Am vergangenen Donnerstag (5. August) hat sich im Morgengrauen ein Feuerwehr-Tross von Freienbrink aus auf den Weg zum Nürburgring gemacht. Er gehörte zum Brandenburger Einsatzkontingent, das aktuell mit 213 Helfern in Rheinlandpfalz bei der Beseitigung der Hochwasserschäden tatkräftig mit zupackt.
Seit Freitag (6. August), 7 Uhr, helfen die Märker vor allem in den Ortschaften der Gemeinde Altenahr im Landkreis Ahrweiler. Mittwochmorgen (11. August) bricht ein weiterer Konvoi von Freienbrink aus in das Katastrophengebiet auf. Das hat Kreisbrandmeister Klaus-Peter Schulz mitgeteilt.
Diesmal handelt es sich um je einen Rüstwagen aus Grünheide und Altlandsberg, einen Mannschaftstransportwagen aus Bad Freienwalde sowie ein Kommandofahrzeug aus Grünheide. Insgesamt machen sich 11 Einsatzkräfte auf den Weg. Wie Schulz erklärt ersetzen sie eine Mannschaft aus Oberhavel, die angezeigt hatte, nur bis zum 11. August im Katastrophengebiet mit anpacken zu können. Abermals werde es um die erweiterte technische Hilfeleistung gehen.

Öliges Wasser muss abgepumpt werden

Wie Martin Burmeister, Pressesprecher im Potsdamer Innenministerium, auf Nachfrage sagte, gehöre zu den momentanen Aufgaben vornehmlich das Abpumpen von mit Öl belastetem Wasser, Materialtransporte, Sicherungsmaßnahmen an Gebäuden und Räumarbeiten. „Man kann das Engagement der Frauen und Männer aus Brandenburg gar nicht hoch genug schätzen“, lobt Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen. „Sie packen tatkräftig an, um unseren Landsleute im Süd-Westen Deutschlands zu helfen, diese schreckliche Katastrophe zu bewältigen.“ Alle Einsatzkräfte seien freiwillig dabei und das gehe nur, weil ihnen ihre Familien und Arbeitgeber den Rücken freihalten. „Ihnen allen gilt daher unser Dank.“

Freistellung ist unbedingt notwendig

Klaus-Peter Schulz richtet trotzdem einen grundsätzlichen Appell an die Arbeitgeber, die Notwendigkeit der Freistellung zu erkennen. Sicher, das könne den Unternehmen kurzfristig ein personelles Problem bereiten. Die Priorität liege aber eindeutig darin zu helfen, wenn Hilfe nottut. „Die Wetterprognosen sprechen klar dafür, dass auch unsere Region künftig von Starkregen in dieser Dimension betroffen sein kann. Und dann brauchen wir die gleiche Solidarität und Hilfe.“

Viel Lob für die Märker

Die Arbeit der Einsatzkräfte im Flutgebiet – acht Stundnen am Tag – sei sehr schwer, berichtet Schulz. Und dreckig. Zudem belaste das, was die Helfer vor Ort an tragischen Umständen sehen, die Psyche. „Sie werden aber sowohl von den Betroffenen als auch von der Einsatzleitung gelobt.“ alle seien von den Märkern hellauf begeistert, freut sich Schulz über das Feedback.
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