Ironman Erkner 2026
: USA auch dabei - wo die meisten Teilnehmer herkommen

Beim Ironman 70.3 in Erkner werden rund 3000 Triathleten aus 75 Nationen erwartet. Aus welchen Ländern die meisten Teilnehmer kommen und was ihnen besonders gefällt.
Von
Christian Heinig
Erkner
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Ironman 2025 in Erkner: Alle Wettbewerbe starten mit dem Schwimmen im Dämeritzsee am Sportzentrum.

Ironman in Erkner: Alle Wettbewerbe starten mit dem Schwimmen im Dämeritzsee. Für das bevorstehende Wettkampf-Wochenende werden wieder rund 3000 Teilnehmer in die Oder-Spree-Region kommen, viele davon aus Berlin und Brandenburg.

Christian Heinig
  • Erkner wird am Wochenende zum Saisonfinale im Ironman mit rund 3000 Starterinnen und Startern.
  • 75 Nationen sind gemeldet, 2093 Teilnehmende kommen aus Deutschland – UK und NL folgen.
  • Höhepunkte: 5150 am Samstag, Ironman 70.3 am Sonntag mit Schwimmen im Dämeritzsee.
  • Frauenanteil liegt bei über 27 Prozent. Veranstalter loben Strecke, Natur und Berlin-Nähe.
  • Verkehr: Sperrungen Samstag 8–10.50 Uhr Rad, bis 12.30 Uhr Lauf; Sonntag 8–14.30 Uhr Rad, bis 17 Uhr Lauf.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn sich die Athletinnen und Athleten am Strandbad Erkner in den Dämeritzsee stürzen, beginnt für viele mehr als nur ein Triathlon. Es ist der Moment, auf den sie monatelang hingearbeitet haben. Zwei Tage lang wird Erkner am kommenden Wochenende (12. und 13. September) zum Schauplatz des deutschen Saisonfinales im Ironman – mit rund 3000 Starterinnen und Startern aus 75 Nationen.

Für manche geht es um eine schnelle Zeit, für andere ums Ankommen. Viele von ihnen stehen sogar vor einer Premiere. Nach Angaben des Veranstalters, der Ironman Germany GmbH, absolvieren fast 70 Prozent der Teilnehmenden in Erkner ihren ersten Ironman 70.3 oder ihren ersten 5150-Triathlon.

Auch für Erkner (Landkreis Oder-Spree) selbst ist es ein besonderes Wettkampfwochenende – immerhin findet die Großveranstaltung zum nunmehr fünften Mal hier, statt. Und die Entwicklung der letzten Jahre kann sich aus Sicht der Rathausspitze sehen lassen

Ironman in Erkner: Ein „echtes Aushängeschild“ für die Stadt

„Die Veranstaltung ist inzwischen ein echtes Aushängeschild für unsre Stadt und die gesamte Region geworden“, sagt Bürgermeister Henryk Pilz (parteilos) vorab. Besonders freue ihn, dass immer mehr internationale Athletinnen und Athleten den Weg nach Erkner finden. „Sie erleben nicht nur einen großartigen Triathlon, sondern lernen gleichzeitig die Schönheit unserer Brandenburger Natur kennen“, so Pilz in einer Mitteilung. Der Bürgermeister hofft deshalb auch auf viele Zuschauer. „Ich kann allen Bürgerinnen und Bürgern nur empfehlen, entlang der Strecke vorbeizukommen und die besondere Atmosphäre dieses Sportwochenendes live mitzuerleben.“ Den Teilnehmenden wünscht er zugleich viel Erfolg.

Am Sonnabend eröffnet zunächst der „5150“-Wettbewerb das Wochenende. Auf die Triathleten warten 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen – die olympische Distanz. Dazu kommt mit dem „Ironkids Swim & Run“ auch der Wettbewerb für die Jüngsten. Am Sonntag folgt dann der Höhepunkt: der Ironman 70.3 Erkner mit 1,9 Kilometern im Wasser, 90 Kilometern auf dem Rad und 21,1 Kilometern zu Fuß.

Während die Schwimmwettbewerbe im Dämeritzsee stattfinden, streift der Rad-Kurs durch Erkner und die Oder-Spree-Region, darunter Gosen-Neu Zittau, Grünheide und Spreenhagen. Die Laufstrecke wiederum beschränkt sich allein aufs Stadtgebiet.

