Wohin am Wochenende?
: Tipps für Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Guben, Frankfurt (Oder)

In und um Eisenhüttenstadt gibt es am Wochenende viele Möglichkeiten, mit der Familie etwas zu erleben. Neben Mitmachkino, Angel-Expo und Bastelmesse warten auch Museen, Theater und Kaffeeklatsch.
Von
Janet Neiser
Eisenhüttenstadt
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"Aus dem Leben der Kinder" ist der Werktitel des Bleiglasfensters, das der Künstler Walter Womacka vor genau 70 Jahren für die Kinderkrippe im 2. Wohnkomplex entwarf, in der sich heute das Museum Utopie und Alltag befindet.

„Aus dem Leben der Kinder“ ist der Werktitel des Bleiglasfensters, das der Künstler Walter Womacka vor 70 Jahren für die Kinderkrippe im 2. Wohnkomplex von Stalinstadt, heute Eisenhüttenstadt, entwarf, in der sich nun das Museum Utopie und Alltag befindet. Das Kunstwerk steht im Zentrum einer Veranstaltung.

Janet Neiser
  • Tipps fürs Wochenende in Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Guben, Frankfurt (Oder)
  • Freitag: Film „Leibniz…“ 19.30 Uhr CineStar; Theater „Baseballschlägerjahre“ frei
  • Freitag: Weiberfastnacht in Schönfließ, Einlass 19 Uhr, Programm ab 20.11 Uhr, 10 Euro
  • Samstag/Sonntag: Angel-Expo Frankfurt (Oder), 9–18/10–17 Uhr, 9/6 Euro, <10 frei
  • Museum, Bastelmesse Guben, Mitmachkino, Führungen Neuzelle, Theater „Spur der Steine“

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer ein spannendes und abwechslungsreiches Wochenende in der Region sucht, findet vom 6. bis 8. Februar zahlreiche Möglichkeiten, die freie Zeit zu genießen, sich zu beschäftigen und sogar etwas zu lernen.

Allerdings muss man sich auch mal ins Auto oder in den Zug setzen, um die volle Vielfalt genießen zu können. Unsere Redaktion hat die besten Tipps zusammengestellt – für Kulturinteressierte, Familien, Karnevalsliebhaber und Entdecker von Guben über Neuzelle, Eisenhüttenstadt und Beeskow bis Frankfurt (Oder).

Der Freitag startet mit einem Filmerlebnis

Das Wochenende beginnt in Frankfurt (Oder) mit einem Film-Highlight vom Kleinen Kino: Im CineStar um 19.30 Uhr der Film „Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes“ gezeigt. Die von Edgar Reitz inszenierte Filmbiografie nimmt die Zuschauer mit ins 17. Jahrhundert. Im Auftrag der Kurfürstin Sophie von Hannover soll der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz porträtiert werden, doch Leibniz widerstrebt das Projekt. Während der Porträtsitzungen mit der jungen Malerin entwickelt sich ein intensiver Diskurs über Wahrheit, Kunst und Realität.

Das Kleine Kino zeigt ein feinfühliges Kammerspiel, das über 104 Minuten hinweg das Verhältnis von Bild und Abbild auf die Leinwand bringt. Erwachsene zahlen für dieses Filmerlebnis 8 Euro.

Baseballschlägerjahre und Fastnacht

Wem eher nach Theater ist, sollte sich das Kleist Forum in Frankfurt (Oder) vormerken. Dort steht am 6. Februar um 19.30 Uhr das Stück „Baseballschlägerjahre oder im Warteraum der Zukunft“ auf dem Programm. Die Bürgerbühne nimmt die Nachwendewirren der 1990er-Jahre in den Plattenbausiedlungen der Stadt ins Visier. Die autofiktionale Inszenierung begleitet eine Familie zwischen Orientierungslosigkeit, Identitätssuche und gesellschaftlichem Wandel und bringt die Atmosphäre zurück, in der sich politische und persönliche Brüche über Generationen hinwegzogen.

Wer sich für diese Zeit interessiert oder selbst Erinnerungen daran hat, erlebt einen ebenso ehrlichen wie bewegenden Theaterabend. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung unter www.kleistforum.de wird empfohlen.

Wer es lieber ausgelassen mag, kommt am Freitag beim Karneval auf seine Kosten: In Schönfließ, einem Ortsteil von Eisenhüttenstadt, feiert der Heimatverein Weiberfastnacht. In der Turnhalle der Grundschule Schönfließ erwartet die Gäste ab 20.11 Uhr ein buntes und abwechslungsreiches Fastnachtsprogramm. Einlass für die Ladys ist ab 19 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro.

