Naturwacht im Schlaubetal: Neue Rangerin startet mit Herzensauftrag

Einsatz im Schlaubetal: Christina Krüger ist neu als Rangerin bei der Naturwacht. In der Reicherskreuzer Heide bereitet sie einen Brutkasten für den Wiedehopf zum Anbringen vor.
Lydia Brusendorf- Naturwacht Schlaubetal verstärkt Team: Christina Krüger ist neue Rangerin im Viererteam.
- Ihr Start: Einsatz für den Wiedehopf – sie brachte Brutkästen im Naturpark aus.
- Bildungsarbeit ist ihr wichtig. Projekte mit Kindern fanden u. a. am Schervenzsee statt.
- Beim „Tümpeln“ entdeckten Kinder Libellenlarven, Süßwassermilben und kleine Fische.
- Rangertour geplant: Am 23. August geht es durch die Reicherskreuzer Heide. Infos online.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Ranger der Naturwacht im Naturpark Schlaubetal haben Zuwachs bekommen. Christina Krüger ist neu im vierköpfigen Team. Sie folgte Mario Marschler, der nach 29 Jahren in Rente gegangen war. 2025 war bereits Lydia Brusendorf neu ins Rangerteam gekommen.
„Eine meiner ersten Aufgaben war gleich eine ganz besondere“, schreibt Christina Krüger. Neben dem Rotmilan sei der Wiedehopf einer ihrer liebsten Vögel. Gemeinsam mit den anderen Rangern habe sie Brutkästen für den Wiedehopf im Naturpark ausgebracht.
Anschließend habe sie mit den Mitarbeitern des Vereins Lebenshilfe Oder-Neiße-Werkstätten Eisenhüttenstadt die Reicherskreuzer Heide erkundet. Warum? Diese Mitarbeiter hatten 20 Brutkästen für den Naturpark gebaut „und so zum Schutz des seltenen Vogels beigetragen“, erklärt sie.
Mit Vogelbuch auf Wiesentour
Die Natur sei für alle da, betont die junge Frau. „Als Kind bin ich durch die Oderwiesen in Frankfurt (Oder) auf Entdeckungstouren gegangen. Mit einem alten Vogelbuch meiner Eltern und dem Feldstecher habe ich Vögel beobachtet.“ Mit sieben Jahren habe sie Biologin werden wollen. Diesen frühen Plan habe sie dann auch umgesetzt.
„Ich freue mich riesig, mit einem so tollen Team unterwegs sein zu dürfen und meinen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Natur beizutragen“, schreibt die neue Rangerin. „Für mich heißt es, mein Zuhause und das meiner Mitmenschen noch für zukünftige Generationen zu erhalten.“ Besonders liege ihr die Bildungsarbeit mit jungen Menschen am Herzen.
Die Naturwacht ist regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen der Natur auf der Spur. Zuletzt während einer Projektwoche in der Naturparkschule Friedland und beim alljährlichen „Tümpeln“ auf dem Campingplatz am Schervenzsee. Der Begriff „tümpeln“ steht für das gezielte Suchen und Fangen kleiner Wassertiere und Wasserpflanzen in einem kleinen natürlichen Gewässer.
Libellenlarven beim „Tümpeln“ entdeckt
Auf dem Campingplatz am Schervenzsee gibt es einen solchen kleinen Tümpel. „Hier gibt es viel zu entdecken“, berichtet Rangerkollege Nico Brunkow und nennt als Beispiele Libellenlarven, Süßwassermilben und kleine Fische, die sich im Kescher fanden. Viele Kinder seien sehr erstaunt, wenn sie lernen, dass Libellenlarven einen Großteil ihres Lebens im Wasser verbringen und eines Tages als Fluginsekt durch die Luft schwirren.

Bildungsarbeit im Schlaubetal: Auf dem Campingplatz am Schervenzsee erfahren Kinder und Eltern beim „Tümpeln“, welche Tiere in einem kleinen Gewässer leben.
Lydia BrusendorfDer Naturpark Schlaubetal besteht seit 1995 und bewahrt wertvolle Lebensräume. Von Müllrose (Oder-Spree) bis Drewitz (Spree-Neiße) sind seit mehr als 30 Jahren vier Ranger der Naturwacht als Mittler zwischen Mensch und Natur im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört die wissenschaftliche Arbeit – etwa das Erfassen von Vögeln, Säugetieren, Amphibien, Faltern und Orchideen – genauso wie die Schutzgebietsbetreuung und die Öffentlichkeitsarbeit.
Auch das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Umweltbildung sind Teil des Aufgabenfeldes der Naturwacht. Regelmäßig bieten die Ranger geführte thematische Wanderungen durch den Naturpark an. Am 23. August ist eine Rangertour durch die Reicherskreuzer Heide geplant. Infos gibt es auf der Internetseite der Naturwacht.

