Weihnachtsmarkt Neuzelle 2023: Chaos auf Straßen, Knöllchen und Polizei – Tipps zum Parken

Neuzelle 2023-12-09: Sperrung führt zu Chaos
Janet NeiserDer Märchenadventsmarkt in Neuzelle war am ersten Tag (9.12.) voll, mächtig voll sogar. Menschenmassen schlenderten von der Frankfurter Straße über den Brauhausplatz zum Stiftsplatz und wieder zurück. Und die meisten dieser Menschen waren mit dem Auto angereist. Und das war mehr als ein Stresstest für den Ort, Rettungskräfte und Amtsmitarbeiter. Sogar die Polizei wurde am Nachmittag zur Hilfe gebeten.
Was war passiert? Aufgrund des zweitägigen Weihnachtsmarktes in Neuzelle ist ein Teilstück der Ortsdurchfahrt (B112) gesperrt, und zwar zwischen Bergstraße und Kruggasse. Das heißt, die Ortsdurchfahrt wird aus Richtung Eisenhüttenstadt und aus Richtung Guben zur Sackgasse.
Problemzonen – hier drohen Knöllchen
So weit, so gut. Doch Falschparker machten das Verkehrskonzept für den Märchenadventsmarkt zunichte.
Problemzone 1: Besucher des Adventsmarktes haben ihre Autos einfach auf der Bahnhofstraße zwischen dem Abzweig Waldstraße und der Bergstraße geparkt. Dabei darf dort laut Beschilderung niemand parken. Letztlich war auf der Straße nur noch eine Fahrbahnseite frei – plötzlich ging nichts mehr, denn es kamen Autos aus beiden Richtungen. Chaos, Frust und sogar quietschende Reifen, berichtet Doreen Lagansky, die Ordnungsamtschefin, die mit elf weiteren Amtsmitarbeitern bis in die Abendstunden im Einsatz war.
Ein auswärtiger Besucher mit Kindern im Auto wollte partout nicht einsehen, dass er umdrehen musste, berichtet sie. Ein anderer hätte einfach die Sperrbaken beiseite genommen und sich in die Sperrzone gestellt, direkt vor das alte Amtsgebäude.
Auch die Polizei kam zu Hilfe
Problemzone 2: Etliche Besucher parkten einfach in der Waldstraße, viele sogar mit zwei Rädern auf dem Gehweg. Das ist nicht erlaubt. In früheren Jahren gab es Ausnahmeregelungen, die waren aber ausgeschildert.
Problemzone 3: In der Kirchstraße wurde ebenfalls wild geparkt, um möglichst nah ans Festgelände zu kommen, sogar Hydranten der Feuerwehr wurden komplett zugestellt, berichtet die Ordnungsamtschefin.
Diese musste mit ihren Mitarbeitern ab etwa 14 Uhr auch Knöllchen verteilen, weil es einfach zu viele Falschparker gab. „Man hat uns Abzocke vorgeworfen, aber wir hatten gar nicht vor, Knöllchen zu verteilen.“ Leider habe die Situation das irgendwann verlangt. „Wenn wir Besucher angetroffen haben, haben wir sie sogar gefragt, wo sie geparkt haben. Standen sie in einer Verbotszone, haben wir sie darauf hingewiesen und sie gebeten das Auto umzuparken, ansonsten würde es ein Knöllchen geben.“
Aggressive Autofahrer
Viele hätten nett reagiert, etliche aber auch mächtig gepöbelt. „Eine Kollegin hatte richtig Angst“, sagt Doreen Lagansky. Schlimm sei diese Aggressivität gewesen. Sie sei mehrmals „fast über den Haufen gefahren“ worden.
Etliche Besucher hätten kritisiert, dass die vorhandenen Parkplätze nicht gut ausgeschildert seien. Die Ordnungsamtschefin räumt ein, dass dies nicht optimal gelaufen sei. Dennoch sei das kein Grund, Regeln zu brechen und wild zu parken.
Dass die Polizei zur Unterstützung gekommen war, dafür bedankt sich Doreen Lagansky. So wurde unter anderem verhindert, dass immer mehr Fahrzeuge in die verbotenerweise zugeparkte Bahnhofstraße fuhren. Lediglich Anwohner wurden ab 15 Uhr noch hindurchgelassen.
Das Amt hatte vorab aber durchaus Parkmöglichkeiten geschaffen. Die sind auf einer Karte auf der Seite des Amtes auch zu finden – die ist für Auswärtige aber mehr schlecht als recht zu lesen.
Tipps zum Parken für Weihnachtsmarkt-Besucher
Hier kommen Tipps, wo Besucher am 10. Dezember ihr Fahrzeug abstellen können:
Der wohl größte Parkplatz befindet sich auf dem Feld gegenüber vom Bauernmarkt am Lindenpark. Das Feld sei sogar beleuchtet. Im Bereich der Amtsverwaltung, Lindenpark, gibt es ebenfalls einige Stellflächen. Wer dort sein Auto parkt, kann über die Kruggasse zum Festgelände laufen.
Am Bahnhof, also am Ortseingang, gibt es Parkplätze.
Eine Möglichkeit für die die, die aus Richtung Guben kommen, sind zudem die extra Stellflächen am Freibad.
Hier bitte nicht parken: Waldstraße, Bahnhofstraße, in der Kirchstraße – das Ordnungsamt wird Falschparkern am 10. Dezember wieder ein Knöllchen verteilen. Das kann dann über 50 Euro kosten.
Der Märchenadventsmarkt, der von Radio Cottbus zum schönsten Weihnachtsmarkt in der Lausitz gekürt wurde, öffnet am 10. Dezember 2023 von 11 bis 18 Uhr.





