RE1 am Bahnhof Fangschleuse
: Noch kein Halt bei Tesla - Bahn nennt Grund

Der neue Bahnhof Fangschleuse bei Tesla Grünheide geht mit Verspätung an den Start. Was ist der Grund? Und wann hält voraussichtlich der erste RE1 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder)?
Von
Christian Heinig
Grünheide
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Neuer Bahnhof Fangschleuse in Grünheide: Der erste Halt eines RE1 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) verzögert sich. Im Hintergrund: Die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.

Neuer Bahnhof Fangschleuse in Grünheide: Der erste Halt eines RE1 zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) verzögert sich. Im Hintergrund: Die Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg.

Christian Heinig
  • Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla startet mit Verspätung wegen Technikproblemen.
  • Bei der Abnahme der Leit- und Sicherungstechnik gab es Verzögerungen – Freigabe am Abend.
  • Odeg rechnet mit ersten RE1‑Halten noch am Samstag; Ersatzbusse fahren wegen Sperrung.
  • Züge sollten ursprünglich ab 4.17 Uhr halten, Verbindungen bis zum Nachmittag sind gestrichen.
  • Vor Ort wird weiter gebaut: Tunnel und Bahnsteige sind noch nicht fertig, teils Zugänge provisorisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das hat man sich bei der Deutschen Bahn sicher anders vorgestellt. Im Rekordtempo hat die Bahn-Tochter DB Infra Go direkt auf Höhe der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide den neuen Bahnhof Fangschleuse hochgezogen, um den angepeilten Eröffnungstermin am Samstag, 15. August, zu schaffen. Doch nun verzögert sich die Eröffnung – und damit auch der erste Halt des RE1 am neuen „Tesla-Bahnhof“.

Die gute Nachricht für alle Tesla-Beschäftigten und Reisenden: Die Verspätung bei der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs ist wohl nur eine Frage von Stunden, nicht von Tagen.

Nach Angaben der DB ist es bei den Arbeiten an der Stecke zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) zu Verzögerungen gekommen. Und zwar im technischen Bereich.

Neue Bahnhof Fangschleuse: Streckenfreigabe am Abend

Eine Bahn-Sprecherin teilt auf Nachfrage mit: „Bei der Abnahmeprüfung der Leit- und Sicherungstechnik kam es zu Verzögerungen“. Die Streckenfreigabe könne daher erst heute Abend erfolgen. Man bedauern die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste.

Pendeln

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Wann genau der Zugbetrieb aufgenommen werden kann, ist allerdings zur Stunde offen. Die Bahn verweist hier an die Odeg als Betreiber der RE1-Strecke zwischen Berlin und Frankfurt (Oder).

Bei der Odeg geht man aktuell scheinbar davon aus, dass noch am Samstag erste Züge am neuen Bahnhof halten können. Auf der Internetseite heißt es dazu: „Achtung auf der Linie RE1: DB InfraGO verlängert die Baumaßnahme zwischen Erkner und Frankfurt (Oder) um voraussichtlich 24 Stunden bis zum 15.08.2026, ca. 21:00 Uhr.“

Ob tatsächlich nach 21 Uhr wieder Züge rollen oder schon früher oder auch erst später, wird sich zeigen. Ursprünglich war der erste RE1 am Samstag um 4.17 Uhr erwartet worden.

In den Apps des VBB und von BVG.de sind alle Verbindungen bis zum Samstagnachmittag gestrichen. Gleiches gilt für die Anzeigetafeln am neuen Bahnhof Fangschleuse leuchteten. Wegen der Verlängerung der Streckensperrung, die für den Abschnitt Erkner-Berlin sogar noch länger gilt, hat die Odeg einen Busnotbetrieb eingerichtet.

Neuer Tesla-Bahnhof ist noch Baustelle - was gebaut wird

Am neuen Bahnhof Fangschleuse, von dem neben Tesla auch Reisende und Pendelnde aus der Region profitieren sollen, laufen derweil weiterhin Bauarbeiten. Im Tunnel werden derzeit noch Fließen verlegt und Wände gestrichen. Auch die Bahnsteige sind noch Baustelle. Teile des südlichen Bahnhofsvorplatzes sind zudem abgesperrt. Der Zugang nördlich wiederum ist inzwischen zwar geöffnet, aber Zum Tel noch unbefestigt. Parallel wird auch noch am Übergabebahnhof für den Güterverkehr gebaut.

Neuer Bahnhof Fangschleuse: Im Tunnel laufen noch Bauarbeiten. Hier wird an einigen Stellen der Boden gefließt und die Wände gestrichen.

Neuer Bahnhof Fangschleuse: Im Tunnel laufen noch Bauarbeiten. Hier wird an einigen Stellen der Boden gefließt und die Wände gestrichen.

Christian Heinig

Der RE1 soll am neuen Bahnhof Fangschleuse zunächst in beiden Richtungen nur an Gleis 1 halten. Auch deshalb gibt es zu Beginn jeweils nur einen Halt pro Stunde. Nach bisheriger Planung soll ab 25. August dann auch ein zweites Gleis in Betrieb gehen. Das wird dann vermutlich Gleis 4 sein, denn an Gleis 2 und 3 fehlen aktuell noch die Schienen.

Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: Am Gleis 2 (links) sowie Gleis 3 (rechts) fehlen noch Schienen.

Neuer Bahnhof Fangschleuse bei Tesla: An Gleis 2 (links) sowie Gleis 3 (rechts) fehlen noch Schienen.

Christian Heinig

Trotz der verzögerten Eröffnung sind am Samstag einige Kiebitze unterwegs, um sich den neuen Bahnhof anzuschauen, der in Rekordzeit entstanden ist. „Wann fährt denn jetzt der erste Zug“, ruft ein Radfahrer beim Vorbeifahren mit einem Lachen. Ein Ehepaar aus Grünheide sagt: „Wir wollten mal schauen, ist ja wirklich groß geworden“, sagen sie.

Der neue Bahnhof Fangschleuse löst die „alte“ Station ab, die Ende Juli rund zweigeschlossen wurde. Diese war zu den Hauptverkehrszeiten an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen. Zudem können dort die längeren, achtteiligen RE1-Züge nicht halten.

Bahnhof Fangschleuse - längere Bahnsteige für RE1

Der Bahnhof Fangschleuse wird von der InfraGo AG der Deutschen Bahn (DB) direkt neben dem Tesla-Werk als Personen- und Güterbahnhof neu errichtet. Spatenstich war im April 2025, die Eröffnung des Personenhalts ist für den 15. August 2026 geplant.

Die Kosten des gesamten Projektes belaufen sich nach Bahn-Angaben auf rund 200 Millionen Euro. Die rund 60 Millionen Euro für die Personen-Station werden vom Land Brandenburg finanziert. Die Planung des Bahnhofsumfeldes liegt bei der Gemeinde Grünheide, sie beteiligt sich auch an den Kosten.

An den neuen Bahnsteigen mit 220 Metern Länge können auch die neuen achtteiligen Züge des RE1 der Odeg stoppen. Die neuen Gleisanlagen für den Güterverkehr sollen den Industriestandort Freienbrink besser anbinden, darunter das Tesla-Werk. Sie sollen bis Dezember 2026 fertig werden.