Störche sind da
: Schnäbelklappern im Oderland

In Brieskow-Finkenheerd und Wiesenau haben die Störche ihre Horste bezogen. Die Nachbarn hoffen auf viel Nachwuchs.
Von
Frank Groneberg
Brieskow-Finkenheerd/Wiesenau
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  • Blicken vor blauem Himmel auf die Oderwiesen: Dieses Storchenpaar will in Wiesenau für Familienzuwachs sorgen.

    Blicken vor blauem Himmel auf die Oderwiesen: Dieses Storchenpaar will in Wiesenau für Familienzuwachs sorgen.

    Gerrit Freitag
  • Da steht es Schwarz auf Gelb: Cornelia Fitsch zeigt in Brieskow-Finkenheerd auf die bereits dritte Storchentafel.

    Da steht es Schwarz auf Gelb: Cornelia Fitsch zeigt in Brieskow-Finkenheerd auf die bereits dritte Storchentafel.

    Frank Groneberg
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Auch Cornelia Fitsch freut sich darüber, das Meister Adebar und seine Meisterin wieder ihr Nest bezogen haben. Sie wohnt im Steinweg in Brieskow-Finken­heerd, kann von ihrem Balkon aus den stolzen Vögeln direkt in deren Stube gucken. Am 31. März haben diese ihr Nest bezogen – im Vergleich zu anderen Störchen der Region relativ spät. Und sie haben sofort mit dem Reinemachen begonnen. „Wir freuen uns immer, wenn die Störche eintreffen“, sagt Cornelia Fitsch, „denn: Wenn die Störche kommen, dann wird es schön.“ Für die ersten Tage nach der Ankunft hat das tatsächlich auch gestimmt, das Wetter wurde ja bis zum vergangenen Wochenende geradezu frühsommerlich. Momentan ist das ein klein wenig anders, Aprilwetter halt. Aber sie wird kommen, die warme Jahreszeit.

Das Klappern mit den Schnäbeln ist für Cornelia Fitsch beinahe so etwas wie Musik. Ihrer Hündin Eike gefällt das allerdings gar nicht. „Oh ja, das Klappern kann sie gar nicht leiden“, erklärt sie, „da spielt sie regelrecht verrückt, bellt die ganze Zeit.“

Die Störche stört das wütende Gekläffe ohnehin nicht. Sie stehen in ihrem Nest und schauen auf den verrückt spielenden Hund herab. Ganz anders war das am vergangenen Sonntag. Da mussten sie ihr Heim gegen einen Eindringling verteidigen. „Am Nachmittag ist plötzlich ein dritter Storch hier aufgetaucht“, hat Cornelia Fitsch miterlebt. „Der wollte sich sozusagen ins gemachte Nest setzen. Da gab es richtig Ärger.“ Letztlich habe der Rivale wieder abziehen müssen.

Ob er sein Glück danach in Wiesenau versucht hat, ist nicht bekannt. Dort ist das Storchenpaar am 24. März angekommen und hat seinen Horst bezogen. "Die beiden sind ganz verliebt“, erzählt Marianne Schaar. Sie muss es wissen, kann sie das Nest, das seit 1998 auf ihrem Grundstück in der Kirchstraße steht, doch hautnah einsehen. Und deshalb weiß sie auch, dass Frau Störchin und Herr Storch bereits fleißig beim Brüten sind.

„Wir hoffen ganz doll, dass die Störche wieder viele Junge ausbrüten und erfolgreich aufziehen“, sagt Marianne Schaar. Von der Wohnung ihrer Tochter aus, die sich im Obergeschoss des Hauses befindet, könne sie „die Köpfchen“ des Nachwuchses nämlich gut sehen. Ein Anblick, auf den sie sich schon jetzt freue.

Drei kleine Störche sind 2018 in dem Wiesenauer Nest geschlüpft, zwei haben überlebt. In Brieskow-Finkenheerd waren es drei, alle sind durchgekommen.

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Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal⇥Autor XXX