Tattoomesse in Eisenhüttenstadt
: Worauf der langjährige Profiboxer in der Inselhalle setzt

René Hübner holt 2026 die erste Tattoo Convention nach Eisenhüttenstadt. In der Inselhalle werden 40 Studios, internationale Künstler und eine Maori-Show erwartet.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Boxer und Tattoo-Fan: Der 51-jährige ehemalige Profiboxer René Hübner organisiert die allererste Tattoo Convention in der Eisenhüttenstädter Inselhalle. Vor 19 Jahren hatte es durch dort die Profiboxnacht in seiner Heimatstadt gegeben.

Boxer und Tattoo-Fan: Der 51-jährige ehemalige Profiboxer René Hübner in dem von ihm geführten Abasa-Gesundheitssport an der Fährstraße. Der Unternehmer organisiert die allererste Tattoo Convention in der Eisenhüttenstädter Inselhalle.

Hagen Bernard
  • Erste Tattoo Convention in Eisenhüttenstadt: Termin am 17. und 18. Oktober 2026 in der Inselhalle.
  • Organisator ist der Ex-Profiboxer René Hübner, Betreiber von Abasa-Gesundheitssport.
  • Erwartet werden 1000 Besucher, rund 40 Studios und ein Piercing-Stand, Eintritt etwa 20 Euro.
  • Highlight sind sechs Artists aus Französisch-Polynesien – Show und Tattoos im traditionellen Maori-Stil.
  • Wettbewerbe, Moderation durch Daniel „Tattoo“ Krause, Imbissstände, Simson-Show und After-Show-Party.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

René Hübner ist ein Mann, den man sofort erkennt: Der langjährige Profiboxer ist ein echter Tattoo-Fan. Oberkörper, Arme und Hals sind nahezu vollständig tätowiert, auch an den Beinen finden sich Motive. Wie viele es insgesamt sind, kann der Modellathlet selbst nicht mehr sagen. Angefangen habe er mit etwa 16 Jahren, erzählt er. Seit einem Jahrzehnt habe er sich allerdings keine neuen Tattoos mehr stechen lassen. „Dafür bin ich jetzt zu alt“, sagt er und lacht.

Ganz zu alt für neue Ideen ist René Hübner aber noch lange nicht. Zum ersten Mal will er eine Tattoo Convention nach Eisenhüttenstadt holen. Am 17. und 18. Oktober 2026 soll das Event in der Inselhalle stattfinden. „Das war schon immer mein persönliches Ziel. Die Leute haben mich immer wieder darauf angesprochen“, sagt René Hübner.

Dass er große Veranstaltungen in die Stadt holen kann, hat der 51-Jährige längst bewiesen. Vor 19 Jahren brachte er die erste Profi-Boxnacht als Hauptkämpfer und Organisator nach Eisenhüttenstadt – in die Inselhalle. Danach folgten neun weitere Boxabende, alle ausverkauft. „Ich will etwas für die Stadt tun, damit hier mehr los ist“, sagte der Betreiber des Fitnesscenters Abasa-Gesundheitssport an der Fährstraße immer wieder vor seinen Großveranstaltungen.

1000 Besucher und 40 Studios erwartet

Für die Tattoo Convention im Oktober peilt Hübner 1000 Besucher an. Der Eintritt wird um die 20 Euro kosten. Geboten werden soll einiges: Knapp 40 Tattoo-Studios haben sich bereits angekündigt, außerdem wird es einen Piercing-Stand geben. Mit dabei sind auch Tätowierer aus Eisenhüttenstadt – etwa Mirko Kilian aus der Fellertstraße, dem Hübner viele seiner Tattoos zu verdanken hat. Auch das Studio Outfittattoo aus der Königstraße wird vertreten sein. Dort hatte René Hübner zeitweise selbst mitgearbeitet. „Letztlich hatte es für mich keinen Sinn mehr. Ich kann nicht tätowieren, und mit dem Abasa-Gesundheitssport bin ich voll ausgelastet“, sagt er.

Um seine Veranstaltung besonders attraktiv zu machen, greift René Hübner mit seinem für Veranstaltungen vor gut einem Jahr gegründeten Unternehmen Boxevent 1220 tief in die Tasche. Für die Tattoo Convention hat er sechs Tätowierer aus Französisch-Polynesien organisiert und bezahlt deren Flug nach Berlin. Sie werden laut René Hübner mit einem langen Stab im traditionellen Maori-Stil tätowieren – einer jahrhundertealten Kunst der indigenen Bevölkerung Neuseelands. Sie sollen in Eisenhüttenstadt auch für eine Extra-Show sorgen.

Auch Studios aus Frankfurt (Oder), Berlin, Leipzig und Cottbus haben sich angekündigt, ebenso Tätowierer aus Tschechien und Polen.

Tattoo-Sicherheit und Cover-up

Selbst tätowieren lassen möchte sich René Hübner auf seiner eigenen Veranstaltung nicht. Das sei für ihn kein Thema. „Ich habe vor allem chinesische Motive und bin damit zufrieden. Ich habe es nie bereut und möchte auch nichts entfernen lassen“, sagt er.

Dabei werden in der Inselhalle auch Cover-up-Spezialisten vertreten sein, die unerwünschte oder misslungene Tattoos mit neuen Motiven überdecken können. René Hübner warnt davor, sich aus Kostengründen irgendwo ein Tattoo stechen zu lassen. „Man sollte sich ein Motiv vorher gut überlegen. Oft wird auf dem Hinterhof nicht steril gearbeitet. Außerdem wissen viele nicht, wie tief man stechen darf. Dann kann die Haut unschön vernarben“, sagt er.

Mit seinen eigenen Tattoos habe er gute Erfahrungen gemacht, Beschwerden habe er keine. Wichtig sei nur, die Haut zu pflegen, damit die Tattoos gut erhalten bleiben. Tätowieren lassen können sich in der Inselhalle bereits 16-Jährige – allerdings nur in Begleitung der Eltern. Ab 18 Jahren dürfen Interessenten selbst entscheiden. Eine Einschränkung gibt es bei Hübner jedoch: „Bei 16- und 17-Jährigen lassen wir keine Quatsch-Tattoos zu.“

Tattoo-Schmerz, Miss Tattoo und Show

Ein Tattoo, sagt Hübner, sei nicht ganz ohne. Besonders an empfindlichen Stellen wie am Hals oder unter den Achseln müsse man schon die Zähne zusammenbeißen. „Wer schön aussehen will, muss leiden. Aber es ist auszuhalten. Nach einer Woche ist alles abgeheilt.“

Durch das Programm führt Daniel „Tattoo“ Krause, ein langjähriger Freund Hübners, der auch als Darsteller, Sprecher und Autor bekannt ist. Außerdem gibt es Wettbewerbe vor einer professionellen Jury in mehreren Kategorien, darunter die Wahl zur „Miss Tattoo-Modell Eisenhüttenstadt“.

Für Wohlbefinden und zusätzliche Unterhaltung sorgen verschiedene Imbissstände und eine Simson-Show aus Berlin. Auch an den guten Zweck ist gedacht: Traditionell wird bei Hübner-Veranstaltungen für die Löwen- und Kolibri-Kinder aus Hospizen gesammelt. Zum Abschluss der beiden Veranstaltungstage steigt ganz in der Nähe im Irish-Pub an der Unterschleuse eine After-Show-Party.

Geöffnet ist die Tattoo Convention am Sonnabend von 9 bis 22 Uhr und am Sonntag von 9 bis 17 Uhr.