Stadtfest Eisenhüttenstadt: Wie soll der Stahl-Dino von ArcelorMittal und EWG heißen?

Ein Stahl-Dino wurde vor der Stahl-Hütte in der Lindenallee enthüllt. Es ist ein gemeinsames Projekt der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) und ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.
Stefan Lötsch- ArcelorMittal und EWG enthüllen beim Stadtfest einen riesigen Stahl-Dino in der Lindenallee.
- Der Dino ist 2,29 m hoch, 4,73 m lang und wiegt etwa drei Tonnen – gefertigt „Made in Hütte“.
- BBZ-Azubis entwarfen und verschweißten rund 40 Teile, es flossen etwa 5 Tonnen Stahl ein.
- Aufstellung ist am 9. September nahe dem EWG-Verwaltungssitz „Aktivist“ geplant.
- Namenssuche läuft: Vorschläge bei ArcelorMittal, Jury aus ArcelorMittal und EWG kürt den Namen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Stadtfest Eisenhüttenstadt ist immer auch für Überraschungen gut. Und diesmal ist sie aus Stahl. ArcelorMittal Eisenhüttenstadt und die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft (EWG) haben nämlich dafür gesorgt, dass die Stahlstadt ein neues Kunstwerk bekommt: einen Dinosaurier, 2,29 Meter groß, 4,73 Meter lang und drei Tonnen schwer – ein echter Riese „Made in Hütte“.
Wie es dazu kam? Bei einer Umfrage unter den Mitgliedern der EWG zum 70-jährigen Jubiläum der Genossenschaft wurden Ideen für die Gestaltung des Wohnumfeldes gesucht. Unter den eingereichten Vorschlägen befand sich auch der anonyme Wunsch eines offensichtlichen jungen Einwohners nach einem Dinosaurierpark. Den Zettel hat sich der Vorstandsvorsitzende Stanley Fuls aufgehoben. Der Kindertraum ließ ihn nicht mehr los. Es gab Gespräche mit dem Berufsbildungszentrum von ArcelorMittal (BBZ). Doch dabei blieb es nicht. Das Ergebnis, der Stahl-Dino aus rund 40 Einzelteilen, ist am Sonnabend beim Stadtfest enthüllt worden.
Das Modell wurde von den BBZ-Azubis entworfen. Sogar ein Statiker hat die Konstruktion überprüft. Letztlich wurden etwa 5 Tonnen Stahl verarbeitet, sagte der 1. Ausbilder, Matthias Retzer vom BBZ. Der Transport und Zuschnitt der Stahlplatten zu 40 Einzelteilen erfolgten durch die Firma Stahlwasserbau Beeskow.
Die Montage und das Verschweißen wiederum wurden von den Azubis und Ausbildern von ArcelorMittal durchgeführt. Von außen sind insgesamt 33 Meter Schweißnaht sichtbar, sagte Matti Lietsch. Insgesamt wurden 100 Meter Schweißnaht zurückgelegt. Man arbeite nicht nur an Großprojekten, erklärte Thomas Kliemank vom Neubau-Projekt.
Name für den Dino wird gesucht
Aber auch ein eher kleines Dino-Projekt braucht viel Vorbereitung. Eine Studentin im dualen Studium hat die Zeichnungen erstellt. Das Budget musste ermittelt, ein Terminablaufplan ermittelt werden. Auch ein Statiker war letztlich mit von der Partie. Der sorgte bei Matthias Retzer für die ein oder andere schlaflose Nacht. Gab es doch die Auflage, dass es einen lückenlosen Nachweis von dem Material gibt, das verbaut wurde.
Das Ergebnis überzeugt. „Das ist ein Prototyp. Und jeder, der damit schon mal zu tun hatte, weiß, was alles für Tücken und Probleme lauern. Das wurde super gelöst. Ich bin super stolz drauf“, lobte Matthias Retzer alle Beteiligten.
Der Dino wird übrigens am 9. September ganz in der Nähe des EWG‑Verwaltungssitzes „Aktivist“ aufgestellt. Stanly Fuls würde übrigens gerne wissen, wer den Vorschlag für einen Dino-Park eingereicht hat. Denn auf dem Vorschlagszettel steht kein Name. Vielleicht meldet sich ja derjenige, der dieses tolle Projekt angestoßen hat.
Aber namenlos soll der Dino nicht bleiben. Ab sofort können Stadtfestbesucher bei ArcelorMittal in der Lindenallee Namensvorschläge einreichen. Eine Jury aus Vertretern von ArcelorMittal und EWG entscheidet, welcher Name das Rennen macht. Das Ergebnis wird bei der Aufstellung des Dinos in der zweiten Septemberwoche bekannt gegeben.
Für Dr. Elisabeth Krüger, Geschäftsführerin Primary bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, ist das Dino-Projekt ein gutes Beispiel dafür, wie eng Stadt und Werk zusammengehören.
