Infrastruktur: Kurt-Kattanek-Haus in der Seestraße Erkner eröffnet im Frühjahr die neue DRK-Geschäftsstelle
Kleine Baubesprechung auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes in der Seestraße in Erkner: Gerade stimmen Bauleiter Frank Weiche (Hoch- und Tiefbau Eisenhüttenstadt) und Klaus Bachmayer, hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Märkisch-Oder-Havel-Spree, die Feinplanung der Aufzüge mit einem Firmenvertreter ab. Derzeit entsteht dort auf dem Areal das dreigeschossige Kurt-Kattanek-Haus. Der Rohbau steht, das Dach ist drauf. Gerade ziehen Elektriker die Leitungen, andere Handwerker bereiten den Innenputz vor.
Auf dem DRK-Gelände in der Seestraße sind einige Einrichtungen bereits seit Jahren fester Bestandteil der sozialen Versorgung in Erkner – die Schwangerenberatung, die Sozialstation, verschiedene Praxen und eine Wohngruppe gehören dazu. Der neue Massivbau soll das Angebot des Trägers stützen und erweitern.
Vier verschiedene Nutzungen sind geplant für das neue Haus. In den beiden oberen Etagen entstehen vier geräumige Zwei-Zimmer-Wohnungen für Menschen über 65 mit Pflegebedarf. Klaus Bachmayer sieht jede Menge Bedarf in Erkner für seniorengerechten Wohnraum. „Schon gleich als wir im Herbst 2018 das Baustellenschild aufstellten, habe sich Menschen für die Wohnungen gemeldet“, erzählt er. Anders als in manch anderen Senioreneinrichtungen des DRK können die Bewohner in der Seestraße frei wählen, ob sie Pflege- oder Freizeitangebote des Trägers nutzen möchten. "Wir wollen was Modernes ohne Treppen“, hatten ältere Leute Klaus Bachmayer immer wieder angetragen. Der Chef des DRK-Kreises arbeitet zwar in der Fürstenwalder Zentrale, wohnt aber selbst in Erkner. Er weiß von vielen älteren Eigenheimbesitzern, die sich nicht mehr um ihre Grundstücke kümmern wollen oder können. Daneben gibt es diejenigen, die sich im Alter einfach etwas mehr Komfort wünschen. Die vier entstehenden Wohnungen im Kattanek-Haus mit Quadratmetermieten um die zehn Euro kalt sind allerdings bereits so gut wie vermietet. Es gibt sogar schon eine Warteliste.
Pflegedienst im Erdgeschoss
Im Erdgeschoss zieht sobald wie möglich die DRK-Sozialstation mit ihrem ambulanten Dienst – derzeit ansässig im flachen Nachbargebäude – ein. Von hier aus werden weiterhin die Pflegekräfte starten, um chronische Kranke, Behinderte oder kurzzeitig Hilfesuchende zu Hause zu versorgen. Auch die neuen Bewohner im Kattanek-Haus, die voraussichtlich im April einziehen, können sich von ihnen unterstützen lassen. Außerdem wird im Erdgeschoss eine neue Regionalgeschäftsstelle einziehen. „Das ist für alle lokalen DRK-Mitarbeiter, Ehrenamtlichen und unsere Mitglieder praktisch, die sich dann über kürzere Wege freuen können“, meint Bachmayer. Außerdem entsteht wird im Erdgeschoss ein Schulungsraum, in dem zum Beispiel Erste-Hilfe-Kurse angeboten werden.
Der Namensgeber des neuen Hauses, Kurt Kattanek, hatte als ehrenamtlicher Vorstand und später Präsident des Kreis-DRK die Arbeit des Verbandes begleitet. Ihm stand er von 1993 bis zu seinem Tod 2015 unterstützend zur Seite – auch noch, als der Träger vor vier Jahren einen seiner Schwerpunkte auf die Betreuung Geflüchteter legte.



