Naturpark
: Die Sense erlebt eine Renaissance

Die Naturparkverwaltung Schlaubetal will altes Handwerk neu beleben und führt einen Sensenkurs durch.
Von
MOZ
Bremsdorf
Jetzt in der App anhören

Mähen kommt in Mode: Manche entdecken die alte Sense völlig neu. In unwegsamen Arealen ist sie Gold wert.

Daniel Reinhardt

„Der Kurs vermittelt, wie einfach das Mähen mit der Sense sein kann. Er richtet sich an alle, die diese alte Handwerkskunst erlernen oder auffrischen wollen“, heißt es in der Ankündigung. Bei diesem Kurs sollen die Teilnehmer reichlich Möglichkeit zum Üben unter Anleitung erfahrener Experten bekommen. Der Kurs lehre alles Wissenswerte zum Aufbau einer Sense, zur richtigen ergonomischen Einstellung, zur Mähtechnik und zum Dengeln und Wetzen der Sense. Außerdem werde vermittelt, wie Hobby–Gärtner das Entstehen einer bunten Blumenwiese fördern können. Fragen zur Wiesenökologie und zum Artenschutz und zur Nutzung des Mahdguts werden ebenfalls beantwortet.

„Wir bieten den Kursteilnehmern einen spannenden Tag an frischer Luft und ein Mittagessen aus dem Kessel zur anschließenden Stärkung“, versichert die Naturparkverwaltung. Interessenten können ihre Sense mitbringen oder erhalten vor Ort eine bereitgestellte. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Parkplatz der Bremsdorfer Mühle, von dort gibt es einen Shuttle zur Wiese.

Vorgänger aus der Eisenzeit

Die in Mitteleuropa übliche Sense hat eine für die Grünland–Mahd etwa 60 bis 80 Zentimeter lange, hinten breite und sich nach vorne zu einer Spitze verjüngende, gewölbte Klinge aus geschmiedetem Stahl, das so genannte Sensenblatt. Beispielsweise in Österreich wurden Sensen seit 1550 geschmiedet. Entlang der Wasserströme entstand damals Sensenwerk hinter Sensenwerk. Gemäht wird in aufrechter Körperhaltung, ohne Verkrümmung des Rückens. Doch die ersten sensenähnlichen Werkzeuge tauchten bereits zur Eisenzeit (800 v. Chr.) auf. Damals war der Stiel sehr kurz, das Arbeiten nur in gebückter Stellung möglich.

Anmeldung zum Sensenkurs unter: Tel. 033655 591732 oder per E–Mail: np-schlaubetal@lfu.brandenburg.de