Mode
: Gut beraten in den Herbst

Saisonwechsel ist Kleidungswechsel. Händler aus der Region wollen sich mit gutem Service von Internetversendern absetzen.
Von
Joachim Eggers
Erkner
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  • Curryfarben ist weiter gefragt: Evelin Höhnke (links) lässt sich in der Boutique Bellina im Citycenter in Erkner von Inhaberin Anett Kuhl beraten.

    Curryfarben ist weiter gefragt: Evelin Höhnke (links) lässt sich in der Boutique Bellina im Citycenter in Erkner von Inhaberin Anett Kuhl beraten.

    Annette Herold/MOZ
  • Gemütliches für die Nacht: Gundi Rangnow präsentiert ein Herrennachthemd.

    Gemütliches für die Nacht: Gundi Rangnow präsentiert ein Herrennachthemd.

    Annette Herold/MOZ
  • Kristin Krüger aus Erkner

    Kristin Krüger aus Erkner

    Annette Herold/MOZ
  • Daniel Cyranka

    Daniel Cyranka

    Joachim Eggers
  • Roswitha Fritsche aus Wilhelmshagen

    Roswitha Fritsche aus Wilhelmshagen

    Annette Herold/MOZ
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Und da geht es dieser Tage oft um die Herbstgarderobe, auch wenn das Geschäft erst allmählich in Schwung kommt. Kundinnen schauen sich um, verschaffen sich einen Überblick, um dann gezielt zu kaufen, weiß Anett Kuhl.

Wohligkeit gegen das Internet

Ihnen „ein wohliges Gefühl zu vermitteln“ ist eine Strategie der Händlerin gegen die Konkurrenz im weltweiten Datennetz. In der Boutique wird auf gute Beratung gesetzt und darauf, dass die Verkäuferinnen Stammkunden kennen und so auf sie eingehen können. „Durch Persönlichkeit und Individualität versuchen wir ein Bewusstsein für das Heimatshoppen schaffen“, sagt Anett Kuhl.

Den Einkauf vor Ort zieht Ina Wedde, Inhaberin der Boutique „Einfach anziehend“ schon von Berufs wegen vor. Aber auch ganz privat hält sie viel davon, in ein Geschäft zu gehen und sich etwas auszusuchen, speziell bei Bekleidung. Viele ihrer Kunden halten es ähnlich. Muster sind in der neuen Saison modern, weiß die Fachfrau, Hahnentritt ebenso wie Karo und Animalprints, und durchaus auch miteinander kombiniert. Aber statt jeden Trend mitzumachen, empfiehlt Ina Wedde: „Man sollte tragen, was einem steht.“ Das Angebot der Saison sei vielfältig und reiche von Ponchos über kastige Grobstrickpullover bis zu Leder als Hemd, Hose, Rock oder Mantel. Doch noch lasse sich ihre durchaus modebewusste Kundschaft Zeit mit dem Herbsteinkauf. „Das geht erst richtig los, wenn es kälter wird.“

„Ich verkaufe auch noch ganz gut Sommerware, weil es so mild ist“, berichtet auch Hagen Richter, Inhaber von R & R Moden im Gosener Müggelpark. Aber auch Jacken, Westen und Hosen für die bevorstehende Übergangszeit würden gut gekauft. „Besonders bei den Hosen achten die Käufer auf die Farbe“, sagt der Händler. „Die Männer nehmen Rost und Oliv, die Frauen Ockergelb.“ Vor allem die Damen setzten auf peppige Schnitte. „Alles, was modisch ist, wird gern angefasst.“

Dass es für viele untendrunter auch modisch sein muss, berichtet Gundi Rangnow, Inhaberin des Wäschegeschäftes in der Friedrichstraße. Gerade wird das 25-jährige Bestehen des Ladens begangen – und in dieser Zeit hat sich die Inhaberin viele Stammkunden erarbeitet. Frauen würden gern zu den Oberteilen passende Wäsche tragen, erzählt sie. Da seien jetzt BH und Slip in Grau, Weinrot, Maisgelb oder Flaschengrün gefragt. Männer griffen eher auf Bewährtes zurück – manche sogar auf ganz Traditionelles. Herrennachthemden nämlich sind nach wie vor gefragt.

Kleiden Sie sich zur neuen Saison neu ein?

Kristin Krüger (31) aus Erkner: "Gerade habe ich mir Gummistiefel gekauft. Kleidung folgt, aber ich erneuere nicht die komplette Garderobe. Ich arbeite im Büro, da möchte ich schon angemessen gekleidet sein. Im Herbst trage ich gern Kleider oder lange Oberteile mit Stiefeln oder Boots."

Daniel Cyranka (41) aus Köln: "Von neu Einkleiden kann keine Rede sein. Seit ich mit meiner Freundin zusammen bin, ist der Klamottenkauf ihre Sache. Ohne dass wir das abgesprochen hätten, hat sie das Ruder übernommen. Ich kaufe mir höchstens einmal im Jahr eine Hose." ⇥Foto: J. Eggers

Roswitha Fritsche (75) aus Wilhelmshagen: "Ich kaufe mir gern einmal ein neues Stück, um es mit dem zu kombinieren, was ich in der Vorsaison gern getragen habe – wie die Hose, die ich gerade trage. Aber ich sehe mich schon als modern-sportlichen Typ, ganz klassisch ist nicht mein Fall."