neun beeindruckendsten Frauen der Region. Allerdings mag sie es gar nicht, darauf angesprochen zu werden: Im Mittelpunkt zu stehen, ist ihr unangenehm. Lieber spricht sie über ihre Herzensprojekte – dazu gehören das Musical „Snowy“ und der Musiknachwuchspreis „Axel“.
Noch vor zehn Jahren hätte sie wohl selbst nicht geglaubt, dass beides einmal so viel Zeit und Raum in ihrem Leben einnehmen würde. Doch der Tod ihres Mannes Axel Titzki (1968–2017) veränderte alles. Was er geliebt hat, sollte weiterleben – darin war sich die ganze Familie einig.
Den „Axel“ hat Andrea Titzki mithilfe der damals gegründeten Axel-Titzki-Stiftung ins Leben gerufen. Inzwischen steht der Wettbewerb für Nachwuchsmusiker vor seiner fünften Staffel.
Noch sind Bewerbungen für den fünften „Axel“ möglich
Noch können sich junge Sänger, Instrumentalisten und auch Bands bewerben. Doch bald schließt sich das Bewerbungsfenster, denn die Vorrunde soll bereits im Juni 2026 stattfinden.
„Sichert euch jetzt einen Startplatz und zeigt euer Können. Tretet schon am 6.6.2026 auf unserer Bühne auf“, heißt es in einem Instagram-Posting. Mitmachen dürfen Nachwuchsmusiker, die allein oder gemeinsam mit einer Band unterwegs und nicht älter als 25 Jahre sind. Bei Bands zählt das Durchschnittsalter der Mitglieder. Voraussetzung ist, dass die eingereichten Songs selbst komponiert und arrangiert sind – ohne KI-Unterstützung. Das Genre ist egal. Auch ein Plattenvertrag darf noch nicht bestehen. Als Preisgeld für den Gewinner winken 500 Euro. Doch noch wichtiger sind die Auftrittsmöglichkeit und die Chance, Erfahrung vor Publikum zu sammeln.
Bislang haben sich junge Künstler aus dem Berliner Raum und aus Frankfurt (Oder) gemeldet. Andrea Titzki hofft jedoch noch, dass sich auch jemand aus Oder-Spree findet, der eigene Musik macht und diese vorstellen möchte.
Einige „Axel“-Teilnehmer sind schon im TV aufgetreten
Einige Künstler, die beim „Axel“ mitgemacht haben, standen später auch auf richtig großen Bühnen bei „The Voice of Germany“, so wie Luise Neubig im vergangenen Jahr und Verena de la Caridad 2024. Nichts ist also unmöglich. Einen anderen Weg wählte Solea. Als 15-Jährige machte sie beim „Axel“ mit, vier Jahre zuvor begeisterte sie bei „Voice Kids“.
Dass sich nicht massenhaft junge Menschen beim „Axel“ bewerben wie bei „Deutschland sucht den Superstar“ oder „The Voice of Germany“, war Andrea Titzki von Anfang an klar. Denn bei dem Nachwuchswettbewerb aus Eisenhüttenstadt geht es nicht nur ums Nachsingen, sondern darum, selbst zu komponieren und zu präsentieren – Königsklasse sozusagen.
Hinter den Kulissen gibt es jedenfalls einiges zu tun, nicht zuletzt deshalb, weil Andrea Titzki nach den ersten Staffeln immer wieder Anfragen bekommt, ob sie nicht einen Künstler für diese oder jene Veranstaltung vermitteln könne. „Im Prinzip bin ich auch eine Künstlervermittlung, ohne dass ich daran verdiene“, sagt sie mit einem Schmunzeln.
Diese junge Band hat eine Wildcard
Aber warum nimmt sie all das überhaupt auf sich? Schließlich geht sie auch noch einem Hauptjob nach. „Weil ich sehe, was man damit erreichen kann. Also für die, die da sind“, sagt sie, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. „Junge Musiker brauchen Spielmöglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln.“ Auch das Feedback vom Publikum und von erfahrenen Leuten aus der Branche sei wichtig. All das bietet der „Axel“.
Gewinner des „Axel“
Die bisherigen Gewinner des Musiknachwuchspreises Axel sind:
Blazyczinski aus Berlin (2024/25);
Luise aus Werder (2022/23),
Lotta aus Neuzelle (2020/2021)
Self-Control aus Frankfurt (Oder) (2018/19)
Dass Andrea Titzki jedem eine faire Chance geben möchte, zeigt sich auch daran, dass eine noch sehr junge Band, die erst beim letzten Mal teilgenommen hat, dank einer Wildcard erneut dabei sein wird – und zwar gleich im Halbfinale. Warum? Ganz einfach: Der Drummer von „Kompetenz“ aus Stralsund hatte sich nach der Vorrunde den Arm gebrochen.
Auf die Frage, was sie sich von der Teilnahme am Musikpreis „Axel“ der Axel-Titzki-Stiftung erhoffen, antwortete das junge Trio damals übrigens: „Wir wollen natürlich gewinnen! Nein, im Ernst, wir lieben es, vor Publikum zu spielen. Wir sind eine junge Band und wollen noch Erfahrungen sammeln. Es wäre natürlich toll, wenn wir die Zuhörer in Eisenhüttenstadt begeistern können. Wir freuen uns darauf.“
Bewerbungen für den „Axel“ an: musikpreis@axel-titzki-stiftung.de



