Tischtennis
: 130 Tische in drei Hallen bei Senioren-EM

Bei den Tischtennis-Europameisterschaften der Senioren in Budapest war mit Pierre Labahn ein Akteur der BSG Stahl Eisenhüttenstadt dabei.
Von
Pierre Labahn
Budapest
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Pierre Labahn (rechts) konnte im Doppel mit Jürgen Völzke zwei Partien gewinnen.

Manuela Heuer

Nach Informationen des Veranstalters meldeten sich insgesamt 3270 Spieler aus 42 Ländern für dieses Event an. Insbesondere Horst Fischer freute sich schon auf ein Wiedersehen mit seinen alten Konkurrenten aus Las Vegas, insbesondere dem Weltmeister Kai Merimaa aus Finnland.

130 Tische erwarteten die Spieler in drei Hallen. Gesucht wurden die Europameister in den Altersklassen Ü 40, Ü 50 und Ü 60 im Einzel und im Doppel. Kurz vor Abflug dann das plötzliche Aus für Fischer. Gesundheitsbedingt musste er wehmütig seine Teilnahme am Turnier absagen. So flog Labahn als einziger Starter der BSG Stahl in die ungarische Hauptstadt.

Im Doppel mit Jürgen Völzke

Nach der Registrierung vor Ort fanden die ersten Qualifikationsspiele für die Hauptrunde im Einzel statt. So auch für Labahn, der in der Altersklasse über 50 Jahre startete. Hier standen ihm Gary Deakin aus England, Jean-Paul Blanckaert aus Belgien und Joe Amundsen aus Norwegen gegenüber. Schnell war klar, dass es für den Eisenhüttenstädter sehr schwer werden wird, hier zu bestehen. So knapp die einzelnen Sätze auch waren, am Ende standen ein 0:3, ein 2:3 und ein 0:3 für Labahn zu Buche. Das hieß für ihn, den Erfolg in der Consulations-Runde zu suchen.

Bei den Qualifikationsspielen für die Hauptrunde im Doppel hieß Labahns Partner Jürgen Völzke vom SV Roskow. Beide spielen in der gleichen Altersklasse. Völzke trainiert unter der Woche arbeitsbedingt in Eisenhüttenstadt und so glaubten beide, gemeinsam erfolgreich spielen und bestehen zu können. Valerijs Smirnovs aus Lettland und Igor Filippov aus Russland, Lubos Charwat und Petr Hanak aus Tschechien sowie Steve Green und Dave Randerson hießen die Gegenspieler.

Nach spannendem Spiel hieß es tatsächlich 3:2, 3:0 und 0:3 – die Hauptrunde war geschafft. Den spielfreien Mittwoch nutzten Spieler, Freunde und mitgereiste Familienangehörige zur umfangreichen Besichtigung der Budapester Altstadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten.

Tags darauf hieß es für Pierre Labahn, auch im Einzel zu bestehen. Wenigstens ein Sieg sollte her. Ervin Percic aus Slowenien wollte den Sieg sicher auch. Doch dieses Mal konnte Labahn sich durchsetzen und gewann 3:0. Kurze Zeit darauf folgte dann doch das Aus gegen den Franzosen Antoine Bourdin mit 0:3.

Am folgenden Tag fand das erste Spiel von Labahn/Völzke in der Hauptrunde der Doppelkonkurrenz statt. Gegen Waldemar Kist und Thomas Schulz aus Deutschland sollte noch einmal ein gutes Spiel gelingen. Was anfänglich auch glückte, reichte am Ende doch nicht. Mit 1:3 schied das Brandenburger Duo aus dem Turnier aus.

Trotz des Ausscheidens aus dem Turnier zeigte sich Pierre Labahn zufrieden mit dem Wettkampf. In seiner Altersklasse über 50 Jahre wurde Ivan Vitsek aus Ungarn Europameister der Senioren im Einzel sowie Marcello Cicchitti und Min Yang aus Italien im Doppel.

In der Consulations-Runde gewann in der Altersklasse über 50 Jahre Alexandr Nem aus Russland im Einzel sowie Horst Dangers und Jörg Hasse aus Deutschland im Doppel.