Die Wassertafel Berlin-Brandenburg – eine Gruppe von Menschen, die sich teilweise schon lange aktiv für Wasser als öffentliches Gut und gegen den Klimawandel engagieren – ruft am Freitag zu einer Kundgebung unter dem Motto „Berlin-Brandenburg sagt: Tesla, Good Bye!“ auf. Dafür hat sich die Initiative keinen geringeren Standort als den Platz vorm Brandenburger Tor ausgesucht. Beginn: 10 Uhr.

Giga-Kritik an Giga-Projekt

„Aufgeschreckt durch die Fabrik, die Tesla in Grünheide vor den Toren Berlins unter Zeitdruck, ohne endgültige Genehmigung und unter Missachtung anerkannter Umweltstandards baut, haben wir beschlossen, gemeinsam publik zu machen, was mit dem Giga-Projekt auf uns, nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin, zukommt“, heißt es in der Ankündigung. Und weiter: „Ökologische Schäden und die Gefährdung des Trink- und Abwassers werden von der Politik bislang maximal als Kollateralschaden gesehen und öffentlich nicht bekanntgemacht oder problematisiert.“

Künstlerische Photoaktion angekündigt

Die Wassertafel will die Kundgebung auch für eine künstlerische Photoaktion nutzen, wie es heißt. Sie sei als Hinweis gedacht, dass vom 18. Juni bis 19. Juli rund „13.600 Seiten neuer Antragsunterlagen der Firma Tesla zu Errichtung und Betrieb einer Anlage am Standort Grünheide auslagen, die inhaltlich und vom Volumen die Möglichkeiten Einzelner, Einwendungen zu erheben, überfordern.“
Ziel sei es, dass möglichst viele Menschen bis zum Ende der Einwendungsfrist am 19. August ihre Bedenken formulieren und dem Brandenburgischen Landesamt für Umwelt zusenden. „Sachkundige Mitglieder unserer Gruppe werden anwesend sein, um die schwerwiegendsten Probleme aufzuzeigen“, kündigen die Initiatoren der Kundgebung an.
Mehr zur Gigafactory von Tesla in Grünheide bei Berlin gibt es auf einer Themenseite.
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