Hendrik Fischer, Staatssekretär im Brandenburger Wirtschaftsministerium, war am Montag auf Einladung der SPD-Fraktion nach Erkner gekommen. Fischer, unter anderem mit Investitionsförderung befasst, hatte seit Beginn an den Verhandlung mit Teslar teilgenommen.
"Es geht ja nicht nur um die 300 Hektar Wald, die fürs Werk gerodet werden", ruft eine junge Frau energisch dem Regierungsbeamten zu. "Wir ändern die Struktur einer kompletten Region und wir wollen nicht, dass das gegen die Wand fährt." Die Rednerin erntete Zustimmung im Publikum.
Nebst positiven Statements zur geplanten Investition unter anderem der Politiker Jörg Vogelsänger, Landtagsabgeordneter, und Bürgermeister Henryk Pilz, welche die geplante Industrieansiedlung als immense Chance für die Region betrachteten, kamen viele Bürger mit massiven Befürchtungen zu Wort. "Das Werk wird zu einem beträchtlichen Teil im Trinkwasserschutzgebiet liegen, aus dem 70 000 Menschen versorgt werden", merkte ein Besucher an, "wie soll Tesla mit Wasser versorgt werden, wenn doch jetzt schon Knappheit herrscht?"
Eine Unternehmerin sorgt sich um steigende Grundstückspreise, ein Redner fragt nach der Bereitschaft Teslas, in Grünheide Gewerbesteuer zu zahlen. Die Zahlungsdisziplin schätzte Staatssekretär Fischer aus einschlägiger Erfahrung an anderer Stelle positiv ein. Doch längst nicht alle Befürchtungen konnte er derart beherzt entkräften.