Flughafen Schönefeld
: Sanitäter nach Vorfall am BER vom Dienst freigestellt

Ein Rettungssanitäter soll am Flughafen BER in Schönefeld einen zu behandelnden Mann getreten haben. Die Polizei ermittelt. Wie ist der aktuelle Stand?
Von
Maria Häußler,
Jana Scholz
Schönefeld
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Der Vorfall soll ich sich am Donnerstag im Check-In-Bereich des Flughafens Berlin-Brandenburg „Willy Brand“ in Schönefeld zugetragen haben.

Gewaltsamer Vorfall am BER: Im Check-In-Bereich des Flughafens Berlin-Brandenburg „Willy Brand“ in Schönefeld soll ein Rettungssanitäter mit einem Mann aneinandergeraten sein.

Jana Scholz
  • Rettungssanitäter tritt Passagier am Flughafen BER in Schönefeld; Polizei ermittelt.
  • Eskalation im Check-In-Bereich; beide Beteiligten verletzten sich gegenseitig.
  • Sanitäter vom Dienst freigestellt; Passagier auch in den Vorfall verwickelt.
  • Zeugen werden befragt, Videos ausgewertet; genaue Details noch unklar.
  • Flughafen und Luftfahrtbehörde prüfen Vorfall weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es sind schwerwiegende Anschuldigungen, die gegen einen Rettungssanitäter am BER in Schönefeld im Raum stehen. Bei einem Notfalleinsatz am vergangenen Donnerstag (13. Februar) soll ein medizinischer Ersthelfer im Check-In-Bereich des Flughafens in Schönefeld die Fassung verloren haben. Es heißt, der Sanitäter habe auf einen Patienten eingetreten, unter anderem gegen den Kopf.

Die zuständige Polizeidirektion Süd in Cottbus hat den gewaltsamen Vorfall inzwischen bestätigt, auch die Tritte. Jedoch stellt die Polizei gegenüber MOZ.de klar, dass nicht allein der Rettungssanitäter an der Auseinandersetzung beteiligt war.

Eskalation am BER: Polizei ermittelt wegen Körperverletzung

Sprecher Sascha Erler von der Pressestelle der PD Süd sagt: „Wir haben auf jeden Fall eine wechselseitige Körperverletzung“. Dies bedeutet, dass offenbar auch der 33-jährige Patient nicht unschuldig an dem Vorfall ist.

Noch sind die polizeilichen Ermittlungen zum genauen Ablauf des Gewaltvorfalls im Terminal 1 im Gange. „Wer wen zuerst geschlagen oder getreten habe, ist noch vollkommen unklar“, betont Erler weiter. Aktuell würden Zeugen vernommen und Videos von der Tat ausgewertet.

Nach Eskalation am Flughafen: Sanitäter vom Dienst freigestellt

Offen ist bislang, ob es sich bei dem Mann um einen Fluggast* handelte. Der Rettungssanitäter ist nach Angaben der Flughafengesellschaft des BER zunächst und bis auf Weiteres vom Dienst freigestellt. Axel Schmidt, Leiter der Unternehmenskommunikation am Flughafen Schönefeld, sagt: „Auf Grundlage der Vorkommnismeldung hat unsere Sicherheit gleich am Freitagmorgen den Ausweis des Beschuldigten gesperrt und den zuständigen Disziplinarvorgesetzten der Johanniter über die Sperrung informiert.“

Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen Sanitäter der Johanniter-Unfall-Hilfe. „Das ist der durch den Landkreis Dahme Spreewald gebundene Dienstleister, der für den Rettungsdienst am BER zuständig ist“, erklärt Schmidt.

Luftfahrtbehörde ermittelt ebenfalls zu Vorfall am BER

Auch die zuständige Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg ist über den Vorfall informiert worden. Laut Flughafen-Sprecher Schmidt sei diese für die weitere Prüfung seiner Zuverlässigkeit zuständig. Der Landkreis, der in diesem Falle als Arbeitgeber des Rettungssanitäters gilt, sagt, dass der Mitarbeiter gegenüber seinen Arbeitgeber bereits eine Stellungnahme abgegeben habe.

Ob und wann der Mann wieder in den Dienst am Flughafen BER in Schönefeld treten kann, ist unklar.

*Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Beitrages hieß es, der zu behandelnde Mann sei ein Passagier gewesen. Dies ist aber unklar. Wir haben die entsprechende Stelle angepasst.