Still ruht der See – wie überall im Amateursport so auch bei den Viertliga-Handballern des Grünheider SV. Gerade mal zwei Punktspiele – daheim 30:20 gegen die Sp.Vg. Blau-Weiß Berlin und 21:26 beim Ludwigsfelder HC – haben die Randberliner in der seit Ende Oktober unterbrochenen Saison in der Süd-Staffel der Oberliga Ostsee-Spree ausgetragen. Und auch Mannschaftstraining ist nicht möglich. Wann sich das ändern wird, ist bei der derzeitigen Lage in der Corona-Pandemie nicht abzusehen. Die Spielbetrieb ist erst einmal bis mindestens Ende Februar ausgesetzt.
GSV-Cheftrainer Frank Morawetz befürchtet sogar, dass die Saison überhaupt nicht mehr fortgesetzt wird. „Ich gehe davon, dass nichts mehr angepfiffen wird. Ich kann mich zwar irren, doch in der momentanen Situation weiß niemand, wie es weitergeht. Handball ist derzeit nicht im Fokus. Jetzt ist wichtig, dass alle die Pandemie gut überstehen. Und ich denke nicht, dass der Lockdown ab Anfang Februar gelockert wird.“

Mindestens vier Wochen Vorbereitung vor dem Re-Start

Falls es doch einen Re-Start geben sollte, ist der nach Auffassung von Morawetz „wohl kaum vor Ende März oder Mitte April möglich. „Wir brauchen mindestens vier Wochen Vorbereitung. Wir müssen da verantwortungsvoll mit den Spielern umgehen nach dieser langen Pause.“
Übrigens sprechen Morawetz, Co-Trainer Dirk Köhler und die Mannschaft einmal wöchentlich per Videokonferenz miteinander – um zumindest in Kontakt zu bleiben und zu hören, wie es allen in dieser Zeit ergeht. Trainiert wird von den Spielern individuell mit Laufen und Krafttraining zu Hause.

Frank Morawetz sieht Austragung der WM kritisch

Zur am Mittwoch (13. Januar) in Ägypten beginnenden Handball-Weltmeisterschaft ist Frank Morawetz „sehr zwiegespalten. Ich sehe in dieser außergewöhnlichen Situation das Spielen einer WM kritisch.“ Der deutschen Mannschaft traut der GSV-Trainer mit etwas Glück das Erreichen der K.-o.-Runde zu. Dort sei dann nichts unmöglich. „Ich habe mich aber derzeit nicht viel damit beschäftigt und bin also weit weg davon.“