Innovationspreis
: Unternehmen mit Sitz in Erkner wird ausgezeichnet

Jährlich belohnt das Brandenburger Wirtschaftsministerium Firmen für besondere Leistungen im Bereich „Innovationen“. Dieses Jahr sind zwei Firmen aus dem Bereich der Kunstoff- und Naturfaser Herstellung an der Reihe.
Von
Kerstin Ewald
Erkner
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  • Chemiewerk: Die Herstellung von Phenolharz hat in Erkner Tradition. Nun hat das Unternehmen Prefere Resins in Erkner die synthetische Produktion weiterentwickelt.

    Chemiewerk: Die Herstellung von Phenolharz hat in Erkner Tradition. Nun hat das Unternehmen Prefere Resins in Erkner die synthetische Produktion weiterentwickelt.

    Christian Heinig
  • Im Labor: Elke Fliedner, Technische Leiterin bei Prefere Resins Erkner, erläutert eine Neuentwicklung bei der Herstellung von Phenolharz.

    Im Labor: Elke Fliedner, Technische Leiterin bei Prefere Resins Erkner, erläutert eine Neuentwicklung bei der Herstellung von Phenolharz.

    Kerstin Ewald
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Wirtschaftsminister Jörg Steinbach hat am Mittwoch (15. September) die Firma Prefere Resins mit Stammsitz in Erkner mit dem Brandenburger Innovationspreis 2021 ausgezeichnet. Dem Unternehmen ist es gelungen bei der Herstellung von Phenolharz einen Teil des erdölbasierten chemisch verarbeiteten Phenols durch den nachwachsenden Rohstoff Lignin zu ersetzen, heißt es in der Presseerklärung zur Verleihung. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die sich Prefere Resins mit der ebenfalls ausgezeichneten Firma Bio-Lutions in Schwedt teilt.

Anwendung noch ausweiten

„Uns ist es gelungen ein biobasierte Lignin-Phenolharz herzustellen, das marktfähig ist“, erklärt die Firma dazu. Im Moment wird das Lignin zwar vorerst nur bei Blumen-Steckschaum angewendet. Die Firma will die Anwendung aber europaweit auf andere Segmente ausweiten. Phenolharz wird zum Beispiel auch in Sperrholz, Mineralwolle, Bremsbelägen und bei Schleifscheiben verwendet. Der Stoff wird in Erkner seit über 100 Jahren nach der überwiegend gleichen Rezeptur hergestellt.

Ziel ist es CO2 einzusparen

Mit dem neuen nachwachsenden Stoff Lignin, der zum Beispiel bei der Papierherstellung als Abfallprodukt anfällt und verbrannt wird, möchte die Firma auch CO2 einsparen.