Volleyball: Drei Spielhallen reichen nicht mehr
Während im Turnier der spielstärkeren Formationen 15 Teams mitgewirkt hatten, waren es im Wettbewerb der Fun–Teams 24 Mannschaften. Dort behielt ST Germknödel um den Turnierleiter Kurt Kuhlisch die Oberhand. Ansonsten war dieses Team mit Lehrern aus dem Albert–Schweitzer–Gymnasium besetzt, das regelmäßig noch andere Mixed–Wettbewerbe bestreitet.
Durchweg betrug die Spieldauer 25 Minuten, um den Ablauf planbarer zu machen. „Ich habe versucht, den Mannschaften möglichst viele Spiele zu ermöglichen“, erklärt Turnier–Planer Florian Homm. Für ihn war der Profi–Cup ausgeglichen besetzt. Da war es für ihn unerheblich, dass die beiden Vorjahresfinalisten in der Vorrunde in einer der drei Fünfer–Gruppen spielten. Schließlich hatten die jeweils ersten beiden jeder Vorundengruppe in zwei Dreiergruppen der Zwischenrunde noch alle Chancen auf den Turniersieg, während die Vorunden–Dritten und -Vierten in einer Mittelgruppe die Plätze 7 bis 12 ausspielten.So hatte sich die 34:36–Vorrundenniederlage von Havanna Club gegen die Lollipops letztlich nicht entscheidend ausgewirkt. „Wir hatten dauernd geführt, waren jedoch zum Schluss eingebrochen, die Annahme war schlecht“, erklärt Jens Perschke vom Turniersieger. In der Zwischenrunde habe sein Team Glück gehabt, weil es die etwas leichtere Gruppe gewesen sei. Der Freizeitsportverein Biese, der sich mit Akteuren des Regionalligisten MSV Zossen verstärkt hatte, wurde Gruppen–Zweiter und letztlich Gesamt–Vierter. Kathrin Baum, FSV Biese: „Insgesamt ist es für uns sehr gut gelaufen. Schließlich sind wir ein Freizeitteam.“
Einzige Eisenhüttenstädter im Kreis der besten sechs Teams waren die New Kids on the Block. Mandy Tappert, die mittlerweile in Berlin studiert und daher vor dieser Saison zum FSV Bad Saarow wechselte: „Die Vorrunde ist gut gelaufen, in der Zwischenrunde hatten wir die stärkste Gruppe. Schade, dass wir gegen die Wartenberg Volleys knapp verloren haben. Platz 5 ist auch nicht schlecht.“
Bereits in der Vorrunde hatte die BSG Stahl die Chance auf den Turniersieg verspielt. Daniel Dimke: „Wir haben zwar den Turnierfavoriten Wartenberg geschlagen, aber zunächst gegen zwei vermeintlich Schwächere verloren. Vor allem gegen die Blockwürstchen lief es schlecht.“ Bei den Blockwürstchen spielte neben Frankfurter Spielern auch Doreen Kusche aus Finkenheerd mit, die jahrelang für den VSB offensiv und die BSG Stahl unterwegs war. „Das Turnier hat ein gutes Niveau. Schön, dass wir gegen Stahl gewonnen haben.“
Immerhin konnte die BSG Stahl ihre abschließenden drei Partien für sich entscheiden und damit den siebten Rang belegen. „Die ersten beiden Spiele haben wir zu leicht genommen. Dennoch bin ich zufrieden. Hauptsache wir haben Spaß und jeder geht wieder heil nach Hause“, erklärt Ingolf Wandrey. Zudem relativierte Annett Pfaffe, die vor zwei Jahrzehnten in der Brandenburgliga unter Trainer Wandrey für den VSB spielte, die Erfolgsaussichten ihrer Stahl–Mannschaft. "Viele haben Familie und sind auch beruflich eingebunden. Außerdem trainiere ich beim VSB die jüngsten Mädchen. Da bleibt kaum Zeit zum Spielen. Allerdings sollte ein richtiges Mixed–Team aus drei Männern und drei Frauen bestehen.“ Die Regelung mit mindestens zwei Frauen auf dem Feld war bereits im Vorjahr eingeführt worden, damit die Interessenten besser eine Mannschaft zusammen bekommen.
Beim Sieger Havanna Club fungierte eine Frau als Zuspielerin und die andere als Außenangreiferin. „Unsere Zuspielerin Lisa Kerber ist in der Liga sonst Außenangreifer“, erklärt Willi Becker. Ansonsten prägten eher die Männer das Spiel. So auch beim Turniersieger. „Es war ein enges Finale. Wir sind schwer reingekommen. Man hat bei beiden Mannschaften gemerkt, dass alle müde sind.“ Genug Kraft hatten sich die Hauptstädter noch für die Spielerparty in der Inselgaststätte gelassen, da sie in Eisenhüttenstadt übernachteten.
Lollipops schnell nach Hause
Da hatte sich der Finalist Moonshine Lollipops, bei dem mit David Westphal und Jordan Heyer drei Akteure vom Drittligisten TKC Wriezen mitwirkten, längst davon gemacht. Sebastian Lampe: „Wir haben in der vergangenen Woche den gut besetzten Fuchs–Cup in Cottbus gewonnen. Nun wollen wir hier zum dritten Mal in Serie uns durchsetzen. Meistens gelingt uns das ja bei Mixed–Turnieren. Dann geht es aber schnell nach Hause. Schließlich sind wir bereits seit 6 Uhr unterwegs und zu unseren Kindern.“
Während Turnierleiter Kurt Kuhlisch diesen Modus beibehalten möchte, denkt er für die 30. Auflage am 9. Januar 2021 über eine vierte Spielstätte in Neuzelle nach. „Wir hatten noch zwei Meldungen für das Profi–Turnier und fünf für den Fun–Cup. Denen mussten wir aus Kapazitätsgründen leider absagen.“


