Tierheim Eisenhüttenstadt
: Frettchen gerade noch aus verwahrloster Wohnung gerettet

Rüdiger und Hildegard leben im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt. Die zutraulichen Frettchen kommen aus einer nicht artgerechten Haltung und wurden gerade noch rechtzeitig gerettet.
Von
Hagen Bernard
Eisenhüttenstadt
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Das ist Frettchen Rüdiger: Er wartet zusammen mit seiner Hildegard im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt auf ein neues Zuhause.

Das ist Frettchen Rüdiger: Er wartet zusammen mit seiner Hildegard im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt auf ein neues Zuhause.

Hagen Bernard
  • Frettchen Rüdiger und Hildegard wurden aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet.
  • Sie leben jetzt im Tierheim am See in Eisenhüttenstadt und suchen ein neues Zuhause.
  • Die Tiere benötigen viel Platz und tägliche Pflege, einschließlich frischem Wasser.
  • Frettchen haben eine Lebenserwartung von etwa acht Jahren und mögen Malzpaste.
  • Eine Zustimmung des Vermieters ist wegen ihres Geruchs erforderlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rüdiger und Hildegard sind zumindest unter den Mitarbeitern des Tierheims am See in Eisenhüttenstadt derzeit die Stars. Während Hunde und Katzen hier zu Hunderten jährlich kommen und gehen, sieht es mit Frettchen schon etwas anders aus.

Dass die domestizierten Formen des Iltisses mal auf Dauer zur Vermittlung untergebracht sind, hat Tierheim-Mitarbeiterin Sandra Witzke bislang hier noch nicht erlebt. „Als Pension während des Urlaubs ja, so aber noch nicht“, sagt sie.

Der helle Rüdiger und die deutlich dunklere Hildegard kommen aus einem vernachlässigten Haushalt. Wegen einer Havarie wurde die quasi verlassene Wohnung geöffnet. Das Paar war in einem selbstgebastelten Käfig untergebracht. Wäre die Wohnung etwas später geöffnet worden, hätten die beiden wahrscheinlich nicht überlebt.

Frettchen Rüdiger und Hildegard mögen Malzpaste

Von den nicht artgerechten Bedingungen scheinen sich Rüdiger und Hildegard im Tierheim gut erholt zu haben. Sie wuseln hin und her, haben keine Scheu vor Zweibeinern und lassen sich durchaus auch streicheln. Wie alt die beiden sind, können die Tierheimmitarbeiter nicht sagen. Vermutlich um die vier Jahre. Die Frettchen haben eine Lebenserwartung von etwa acht Jahren.

Liebt die Malzpaste: Frettchen Hildegard

Liebt die Malzpaste: Frettchen Hildegard.

Hagen Bernard

Auf alle Fälle sind diese Tiere im Tierheim mobil, lassen sich die Malzpaste schmecken und mögen Hühnermägen. Es sind Raubtiere, die nur in Paaren gehalten werden sollten und täglich frisches Wasser benötigen.

Haltung von Frettchen: Das muss man beachten

Allerdings ist wegen ihres kräftigen Eigengeruches in einer Mietwohnung jeweils die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Die beiden Frettchen benötigen mindestens zwei Quadratmeter Fläche, sowie Klettermöglichkeiten über möglichst mehrere Etagen und bei Käfighaltung viel Auslauf. Diese an sich reinlichen Tiere können zwar an ein Katzenklo gewöhnt werden, es ist aber unwahrscheinlich, dass sie komplett stubenrein sind.

Die Rüden wiegen zwischen 800 und 2200 Gramm, die Fähen werden etwa 600 bis 1000 Gramm schwer. Die Frettchen werden zwar sehr zutraulich und vertragen sich durchaus auch mit anderen Haustieren, benötigen jedoch ihre Rückzugsorte. Schließlich schlafen sie bis zu 18 Stunden täglich.