Wirft man einen genaueren Blick aufs Starterfeld, zeigt sich, wie international es in Erkner zugeht. Die meisten Athleten reisen wenig überraschend aus Deutschland an. Angemeldet haben sich nach Angaben des Veranstalters 2.039 deutsche Teilnehmende. Doch auch Sportler anderer Herkunftsländer sind zahlreich vertreten. Auf Platz zwei im Ranking folgt Großbritannien mit 216 Startern vor den Niederlanden mit 192. Ebenfalls in den Top 10 vertreten sind: Dänemark (93), Tschechien (79), Belgien (76), Schweiz (69), Polen (55), Frankreich (39) und die USA (38).

„Wir haben auch Teilnehmer aus Argentinien, China, Japan, Indien, Island, Taiwan und Südafrika“, betont Markus Hanusch, Sprecher von Ironman Germany. „Also man sieht, dass das Rennen immer internationaler wird.“ Eine Rolle dabei dürfte sicher die Nähe zur Metropole Berlin spielen, an die Erkner angrenzt.

Auffällig ist auch der Frauenanteil. Mehr als 27 Prozent der Teilnehmenden sind Frauen – das sind mehr als 800 Athletinnen am Rennwochenende. Für den Veranstalter ist das ein Zeichen, dass Erkner als offenes Rennen für unterschiedliche Leistungsniveaus wahrgenommen wird.

Daniel Gottschall, Regionaldirektor von Ironman Germany, sagt: „Die Kombination aus schneller Strecke, familiärer Atmosphäre, der wirklich wunderschönen Natur und der Lage direkt vor den Toren Berlins macht das Rennen für Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso attraktiv wie für erfahrene Athletinnen und Athleten.“

Wettkampf in Erkner: Lob von Teilnehmenden

Der Ironman 70.3 in Erkner ist eines von vier Rennen dieser Reihe in Deutschland. Die anderen werden in Kraichgau, Duisburg und Leipzig ausgetragen. Wer dort jeweils gut abschneidet, kann sich für die Weltmeisterschaft 2027 in Chattanooga in den USA qualifizieren. Zu den weiteren großen Ironman-Rennen in Deutschland gehören auch die Wettkämpfe in Hamburg und Frankfurt (Main). Für die Austragung in Erkner läuft der aktuelle Vertrag noch bis 2027.

Laut einer Athleten-Umfrage aus dem Vorjahr schätzen die Starter an Erkner vor allem das Gesamterlebnis in der Gastgeberstadt. Auch die Strecken werden überwiegend positiv bewertet. Vereinzelt gab es auch Kritik, etwa am Kopfsteinpflaster bei der Laufstrecke und einzelnen Schlaglöchern. Zudem wünschten sich einige mehr Stimmung auf der „Finish Line“ im Stadion am Sportzentrum.

Laut des lokalen Renndirektors Marko Manthey sollen hier in diesem Jahr unter anderem Schüler der Löcknitz-Grundschule die Teilnehmer anfeuern. Auch sonst sind rund um den Ironman wieder zahlreiche Helfer und Unterstützer im Einsatz.

Ironman in Erkner - Einschränkungen im Verkehr

Am Ironman-Wochenende kommt es in Erkner sowie den umliegenden Gemeinden Gosen-Neu Zittau, Grünheide und Spreenhagen temporär zu Sperrungen.

Am Samstag (12.9.) bewegen sich die grundsätzlichen Sperrzeiten für die Rad-Strecke von 8 bis 10.50 Uhr und für die Laufroute bis 12.30 Uhr. Je nach Ortslage gibt es dabei Unterschiede.

Für den Hauptwettkampf am Sonntag (13.9.) sehen die Sperrzeiträume wie folgt aus: Von 8 Uhr bis 14.30 Uhr für die Rad-Strecke und bis 17 Uhr für die Laufrunde in der Stadt. Zu beachten ist: An beiden Tagen wird bereits 30 Minuten vor der Vollsperrung eine sogenannte „Vorsperre“ eingerichtet.

Konkrete Hinweise speziell für das Stadtgebiet in Erkner folgen in einem gesonderten Text.