Bundesstiftung Baukultur
: Neuzelle neben Hamburg und Berlin Station der Sommerreise

Die Bundesstiftung Baukultur legt auf ihrer traditionellen Sommerreise erstmals auch einen Stopp in Neuzelle ein. Dort geht es um kontrastvolle Bauwerke, die doch etwas verbindet.
Von
Janet Neiser
Neuzelle
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Kontrastprogramm in Neuzelle: barocke Pracht mit der Klosterkirche und Lost Place mit dem einstigen Kultur- und Schützenhaus

Kontrastprogramm in Neuzelle: barocke Pracht mit der Klosterkirche und Lost Place mit dem einstigen Kultur- und Schützenhaus

Janet Neiser, Leonie Ederer
  • Bundesstiftung Baukultur macht auf Sommerreise erstmals Halt in Neuzelle.
  • Am 10. Juli stehen öffentliche Orte im ländlichen Raum im Fokus.
  • Stationen: ehemaliges DDR-Kulturhaus und barockes Kloster Neuzelle.
  • Thema ist auch das DDR-Erbe und der Wert bestehender Gebäude.
  • Programm: Begrüßung, Führungen, Ortsbegehung, Mittagsimbiss und Abschlussgespräch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Neben Hamburg, Berlin, Bremen, Wuppertal und Sassnitz taucht plötzlich auch Neuzelle auf einer ganz speziellen Landkarte auf. Die wurde von der Bundesstiftung Baukultur erstellt und zeigt die Stationen der Baukultur-Sommerreise. Die findet zum nunmehr siebten Mal statt, denn laut der Stiftung aus Potsdam entsteht Baukultur vor Ort – durch engagierte Menschen und Projekte. Genau die will das Stiftungsteam auf ihrer Reise treffen, die sie am 10. Juli auch nach Neuzelle führt.

Das Dorf südlich von Eisenhüttenstadt, das aufgrund seiner Angebote vielmehr wie eine Kleinstadt anmutet, ist voller Kontraste, auch was die Architektur und die Baukultur angeht. Zwischen der Klosteranlage, die Touristen aus der ganzen Welt anlockt, und dem ehemaligen Kulturhaus, das mittlerweile eher ein Lost Place ist, soll es um die Bedeutung von öffentlichen Orten in ländlichen Räumen gehen.

Bei der Sommerreise, die in der Vergangenheit auch schon nach Eisenhüttenstadt führte, wolle man auch kleine Orte besuchen, betont Leonie Ederer von der Stiftung Baukultur, die aus Neuzelle stammt.

Es geht aber auch um das Erbe der DDR
Leonie Ederer
Bundesstiftung Baukultur

Auf das besondere Dorf in Ostbrandenburg sei man über ihre Masterarbeit gekommen, in der sie sich mit dem ehemaligen Kulturhaus beschäftigt hat. „Interessant findet unser Vorstand das Kulturhaus als soziale Infrastruktur auf dem Land und dass es einst als Mittelpunkt des öffentlichen Lebens funktioniert hat“, sagt die junge Frau, die Architektur studiert hat. Denn in dem Kulturhaus wurde gefeiert, getanzt und geschlemmt.

Die Frage sei, wie man das Konzept auf heutige Gegebenheiten übersetzen und so wieder gemeinschaftlich zugänglich und nutzbar machen kann. „Es geht aber auch um das Erbe der DDR.“ Zudem beschäftige sich die Stiftung immer wieder mit den Themen Bestandserhalt und Goldene Energie. Letztere beschreibt den ideellen, kulturellen und historischen Wert eines Gebäudes. Den sieht Leonie Ederer im einstigen Kulturhaus, das sie für unbedingt erhaltenswert erachtet.

Den Besuch im DDR-Kulturhaus verknüpft die Bundesstiftung mit dem barocken Kloster Neuzelle. Dieses fungiert ebenfalls als öffentlicher Ort – mit Museen, Konzerten, weiteren Kulturveranstaltungen und der Orangerie als Genussstätte.

Um mögliche Anknüpfungspunkte wird es am 10. Juli bei der Sommereise zwischen DDR und Barock gehen. Diese dürfte spannend werden, denn es treffen zwei sehr unterschiedliche Bauwerke und Geschichtsebenen aufeinander, die verbunden sind – oder es zumindest waren und wieder sein könnten – durch ihre Bedeutung als öffentliche Orte für Gemeinschaft, Begegnung und kulturelles Leben. Wer Interessen hat, kann einfach vorbeischauen.

Programm am 10. Juli

12 Uhr: Begrüßung am Kulturhaus an der Bahnhofstraße in Neuzelle
12.10 Uhr: Führung und Austausch – das Kulturhaus Neuzelle als Gemeinschaftswerk mit
Leonie Ederer, Bundesstiftung Baukultur
13.30 Uhr: gemeinsame Ortsbegehung zur Klosteranlage
13.45 Uhr: Mittagsimbiss in der Orangerie
15 Uhr: Führung und Austausch – das Kloster Neuzelle als öffentlicher Ort mit
Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle
16 Uhr: Resümee und Gespräch – Was brauchen öffentliche Orte im ländlichen Raum, um Gemeinschaft zu stärken?