Essen im A10 Center
: Das Café, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen

Das Café „My Coffee Place“ im A10 Center in Wildau lockt mit Kuchen, Softeis und Crêpes – seit mehr als 25 Jahren. Was sein Erfolgsgeheimnis ist.
Von
Sandra Ketterer
Wildau
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Das Team des My Coffee Place im A10 Center Wildau am 10.07.2025: Chefin Iris Meinke (links), Sohn Shawn Meinke, zwei der Mitarbeiterinnen

Chefin Iris Meinke (links) führt das Café „My Coffee Place“ im A10 Center in Wildau seit 1998. Inzwischen hat sie ihren Sohn Shawn dazu geholt – und zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Sandra Ketterer
  • Café „My Coffee Place“ im A10 Center Wildau besteht seit 1996, seit 1998 unter Iris Meinke.
  • Familien besuchen es über Generationen – Stammgäste schätzen Atmosphäre und Service.
  • Coronapandemie führte zu Schließung, wurde für Renovierungen genutzt – Café blieb erfolgreich.
  • Angebot: Frische Torten, Milchshakes, herzhafte Crêpes – Mango-Milchshake ist besonders beliebt.
  • Persönliche Stammkundenbindung: Geschichten von langjährigen Gästen prägen den Alltag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immer wieder unterbricht Chefin Iris Meinke das Interview, schüttelt hier eine Hand, ruft dort einen Gruß. Ihr Café „My Coffee Place“ hat Tradition im A10 Center in Wildau, ist mitten im Gang angesiedelt, zwischen Drogeriemarkt, Schreibwarenladen und mehreren Bekleidungsgeschäften. Alle paar Minuten hält jemand an, begrüßt sie oder bestellt einen Kaffee. Meinke strahlt, hat sie doch gerade erst betont, wie viele Stammkunden zu ihr kommen.

Seit 1996 gibt es das Café im großen Einkaufszentrum, seit 1998 gehört es Iris Meinke. „Mein Chef hatte mich gefragt, ob ich das Café kaufen will und ich habe nicht eine Sekunde gezögert“, erzählt sie. „Ich komme aus der Gastronomie und ein eigenes Café war schon immer mein Traum.“ Diese Liebe hat sie an ihren Sohn Shawn weitergegeben, der nach seiner Ausbildung ins kleine Unternehmen einstieg.

Das „My Coffee Place“ hat viele Stammgäste

Dass ein Geschäft so lange im A10 Center besteht, ist nicht selbstverständlich. Die Meinkes haben einige kommen und gehen sehen. Vor allem die Coronapandemie mit ihren Lockdowns und Beschränkungen habe manche so sehr belastet, dass sie aufgaben. „Wir mussten selbst ein halbes Jahr schließen“, erzählt Shawn Meinke. Sie hätten die Zeit zum Renovieren genutzt, neue Bezüge auf die Sitze gezogen, neue Kühlanlagen hinter der Theke eingebaut, Schränke repariert.

Die Meinkes und ihr Team hielten durch. Heute, so berichten sie strahlend, kommen Familien mit mehreren Generationen zu ihnen. „Wir kennen die Oma, die Mama, die Enkel“, sagt Iris Meinke. „Die Enkel werden als Babys an uns herangeführt und kommen jetzt noch mit 15.“ Mutter und Sohn kennen ihre Stammgäste, wissen, wer den Latte Macchiato ohne Kuhmilch trinkt und wer den herzhaften Crêpe mit Tomaten und Mozzarella bestelle – jede Woche aufs Neue.

Eine Geschichte ging Iris Meinke besonders ans Herz: Als eine Kundin ihr Grüße von ihrer jüngst verstorbenen Mutter ausrichtete. Die alte Dame sei über Jahre im Rollstuhl im Café vorbeigekommen. „Sie hat ihrer Tochter noch auf dem Totenbett gesagt, sie soll uns schön grüßen.“

Monika und Dieter Wahl im Café My Coffee Place im A10 Center in Wildau am 10.07.2025

Monika und Dieter Wahl besuchen das Café „My Coffee Place“ im A10 Center in Wildau mehrmals die Woche.

Sandra Ketterer

Vom Nachbartisch kommt Zustimmung: Monika und Dieter Wahl erzählen, dass sie zwei- bis dreimal die Woche ins Café kommen. „Wir bringen viele Freunde mit“, erzählt Monika Wahl, und ihr Mann ergänzt: „Wir fühlen uns hier sauwohl.“ Der Kuchen schmecke, auf dem Tisch stünden immer frische Blumen – und das Personal gebe einem das Gefühl, zuhause zu sein.

Kuchen und Milchshakes im A10 Center in Wildau

Mandarine-Schmand-Kuchen und Cappucchino im My Coffee Place im A10 Center in Wildau am 10.07.2025

Auf die Dekoration ihrer Teller legt das Team vom Café „My Coffee Place“ im A10 Center in Wildau genauso viel Wert wie auf die Zubereitung der Speisen.

Sandra Ketterer

Milchshakes bewirbt das Café auf einem großen Schild, mit Heidelbeeren oder Kokos-Mandel-Pralinen oder auch Zitrone-Keks. Basis sei immer das Vanille-Softeis, dazu kämen je nach Sorte frische Früchte. „Am beliebtesten ist Mango“, sagt Shawn Meinke.

Die Torten wie zum Beispiel Mandarine-Schmand machen sie frisch vor Ort, den beliebten Apfelstrudel lassen sie sich liefern. „Unsere Crêpes bestellen manche auch zum Abendessen, weil wir die auch mit herzhaften Belegen anbieten“, ergänzt er. Außerdem seien sie dicker, eher wie Eierkuchen, und machten satt.

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