Städtisches Museum: Es bleiben Fragezeichen

Trägt Verantwortung: Maria Wundersee, hier im Jahr 2018
Janet NeiserLediglich in einer vom Rathaus verteilten Veranstaltungsankündigung für ein Konzert im Museum war von „Maria Wundersee, Leiterin Städtisches Museum“ die Rede. Wie sich nun am Dienstag auf eine offizielle Nachfrage dieser Zeitung im Rathaus hin herausstellte, ist Maria Wundersee allerdings nicht die neue Leiterin, sondern ihr wurde mit Wirkung vom 1. April vorerst lediglich „kommissarisch die Verantwortung für das Museum übertragen“. Bis dahin war sie Volontärin in dem Haus in der Löwenstraße im Ortsteil Fürstenberg.
Eine Entscheidung über die Leitung werde dann fallen, wenn es grundsätzlich eine Entscheidung zur Zukunft des Museums gebe, heißt es aus der Stadtverwaltung. Diese Grundsatzentscheidung wird so schnell aber nicht fallen, denn darüber entscheiden die Stadtverordneten, die heute allerdings zu ihrer letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode zusammenkommen. Dann wird gewählt, dann muss man sich neu finden, dann wird möglicherweise mal eine Abstimmung stattfinden. Irgendwann. Vielleicht.
Das Städtische Museum, das aus den Abteilungen Galerie und Museum in der Löwenstraße sowie dem Feuerwehr- und Technikmuseum in der Heinrich-Pritzsche-Straße besteht, ist allerdings nicht losgelöst von anderen Kultureinrichtungen in Eisenhüttenstadt zu sehen. Auch die Stadtbibliothek und das Friedrich-Wolf-Theater mit der Freilichtbühne sind Bestandteil des sogenannten Kulturstättenkonzeptes. Und auch im Friedrich-Wolf-Theater steht in nicht allzu ferner Zukunft ein Wechsel an der Spitze an, da die jetzige Leiterin ebenfalls in den Ruhestand geht. Auch darüber gibt es zumindest bislang öffentlich keine Diskussionen.
Das alles weiß auch Martina Harz, die nach dem Amtsantritt von Bürgermeister Frank Balzer (SPD), nun nicht mehr nur für die Ordnungsverwaltung im Rathaus, sondern auch für den Bereich Kultur zuständig ist. Sie weist am Dienstag noch einmal darauf hin, dass Hartmut Preuß in seiner Tätigkeit das Museum maßgeblich entwickelt und geprägt hat, sodass es zu einem festen Bestandteil der Kulturlandschaft der Stadt geworden ist. „Und es soll auch ein fester Bestandteil bleiben“, betont sie. Daran wolle man arbeiten. Im Namen der Stadt hat Martina Harz sich bereits bei der Verabschiedung im Museum bei Hartmut Preuß bedankt. So wie übrigens auch andere Mitarbeiter der Stadtverwaltung.
Die Bitte nach einem kurzen persönlichen Statement des Bürgermeisters dazu, wie es nach Hartmut Preuß im Museum weitergeht, blieb am Dienstag unbeantwortet.
Dafür hat beispielsweise die CDU jüngst eine Fraktionssitzung im Museum durchgeführt – auch eine Interessenbekundung.
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