Das Theaterstück "Baseballschlägerjahre" wird in Romanform aufgeführt und nutzt verschiedene Darstellungsformen. Hier ist zu sehen, wie live gefilmte Elemente direkt auf die Bühnenwand projiziert werden.

Das Theaterstück „Baseballschlägerjahre" wird in Romanform aufgeführt und nutzt verschiedene Darstellungsformen. Hier ist zu sehen, wie live gefilmte Elemente direkt auf die Bühnenwand projiziert werden.

Wiemke Reiners

Handarbeits- und Bastelmesse und Angelmesse

Samstagfrüh (7. Februar) startet der Tag kreativ und handwerklich in Guben. In der Alten Färberei sowie im Ausstellungsraum am Friedrich-Wilke-Platz findet erstmals die Handarbeits- und Bastelmesse statt, geöffnet von 10 bis 17 Uhr.

Hier steht die Freude am Selbermachen im Mittelpunkt. Ob Traumfänger basteln, Schmuckgestaltung, Krawatten binden oder neue Verarbeitungstechniken für Wolle, Stoff und Holz entdecken – Besucher aller Altersgruppen können selbst aktiv werden oder anderen über die Schulter schauen. Das abwechslungsreiche Programm richtet sich an Neulinge und erfahrene Bastler gleichermaßen. Der Eintritt ist frei und eignet sich somit auch für einen spontanen Familienausflug.

Wer sich für Angeln und Outdoor begeistert, sollte die Angel-Expo 2026 in den Messehallen Frankfurt (Oder) nicht verpassen. Die Messe ist am Samstag von 9.30 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet und bietet ein abwechslungsreiches Programm rund ums Raubfisch-, Friedfisch- und Meeresangeln. Über 30 Aussteller, Vorträge, Workshops sowie eine große Tombola machen die Angel-Expo zum Treffpunkt für Profis und Einsteiger. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt.

Kunst im Städtischen Museum und Mitmachkino

Kunstinteressierte sollten den frühen Nachmittag für einen Abstecher ins Städtische Museum Eisenhüttenstadt nutzen. Die Galerie in der Löwenstraße präsentiert aktuell die 38. Leipziger Grafikbörse unter dem Titel „Spiel-Räume“. Von 13 bis 17 Uhr lassen sich zeitgenössische Grafiken aus Deutschland, Frankreich, der Ukraine und den Niederlanden entdecken. Das Thema „Spiel-Räume“ wird sowohl wörtlich – etwa durch Darstellungen von Spielplätzen oder Landschaften – als auch metaphorisch interpretiert, wenn das Papier selbst zum Spielfeld kreativer Möglichkeiten wird. Neben der Sonderausstellung kann auch die ständige Ausstellung des Museums besucht werden. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

In der ständigen Ausstellung im Städtischen Museum ist viel über die Geschichte Eisenhüttenstadts zu erfahren.

In der ständigen Ausstellung im Städtischen Museum ist viel über die Geschichte Eisenhüttenstadts zu erfahren.

Gerrit Freitag

Familien mit kleinen Kindern können sich auf das Disney-Channel-Mitmachkino im CineStar Frankfurt (Oder) freuen. Um 12 und um 14.15 Uhr heißt es sowohl am 7. als auch am 8. Februar: Mitmachen statt nur zuschauen. In einer etwa 65-minütigen Vorstellung dürfen die Kleinsten lautstark mitsingen, tanzen, klatschen und rätseln. Die beliebte Micky Maus führt als animierter Gastgeber durchs Programm. Die Vorstellungen sind speziell für Vorschulkinder konzipiert, mit gedimmtem Licht, gedämpfter Lautstärke und ohne Trailer. Tickets gibt es ab etwa 7 Euro, mit der CineStar-Card spart man beim Online-Kauf einen Euro.

Klostermuseum für Familien und Spur der Steine auf der Bühne

Geschichtsinteressierte zieht es vielleicht nach Neuzelle, wo das Klostermuseum im Kreuzgang am Samstag mit einer Sonderführung lockt. Um 11 Uhr startet zunächst eine familienfreundliche Führung mit dem Museumskoffer, bei der Kinder ab 6 Jahren auf spielerische Weise Geschichte entdecken können (Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro). Um 13 Uhr beginnt eine klassische Führung durch das barocke Kloster, das als „Barockwunder Brandenburgs“ gilt (Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 3 Euro). Tickets gibt es am Klosterportal oder vorab online über die Internetseite der Stiftung Stift Neuzelle.

