Dieter „Maschine“ Birr: So feiert der Ex-Frontmann der DDR-Band Puhdys Weihnachten

Dieter „Maschine“ Birr, Ex-Frontmann der DDR-Band Puhdys, ist unbestritten eine Ostrock–Legende. In diesem Jahr tourte er mit seinem Programm „Lieder für Generationen“ und trat etwa 40-mal live auf.
Jan Woitas/dpa- Dieter Birr feiert 2024 sein 80. Weihnachtsfest mit seiner Frau Sylvia an der Ostsee.
- Der Ex-Puhdys-Sänger tritt am 21. Dezember auf Usedom mit Uwe Hassbecker auf.
- Birr erinnert sich an frühere, große Familienweihnachten, die jetzt kleiner geworden sind.
- Am Heiligabend genießen sie im Hotel Entenbraten und Weihnachtslieder.
- Birr startet im Januar 2024 wieder mit Auftritten und plant eine neue Tour im September.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Er ist fast so „Alt wie ein Baum“, aber immer noch nicht bereit für die „Rockerrente“. Ein Entree, dass Dieter „Maschine“ Birr wahrscheinlich schon gar nicht mehr lesen kann. Aber es sind und bleiben seine größten Hits, die den Ost-Rocker zu einer lebenden Legende gemacht haben.
Der Mann, der für seine einstige Band „Die Puhdys“ mehr als 250 Linder geschrieben hat, ist im März dieses Jahres 80 Jahre alt geworden. 80 Jahre, die auch bedeuten, dass der Neuenhagener dieses Jahr sein 80. Weihnachtsfest feiern wird. Aber bis er sich unter den Baum setzt, muss er noch ein bisschen arbeiten – auch mit 80, weil er es kann und vor allem auch noch will.
„Am Samstag (21. Dezember) bin ich auf der Insel Usedom, da spiele ich noch mal in Loddin“, erzählt der Rockmusiker. Gemeinsam mit Uwe Hassbecker spielt er sein Programm „Lieder für Generationen“ und verspricht einen sehr intimen Abend. „Dieses Jahr bleibt bei uns die Küche kalt. Meine Frau Sylvia und ich hängen an den Auftritt noch ein paar Urlaubstage an der Ostsee dran. Das haben wir uns dieses Jahr verdient.“ Maschine und seine Sylvia gönnen sich dieses Jahr, den Weihnachtsabend und die Feiertage in einem Hotel zu verbringen und es sich richtig gutgehen zu lassen.
Dieter „Maschine“ Birr: „Einige Weihnachtsgäste leben nicht mehr“
„Weihnachten hat sich in der Vergangenheit immer bei uns Zuhause abgespielt. Da waren Kinder, Onkel und Tanten, meine Frau hat alle bekocht“, erzählt der Musiker. Allerdings wurde der Kreis mit den Jahren auch kleiner: „Wir wurden immer weniger, weil viele Menschen gar nicht mehr leben.“ Am Ende saßen Birr und seine Sylvia noch gemeinsam mit dem Sohn und der Enkeltochter im heimischen Wohnzimmer. „Deswegen haben wir diesmal gesagt, jetzt bleiben wir gleich da und lassen uns bedienen.“
Dass Weihnachten auch ohne den familiären Anhang klappt, weiß Dieter Birr schon. Vor zwei Jahren waren er und seine Frau schon mal über Weihnachten an der Ostsee. „Das ist ein tolles Hotel. Da stehen morgens an Heiligabend bunte Teller vor die Tür. Und alles ist so toll geschmückt und einfach urgemütlich. Und sie machen auch ein verdammt tolles Weihnachtsessen“, gerät der Sänger ins Schwärmen.
Entenbraten, Kohl und Klöße – das Rezept von Sylvia Birr
Als Maschine noch Kind war, erinnert er sich, habe sein Vater sich Jahr für Jahr um den Gänsebraten gekümmert. Vom Schmoren im Backofen über das Begießen mit Soße hat Maschines Vater das Zepter in der Küche übernommen. Normalerweise kümmert sich nun Ehefrau Sylvia um den Weihnachtsbraten. „Bei uns gibt es Ente, die reicht meistens gleich für zwei Tage“, sagt die Musiklegende. Aber fast genauso lange dauert es auch, bis der Braten fertig ist.
„Ein Handwerker hat mir mal das Rezept verraten, nach dem ich seit Jahren unsere Ente zubereite“, sagt Sylvia Birr. Das Geheimnis ist das Garen bei niedriger Temperatur. Ganze 10 Stunden bleibt das Wildgeflügel bei 80 Grad im Backofen und wird immer wieder begossen, damit es schön zart wird. Die Füllung ist traditionell aus Äpfeln. „Das ist dann ein bisschen wie Bratapfel und schmeckt sagenhaft gut“, ergänzt Maschine. Allerdings ist man sich bei den Beilagen nicht immer ganz einig. Während Sylvia Klöße den Kartoffeln vorziehe, würde der Sohn keinen Grünkohl mögen, aber dafür ordentlich beim Rotkohl zuschlagen. Maschine esse lieber Kartoffeln und vom Kohl nimmt er gerne beide Sorten.
Ein musikalischer Weihnachtsklassiker darf nicht fehlen
Wenn Dieter Birr am 21. Dezember in Loddin auf der Bühne steht, wird er auch zwei Weihnachtslieder zum Besten geben. Zum einen „Matrosenweihnacht“ von seinem Solo-Album und der Puhdys-Song „Weihnachten war das damals spektakulär“ vom Album „Dezembertage“. Er sagt, dass es um diese gewisse Atmosphäre gehe, die dabei entstünde, wenn man ein Weihnachtslied höre. Und auf die Frage, welches Lied für ihn das schönste Weihnachtslied sei, antwortet der 80-jährige „Stille Nacht, heilige Nacht“. Dieses Lied singt er dieses Jahr vielleicht ganz in Ruhe und Arm in Arm mit seiner Sylvia am Ostseestrand.
Denn die kleine Auszeit über Weihnachten will Maschine auch nutzen, um Kraft für das kommende Jahr zu tanken. Schon im Januar geht es mit Auftritten des jetzigen Programmes weiter und ab September will er dann seine neue Tour, „Lieder mit klassischen Saiten“, von Freiberg in Sachsen über Berlin bis nach Rostock mit einem Streichquintett spielen. Tickets dafür gibt es schon jetzt an allen bekannten Vorverkaufsstellen und sind auch eine spontane Geschenkidee zum Fest.

