A10 Center Wildau: Nächstes Geschäft muss schließen – das ist der Grund

Hammer war viele Jahre der Markt für Heimtextilien im A10 Center in Wildau. Nun gehen für immer die Lichter aus.
Jana ScholzErst vor wenigen Tagen gab es im A10 Center eine große Neueröffnung. Nach vier Jahren ganz ohne Elektronikmarkt konnte man für das Shoppingcenter eine Mieteinheit an die MediaMarktSaturn-Gruppe übergeben und einen MediaMarkt eröffnen. Etwa drei Wochen zuvor hatte bereits die gehypte Kette TK Maxx geöffnet als unmittelbarer Nachbar zum MediaMarkt-Neumieter. Zur gleichen Zeit etwa, wurden beim Fachmarkt für Heimtextilien, Hammer, Werbebanner für den Räumungsverkauf angebracht, die Rabatte bis zu 50 % auf alle im Markt verfügbaren Waren anpreisen.
Nach den Modeketten s.Oliver und Esprit, sowie dem Schuhmarkt Reno schließt damit zum Monatsende der nächste Mieter im A10 Center in Wildau. Noch bis zum 30. Oktober läuft im Heimtextil-Geschäft Hammer der Räumungsverkauf von Tapeten, Gardinen und Bettwaren, danach ist Schluss. Wie geht es in dem Einkaufscenter weiter, was kommt danach?
Mieterwechsel sind im A10 Center Wildau normal
Derzeit geben sich scheidende und neue Mieter im A10 Center buchstäblich die Klinke in die Hand. Auf die Frage, wie viele Wechsel es noch geben wird, sagt Center-Manager Frank Kosterka im Gespräch mit MOZ.de: „Ein Shoppingcenter ist wie ein lebender Organismus. Daher wird es immer wieder wechselnde Mieter geben. Momentan gibt es viele hoch expansive Konzepte, die ihre Präsenz ändern, große Mieter ziehen auf kleine Flächen, kleine Verkaufsräume werden gegen größere eingetauscht, das macht das Center lebendig.“
A10 Center Wildau feiert 2026 30-jähriges Bestehen
Im Jahr 2026 wird das Shoppingcenter an der Autobahn, das verkehrsgünstig zwischen dem Schönefelder Kreuz und dem Dreieck Spreeau liegt, bereits 30 Jahre alt. Mit den ansässigen Gewerbetreibenden versucht das Team rund um Center-Manager Kosterka immer am Puls der Zeit zu bleiben. Wie das gelingt, erklärt er so: „Wir machen Kundenbefragungen, haben aber auch immer wieder selbst den Wunsch, nach gewissen Konzepten und haben auch Wunschkandidaten. Wir hoffen sehr, dass wir unsere Kunden immer wieder überraschen können.“
Damit das so bleibt, sei man laut Frank Kosterka für alle Verkaufsflächen des Centers in Gesprächen und man habe zusätzlich auch eigene Ideen, die man in dem 66.000 Quadratmeter großen Einkaufstempel versuche unterzubringen. Allerdings sind immer wieder Firmenpleiten, auch bei großen Ketten, zu verzeichnen. „Grundsätzlich sind viele Insolvenzen, die wir jetzt noch beobachten, Nachwehen aus der Corona-Zeit. Die Geschäfte sind einfach in schlechte Fahrwasser geraten, aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels“, sagt Frank Kosterka.
A10 Center Wildau: Einige Geschäfte kamen neu hinzu
Neben den großen Eröffnungen von TK Maxx und dem MediaMarkt sind auch noch zwei weitere, kleinere Fashion-Stores eingezogen. Zum einen ein Frauenbekleidungsgeschäft mit dem Namen „Senses“ und ein Schuhladen namens „Unigo“. Schon in naher Zukunft wird ein weiteres Friseurgeschäft eröffnen — und was kommt noch? „Wir haben zahlreiche Flächen, wo die Mietvertragsverhandlungen dem Ende zugehen. Hoffentlich können wir noch dieses Jahr einige Neueröffnungen verkünden“, so Frank Kosterka weiter.
Langsam aber sicher kann man schon jetzt über die Weihnachtseinkäufe nachdenken. In diesem Jahr wird es in Wildau noch drei verkaufsoffene Sonntage geben. Der Startschuss dafür fällt am 3. November im Rahmen der „Art A10“, einer Kunstausstellung, die es bereits seit 2016 jedes Jahr im Center gibt. Und selbstverständlich werden am ersten (1.12.) und am dritten Advent (15.12.) die Centertüren geöffnet, damit auch wirklich jeder die Chance hat, bis zum Heiligabend alle Geschenke zu besorgen.

