Handball: Bange Minuten nach Abpfiff
Die Stimmung in der Grünheider Löcknitzhalle war nach dem letzten Saisonspiel der zweiten Männer in der Handball-Brandenburgliga etwas gedrückt. Hatte der Aufsteiger doch das Heimspiel gegen den HSV Wildau mit 19:22 (10:11) verloren und war als Vorletzter damit abhängig von einem anderen Spiel. Schlusslicht HC Bad Liebenwerda, das zuvor zwei Punkte weniger als der GSV hatte, spielte bei der TSG Lübbenau und durfte nicht gewinnen.
Es knisterte nur so vor Spannung in der mit mehr als 200 Zuschauern besser als sonst bei der Zweiten besetzten Löcknitzhalle nach der Schluss-Sirene. Spieler, die Leute vom Verein und die Fans verfolgten auf ihren Handys den Liveticker vom Lübbenau-Spiel. Bad Liebenwerda führte von der 13. bis 31. Minute ständig, lag beim 25:24 (48.) auch noch vorn. Doch als dann das Endergebnis von 30:27 bekannt war, atmeten Spieler, Verein und Zuschauer tief durch und freuen sich nun auf ein weiteres Jahr Brandenburgliga für den Grünheider SV II. Der Klassenerhalt wurde möglich, weil Meister SV Brandenburg-West sein Aufstiegsrecht wahr nimmt und keine Mannschaft aus Brandenburg aus der Oberliga Ostsee-Spree absteigt. „Somit gibt es diesmal nur einen Absteiger aus der Brandenburgliga“, bestätigte Spielleiter Michel Nowak.
Auch Dirk Köhler – der Co-Trainer der Grünheider Oberliga-Mannschaft trug diesmal die Verantwortung auf der Bank der Zweiten – war erleichtert. „Ich bin froh, dass wir auch in der nächsten Saison in Grünheide je eine Männermannschaft in der vierten und fünften Liga haben“, sagte er. „Wir hätten das Spiel gegen Wildau gewinnen können, wenn wir unsere vielen Chancen besser genutzt hätten.“
Emotionen vor und nach Spiel
Bis knapp zur Mitte der zweiten Halbzeit war es ein noch recht ausgeglichenes Spiel (12:13/41.). Doch den Grünheidern war die Nervosität anzumerken, trotz der Unterstützung von einigen Spielern aus der Ersten. Ballverluste, Pfosten und Latte waren oft Haupthindernisse für einen Erfolg. So zogen die Gäste davon – zwischenzeitlich mit sechs Toren Vorsprung – und gaben das Spiel nicht mehr aus der Hand. Doch die Gastgeber ließen trotz der Niederlage nach dem Feststehen des Klassenerhalts den Emotionen ihren Lauf.
Emotionale Momente hatte es auch schon vor der Partie gegeben. Zum einen holte sich die B-Jugend männlich des Grünheider SV den Applaus des Publikums für ihren Meistertitel in der Brandenburgliga ab. Zum anderen wurde der langjährige Trainer der zweiten Männer Ronny Winkler von Handball-Sektionsleiterin Susanne Warnst verabschiedet.
Winkler, der diese Mannschaft fünf Jahre betreute und zuvor schon Spieler war, hatte sein Amt beim Heimspiel zuvor niedergelegt. Als Grund für seinen Rücktritt nannte er „unterschiedliche Auffassungen“ zwischen ihm und der Abteilung, die er nicht näher ausführen wollte. „Ich habe die Entscheidung schweren Herzens getroffen“, sagte der 37-Jährige, der sich das letzte Punktspiel als Zuschauer ansah. Susanne Warnst dankte Ronny Winkler „für sein jahrelanges Wirken und seine große Einsatzbereitschaft für den Verein, gerade auch im Jugendbereich“. Und das Publikum spendete ihm viel Applaus.
Kreisrangliste Oder-Spree
Frauen: 1. Sophie Nimptsch 5:0 Siege,2. Jessica Panter (beide Blau-Weiß Groß Lindow) 4:1, 3. Kira Zippel (SV Woltersdorf) 3:2, 4. Rita Goldschmidt (SV Mixdorf) 2:3, 5. Anja Richter (Woltersdorf) 1:5,6. Angela Hummel (TTF Neuzelle) 0:5Männer, Halbfinale: Tino Heider – Mike Schachner (beide Pneumant Fürstenwalde) 3:0, Boguslaw Kubicki (SG Rauen) – Fabian Schneider (Pneumant) 3:0, um Platz 3: Schachner – Schneider 3:0, Finale: Heider – Kubicki 3:0, ... 5. Erich Hillmann, 6. Andreas Westphal, 7. Jürgen Heinze (alle Pneumant) und Alexander Heinze (Vorwärts Bad Saarow), 9. Robert Noack (Woltersdorf), 10. Fabian Uecker (Pneumant), 11. Hartmut Gaertner (SG Chemie Erkner), 12. Michael Thiele (Groß Lindow)

