Sicherer Umgang mit Technik
: Wenn Smartphones zu oft klingeln

Fast 30 Senioren haben sich am Mittwochnachmittag in Erkner in die Geheimnisse der Smartphones einführen lassen.
Von
Joachim Eggers
Erkner
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Da müssen Sie wischen: Veronika Pavlova (Mitte) erklärt Angelika Ulm (links), wie sie ihre Fotos auf dem Smartphone verwalten kann. Marianne Simon schaut interessiert zu.

Joachim Eggers

„Seit Wochen kriege ich Anrufe aus dem Ausland, und wenn ich rangehe, werden mir Gebühren abgezogen.

Was kann ich dagegen tun?“ Helge Janz aus Erkner war eine der ersten, die beim „Café der Begegnung“ am Mittwochnachmittag eine Frage stellte. Fast 30 Senioren waren in die überfüllte Begegnungsstätte der Gesellschaft für Arbeit und Soziales (Gefas) in der Friedrichstraße gekommen, um sich über die Geheimnisse ihrer Smartphones auszutauschen.

Der Rat, den Veronika Pavlova und Paul Behrendt der Rentnerin gaben, lautete: Die Nummer sperren oder den Anruf ignorieren. „Also sperren heißt blockieren?“, bohrte Helge Janz nach, die schon gelesen hatte, dass man in solchen Fällen die Nummer der Bundesnetzagentur melden soll.  Paul Behrendt, Bundesfreiwilliger der Gefas aus Grünheide, warnte, dass das Blockieren nicht viel bringe. „Die rufen dann von einer anderen Nummer aus an.“ Ignorieren führe dazu, dass die Anrufer irgendwann aufgeben. „Die Anrufe sind belastend“, berichtete Helge Janz der MOZ. Die Nummern stammten aus Zentral–afrika und Russland. Nur einmal habe sie ein Gespräch angenommen, ganz kurz. „Da kam dann Musik, ich habe gleich wieder aufgelegt.“

Wo man das Gerät ein– und ausschaltet, wie das mit dem Akku funktioniert, wie man einen Kontakt abspeichert und wieder löscht — solche Fragen wurden eingehend erklärt. Veronika Pavlova, 24–jährige Studentin der technischen Informatik, erklärte den Senioren am Kaffeetisch, wie und wo sie auf ihrem Gerät Fotos finden. Angelika Ulm erfuhr auf diese Weise, dass vermeintlich schon gelöschte Fotos an anderer Stelle doch noch auftauchen. Ein Smartphone hat die 75–Jährige schon länger und kommt nach eigener Aussage auch einigermaßen damit klar. „Mein Sohn erklärt mir immer noch etwas, wenn er da ist“, erzählte sie. Ähnlich war es bei ihrer Tisch–Nachbarin Marianne Simon, die das Smartphone eher ihrem Mann überlässt, der wiederum Hilfe von der Tochter in Anspruch nehme. „Aber so richtig klappt es nicht.“