Tanzwoche
: Liebe im Weltall

Vereine präsentierten bei der „tanzART“ verschiedenste musikalische Jahrzehnte sowie Musikarten- und Tanzstile.
Von
Patrizia Czajor
Eisenhüttenstadt
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  • Feurig und temperamentvoll: Zu spanischer Musik präsentierte der Tanzsportclub Finkenheerd seinen Fächertanz auf der Bühne des Friedrich-Wolf-Theaters, und zwar zu Alvaro Solers Sommerhit "La Cintura".

    Feurig und temperamentvoll: Zu spanischer Musik präsentierte der Tanzsportclub Finkenheerd seinen Fächertanz auf der Bühne des Friedrich-Wolf-Theaters, und zwar zu Alvaro Solers Sommerhit "La Cintura".

    Bernd Geller - Fotodesign und Bi
  • Welt der Mythologie: Die Sternchen des Amateurtanzclubs "Fire & Flame" tanzen zu traditioneller Fantasy-Musik.

    Welt der Mythologie: Die Sternchen des Amateurtanzclubs "Fire & Flame" tanzen zu traditioneller Fantasy-Musik.

    Bernd Geller - Fotodesign und Bi
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Nur noch fünf Minuten, bevor sich im Friedrich-Wolf-Theater der Vorgang für die nächste Veranstaltung der Tanzwoche öffnet. Heidje Werner, die mit ihrem Mann in der Loge Platz genommen hat, ist schon gespannt auf den Auftritt ihrer Enkelin, die mit ihrer Gruppe gleich als erste auf der Bühne stehen wird. Über das Bühnenprogramm wollte sie ihren Großeltern nicht so viel verraten. „Es soll ja eine Überraschung sein“, sagt Heidje Werner. Aufgeregt sei sie jedenfalls nicht gewesen, so der Eindruck der Eisenhüttenstädterin. „Mittlerweile ist es ja ein bisschen zur Routine geworden.“ Denn ihre Enkelin tanzt schon seit acht Jahren bei der Tanzwoche mit.

Wenige Sekunden später treten dann die Sternchen des Amateurtanzclubs „Fire & Flame“ begleitet von Dudelsackmusik auf die Bühne. „Eine verträumte Welt der Mythologie“, so bezeichnet das Moderator Tom Wernicke, der gemeinsam mit Pia-Sophie Kuchel die Gäste durch das Programm der Veranstaltung "tanzART“ führte. Diese hat das Ziel, wie Theaterleiterin Regina Richter-Piehl angekündigt hatte, „die Vielfalt der Region“ darzustellen. Tänzer aus elf Vereinen zeigten an diesem Abend rund 20 Bühnenprogramme, die verschiedene Musik- und Tanzstile sowie Musikjahrzehnte präsentierten. Die Tanzrebellen des Mixdorfer Schlaubetalgetümmels entführten das Publikum etwa an den Broadway, indem sie mit viel Glitzer zur Titelmusik von „Dick und Doof“ einen Charleston aufs Parkett legten. Als es mit der Jugend vom Tanzensemble kuz in die 70er-Jahre ging, klatschte sogar das Publikum durchgehend mit, als sich die Tänzer mit goldenen Leggings und Kleidchen zu den Hits der schwedischen Band Abba bewegten. „Obwohl die 5. Jahreszeit schon lange vorbei ist“, wie Moderator Tom Wernicke sagte, kam gerade auch der Finkenheerder Fastnachtsclub mit gardetypischen Uniformen gut bei den Zuschauern an. Die Chaos Crew, das Aushängeschild des Vereins, sorgte mit vielfältigen Schrittkombinationen, Beinwürfen und Paarhebungen zu einem Wolfgang-Petry-Mix für gute Stimmung im Saal.

Schlager, Salsa sowie Techno und Folklore waren im ersten Teil zu sehen, als Moderator Tom Wernicke auffiel, dass nur noch Filmmusik fehle. Für diesen Teil sorgte der Tanzsport- und Kulturverein CarMa aus Müllrose. Ihre Chicks Youngstars führten mit lilafarbenen Kleidern zu schwarz-gelb gestreiften Strumpfhosen und grüner Fliege sowie durcheinandergewirbelten Zöpfen den sogenannten Batdance auf. Optisch war auch das Mixdorfer Schlaubetalgetümmel zu dem Song „This is me“ schön anzusehen. Der Song wurde für den Film „Greatest Showman“ geschrieben, eine Filmbiografie über einen Zirkuspionier. Passend dazu wirkten die pinken Tüllkleidchen der Tänzerinnen sowie die Herren in goldenen Jacketts und pink-glitzernden Zylinderhüten.

Am Ende erzählt Musik immer auch eine Geschichte, wie die beiden Moderatoren den letzten Teil der Show ankündigten. Zum Beispiel eine, in der es darum geht, zu zeigen, dass das „Schöne im Unperfekten liegt“, oder, dass sich Astronauten in Außerirdische verlieben können, wie die Tänzer des Finkenheerder Fastnachtsclubs dem Publikum vorführten.