Kommunalwahl
: Gosen-Neu Zittauer haben viel Auswahl

In Gosen-Neu Zittau will sich der ehrenamtliche Bürgermeister Thomas Schwedowski gegen drei Herausforderer behaupten.
Von
Joachim Eggers
Gosen-Neu Zittau
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  • Thomas Schwedowski tritt für die SPD an.

    Thomas Schwedowski tritt für die SPD an.

    privat
  • Frank Nakoinz kandidiert für die Freien Wähler.

    Frank Nakoinz kandidiert für die Freien Wähler.

    Joachim Eggers
  • Anja Grabs bewirbt sich als grüne Bürgermeisterin.

    Anja Grabs bewirbt sich als grüne Bürgermeisterin.

    Robert Recker
  • Günter Sierakowski ist Einzelbewerber.

    Günter Sierakowski ist Einzelbewerber.

    privat
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Thomas Schwedowski (SPD)

Der 57-jährige Beamte der Deutschen Rentenversicherung setzt als Amtsinhaber einen Schwerpunkt auf Bildung. Vorrang habe für ihn jetzt der Bau der neuen Kita in Gosen. 2020 soll der Hort in das Neu Zittauer Schulgebäude einziehen und damit mehr Platz haben. Zweites wichtiges Thema ist Wohnen. Schwedowski verweist auf die niedrigen Mieten von vier bis fünf Euro kalt in den Gemeindewohnungen. Nach dem Wohnhaus in der Berliner Straße schwebt Schwedowski vor, ein baugleiches Objekt in der Spreebordstraße zu errichten. Die Trinkwasserschutzzone in ganz Neu Zittau könnte dem entgegenstehen. Schwedowski will Rechtsmittel dagegen prüfen. Er will den öffentlichen Nahverkehr verbessern, die Feuerwehren gut ausstatten und einen neuen Hausarzt für Neu Zittau finden.

Frank Nakoinz (Freie Wähler)

Vieles sei gut gelaufen, sagt Frank Nakoinz, aber in einigen Bereichen sehe er Potenzial für Verbesserungen. Der 46-jährige EDV-Techniker, der in mehreren Vereinen aktiv und im Lauf der Wahlperiode in die Gemeindevertretung nachgerückt ist, spricht das Stichwort Transparenz an. Ihm schwebt eine breitere Einbeziehung der Bürger bei den Entscheidungen vor; dabei könnte die Kommunikation über ein Internet-Portal helfen. Ein wichtiges Thema ist für ihn der Verkehr, vor allem auf den Schulwegen. Der Radweg zwischen beiden Ortsteilen sei einfach zu schmal, auch den schon oft besprochenen, aber nie realisierten Wunsch eines Radwegs nach Burig will Nakoinz noch einmal anpacken. Überhaupt sei es wichtig, die Bürger aus den Randbereichen wie Burig nicht zu vergessen.

Anja Grabs (Grüne)

Anfragen zu Baumfällungen und Verkehrsfragen hat Anja Grabs bei den Sitzungen der Gemeindevertretung immer wieder gestellt. Natur- und Umweltschutz treiben die 38-jährige Stewardess um. Die Fällungen an der Landesstraße zwischen Gosen und Neu Zittau kritisiert sie als präventiven Kahlschlag. Dabei sei sie nicht grundsätzlich gegen Fällungen, bestehe aber auf den vorgeschriebenen Ausgleichspflanzungen. Ein wichtiges Thema für sie wäre, dass die Gemeinde sich dem Maerker-Portal anschließt, über das Bürger Missstände melden können. Beim innerörtlichen Verkehr könnte sie sich vorstellen, die Eingangsstraßen-Regelung in der Neu Zittauer Siedlung aufzuheben. Anja Grabs begrüßt den Kita-Neubau in Gosen und hofft auf ein gesundheitsorientiertes Profil.

Günter Sierakowski

Wie vor fünf Jahren tritt der Neu Zittauer als Einzelwahlvorschlag zur Wahl an. Die Wählergruppe Bürgernah, die an die von Sierakowski geleitete Fraktion der Gemeindevertretung anknüpft, hat detaillierte Vorschläge zu so allen Feldern der Gemeindepolitik ausgearbeitet, die klar Sierakowskis Handschrift tragen. Der 67-jährige Betriebswirt fasst das Programm mit dem Leitthema generationengerechtes Miteinander zusammen. Zwei Themen hätten sich jetzt ganz nach oben katapultiert: Verbesserung des Ortsbildes durch mehr Sauberkeit und Sicherheit und die medizinische Versorgung in Neu Zittau. Insgesamt sei er „der Kandidat, der Zeit hat“, sagt der Rentner. Er hat jetzt auch einen achtseitigen Tätigkeitsbericht seiner Fraktion verfasst.

Sollte keiner der vier im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bekommen, gibt es, wie 2014 auch, eine Stichwahl. Sie findet gegebenenfalls am 16. Juni statt.