Tanzwoche in Eisenhüttenstadt: Tanzvereine im Let’s-Dance-Fieber – das wird den Besuchern geboten

Eisenhüttenstadt ist nicht nur eine Stahlstadt und eine Planstadt. Auch der Name Tanzstadt ist hier und da zu hören – nicht erst seit der RTL-Tanzshow „Let’s Dance“.
Bernd Geller„Let’s Dance“, also „Lass uns tanzen“ – heißt es aktuell nicht nur im Fernsehen, sondern nun auch in Eisenhüttenstadt. Es wird getanzt, geschwitzt, gelacht und applaudiert. Für die Zuschauer gibt es ein Tanz-Potpourri aus völlig verschiedenen Genres. Für Vielfalt ist also gesorgt – sowohl in Eisenhüttenstadt als auch bei RTL. Aber es gibt natürlich Unterschiede.
In Eisenhüttenstadt stehen bei der hiesigen Tanzwoche, die am Freitag (8. März 2024) beginnt, keine Berufstänzer auf der Bühne und es gibt auch keine Jury, die die Tänze bewertet – wenn man das Publikum und den Applaus mal außen vor lässt.
Mehr Tänzer und länger „auf Sendung“
Bei der RTL-Sendung sind von Show zu Show weniger Tänzer zu sehen, weil immer ein Paar ausscheidet. Bei der Tanzwoche in Eisenhüttenstadt werden an manchen Abenden mehr als 100, einmal sogar gut 300 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne zu sehen sein. Hinausgeschmissen wird dort niemand, und es geht auch nicht um Punkte, sondern einfach um Spaß.
Die RTL-Fernsehshow wurde zudem im Jahr 2006 erstmals ausgestrahlt, die Tanzwoche Eisenhüttenstadt erlebte ihre erste Ausgabe bereits im Jahr 1993. Wegen der Corona-Pandemie musste das Festival im Friedrich-Wolf-Theater zwei Jahre hintereinander ausfallen, sodass nun 2024 die 30. Ausgabe ansteht. Ein Jubiläum also. Vom 8. bis zum 24. März werden neun Veranstaltungen auf die Bühne gebracht.
Geplant ist, dass der Bürgermeister als Schirmherr die Tanzwoche, die eine Eigenproduktion der Stadt ist, persönlich eröffnet – allerdings mit einer Wort-, nicht mit einer Tanzperformance.
Gäste aus Erkner und Bernau kommen nach Eisenhüttenstadt
„Alljährlich im März treffen sich alle Altersgruppen der Tanzvereine, um ihr aktuelles Repertoire und ihre neuesten Choreografien auf die Bühne zu bringen“, heißt es seitens des Friedrich-Wolf-Theaters. Die Tanzwoche sei ein Magnet für aktive Tänzer, aber auch für die Besucher. „Zu erleben sind die unterschiedlichsten Tanzgenres.“
Am 8. März, 19 Uhr, gehen die Scheinwerfer an für das Eröffnungsprogramm, bei dem gut 150 Tänzerinnen und Tänzer auftreten werden. Dabei sind Fire & Flame, das kuz Tanzensemble, Tanzlust Jung & Alt sowie die CarMa Chicks. Über die Jahre ist es zudem zur Tradition geworden, dass immer auch Gäste Einblicke in ihr Können geben. Diesmal dürfen sich die Zuschauer auf die Ballettschule Balancé aus Erkner und die Eastside Fun Crew aus Bernau freuen.
Zudem gehört ein gemeinschaftliches Tanzprojekt zum Eröffnungsprogramm. „Emotions“ heißt es in diesem Jahr. Es wird getanzt von 26 Tänzerinnen und einem Tänzer der vier lokalen Tanzvereine. „‚Emotions‘ ist ein Stück, das nicht nur unterhält, sondern auch dazu inspiriert, die Facetten der menschlichen Gefühlswelt auf eine neue und mitreißende Weise zu entdecken“, heißt es in der Ankündigung. Choreograf ist Gunnar Laatsch.
Von Flamenco bis orientalisch
Und weil der Auftakt einer Tanzwoche in der Vergangenheit sehr viel Zuspruch erleben durfte, gibt es diesmal das „Eröffnungsprogramm – DIE Zweite“ am Samstag (9. März), ab 19 Uhr. Das Einzige, was aus der ersten Runde fehlen wird, ist der Auftritt des Bürgermeisters.
Weiter geht es am 15. März um 20 Uhr mit „Flamenco Impressionen“. An diesem Abend können sich Besucher mitreißen lassen von einem Feuerwerk der Rhythmen und Farben. Theresa Lantez und ihre Company zeigen Flamenco in seiner vollendeten Form – feurig und impulsiv, zärtlich, erotisch und verführerisch.
Fest gesetzt ist auch das Kinderprogramm. Da haben dann die jüngsten Mitglieder der Vereine Spaß auf der Bühne, und das sind immerhin etwa 250. Am 16. März, 16 Uhr, und am 17. März, 15 Uhr, laden sie zur „Schatzsuche“ ein.
„Tanzart“ heißt es am 21. März, 18 Uhr. Regionale Tanzvereine und Gruppen gestalten in diesem Format das Programm. Zu den vier lokalen Vereinen gesellen sich Tänzerinnen aus dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe, die Tänzerinnen aus Mixdorf sowie der Tanzsportclub und der Fastnachtsclub aus Brieskow-Finkenheerd.
In den fernen Orient geht es am 22. März, 20 Uhr, bei der orientalischen Nacht mit Marina Nickel vom Tanzstudio Miral.
Tickets gibt es noch für die Shows
Eine Geschichte, die nicht nur von Verlust und Zerstörung erzählt, sondern auch von Hoffnung, Zusammenhalt und dem unerschütterlichen Willen, sich aus der Asche emporzuschwingen, erzählen The Blacklist und Eastside Fun Crew Bernau am 23. März, 19 Uhr, mit „Dustbound“.
Das große Finale der Tanzwoche mit Auszügen aus der Eröffnung, der Tanzart, dem Kinderprogramm und etwa 310 Tänzerinnen und Tänzern findet dann am 24. März, 17 Uhr, statt.
Karten für alle Veranstaltungen sind noch an der Abendkasse, vorab beim Tourismusverein oder aber online über die Internetseite des Theaters erhältlich.