Am Abend kehrt das Theater ins Kleist Forum in Frankfurt (Oder) zurück: Die Uckermärkischen Bühnen Schwedt bringen um 19.30 Uhr den DEFA-Klassiker „Spur der Steine“ auf die Bühne. Die Inszenierung erzählt von Balla, einem Draufgänger auf einer Baustelle, seiner Clique, dem Idealisten Horrath und der jungen Ingenieurin Kati – eine Geschichte von Liebe, Arbeit und Konflikten im DDR-Alltag, musikalisch aufbereitet.

Das Stück wird auch am 8. Februar noch einmal aufgeführt, dann schon um 15 Uhr. Die Kartenpreise variieren je nach Platzkategorie zwischen 12,50 und 30 Euro. Es empfiehlt sich, vorab nach verfügbaren Restkarten zu fragen, da die Vorstellungen bereits nahezu ausverkauft sind.

Durch die Nacht in den Sonntag tanzen, dann Kaffeeklatsch

Wer nach all den Eindrücken weiterhin nicht müde ist, kann abends oder besser gesagt nachts im Phoenixx Club in Eisenhüttenstadt weiterfeiern. Dort steht der Karneval im Mittelpunkt. Wer ein Bändchen vom Schönfließer Heimatverein trägt, erhält nach Angaben der Veranstalter freien Eintritt – perfekt für alle, die den Karneval verlängern wollen.

Der 8. Februar beginnt entspannt und bietet Gelegenheit, Kunst und Geschichte zu erleben. In Eisenhüttenstadt lädt das Museum Utopie und Alltag in der Erich-Weinert-Allee von 14 bis 16 Uhr zu einem besonderen Kaffeeklatsch anlässlich des 100. Geburtstags von Walter Womacka ein. Im Mittelpunkt steht das von Womacka vor 70 Jahren für eine Kinderkrippe entworfene Bleiglasfenster „Aus dem Leben der Kinder“.

Bei Kaffee und Kuchen soll über das Leben der Kinder in Eisenhüttenstadt gesprochen werden: Wie wurden damals Fremde zu Freunden? Und welche Erfahrungen machen Kinder aus aller Welt heute in der Stadt? Als Gast ist unter anderem Anna Krischker eingeladen, die für das Deutsche Rote Kreuz als Ehrenamtskoordinatorin für das Kompetenzzentrum Flucht und Migration in der Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt arbeitet. Kurator Axel Drieschner wird in das Werk und Leben von Walter Womacka einführen. Der Eintritt zum Kaffeeklatsch ist frei.

Museum in Eisenhüttenstadt oder Besuch auf Burg Beeskow

Wer möchte, kann sich von Freitag bis Sonntag, jeweils 11 bis 17 Uhr, natürlich auch die ständige Ausstellung zu Alltag, Politik und Geschichte in der DDR im Museum Utopie und Alltag ansehen und/oder die aktuellen Sonderausstellungen „Fremde Freunde. Völkerfreundschaft zwischen Ideal und Wirklichkeit“ und „Letzte Schicht: Brandenburg 1994“.  Der Eintritt ins Museum kostet 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Micky Maus: ARCHIV - 16.01.2014, Bayern, München: Micky Maus bei der Feier von Disney Channel.  (zu dpa: «Bayern im Disneyland: WM aber kein Micky-Maus-Turnier») Foto: Ursula Düren/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Micky Maus ist beliebt bei KIndern: Am Wochenende führt die Disney-Figur – hier bei einer Feier von Disney Channel – als animierter Gastgeber durchs Mitmach-Kino in Frankfurt (Oder).

Ursula Düren/dpa

Auch ein Ausflug zur Burg Beeskow lohnt am Wochenende. Dort ist die Ausstellung „Ehrhard Thoms – von Tier und Mensch“ zu sehen. „Das, was der Boden an Stein, Holz, Metall birgt, will Ehrhard Thoms durchaus wiederbeleben – hintergründig mit leichter Hand. Dieses ‚unfertig‘ Schöne gibt seinen Plastiken, Stein- und Holzskulpturen, Zeichnungen, Drucken und Collagen einen unverwechselbaren Ausdruck“, heißt es in der Ankündigung. Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Und wer sich lieber sportlich betätigen möchte, dem sei ein Besuch im Inselbad Eisenhüttenstadt oder aber in der Kletterhalle Klunker in Cottbus ans Herz gelegt.