Sperrung in Eichwalde: L401 nach Berlin ein Jahr dicht – so verläuft die Umleitung

Die Durchfahrtsstraße L401 in Eichwalde wird wegen Bauarbeiten für etwa ein Jahr voll gesperrt. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen und mehr Zeit für die Umfahrungen einstellen.
Christian HeinigDie L401 ist die Hauptstraße, die die Ortschaften Eichwalde, Zeuthen und Wildau (Dahme-Spreewald) zwischen Berlin-Schmöckwitz und Königs Wusterhausen verbindet. Die viel befahrene Pendler-Trasse, die aktuell noch aus kleinen Pflastersteinen statt einer modernen Asphaltdecke besteht, soll auf einer Länge von rund 950 Metern saniert und ausgebaut werden. Dazu ist eine einjährige Vollsperrung der Zeuthener Straße nötig, die für Autofahrer Umwege und mehr Zeit bedeutet.
Wie der Landesbetrieb Straßenwesen auf seiner Homepage mitteilt, wurde bereits Mitte September mit den Vorbereitungen für die geplanten Bauarbeiten begonnen, damit ab dem 7. Oktober in dem Bereich rangeklotzt werden kann. Angedacht ist für die nötigen Arbeiten eine Zeitspanne von einem Jahr – also bis September 2025.
Sperrung in Eichwalde – weiträumige Umleitung steht fest
In dieser Zeit finden die Bauarbeiten in zwei Etappen statt. Der erste Bauabschnitt beginnt hinter der Friedenstraße und endet vor der Einmündung Schmöckwitzer Straße. Wenn man die Zeitvorgaben des Landesverbandes Straßenwesen betrachtet, ist der Zeitraum für die erste Etappe bis Juli 2025 angegeben. Der zweite Bauabschnitt schließt an den ersten Bauabschnitt an und endet hinter der Einmündung Lindenstraße.
Für Pendler bedeutet die Vollsperrung der Hauptstraße eine weiträumige Umfahrung des Gebiets. Und damit auch einen erhöhten Zeitverlust.
Umfahrungen der L401 nach der offiziellen Umleitung
Die U1 von Königs Wusterhausen über Niederlehme nach Schmöckwitz führt über die L40, L30, und die L301 bzw. umgekehrt, ist der Umleitungsweg als U4 ausgeschildert.
Die U2 von Königs Wusterhausen über Waltersdorf nach Schmöckwitz, führt über die B179 bis zur Anschlussstelle A10, L400 und die L301 und ist der Gegenrichtung als U3 ausgeschildert.
Zusätzlich werden auch die Busse der Regionalen Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (RVS) umgeleitet. Informationen zum Fahrplan lassen sich auf der Internetseite der RVS finden.
Ortskundige Autofahrer werden die offizielle Umleitung dagegen aus Zeitgründen vermutlich eher meiden und versuchen, sich über kleinere Seitenstraßen in Eichwalde und Zeuthen an der Vollsperrung vorbeizuschlängeln. Das könnte wiederum dort zu erhöhtem Verkehr und auch Ärger bei Anwohnern führen.
Wichtig dabei ist zu wissen ist, dass die Seitenstraßen durchaus ihre Tücken haben. Die Godbersenstraße in Eichwalde etwa, die direkt an der Grenze zu Berlin-Schmöckwitz liegt, ist nicht wirklich für jeden Fahrzeugtyp geeignet. Wer mit einem tiefergelegten Automobil unterwegs ist, sollte die etwa 800 Meter lange Kopfsteinpflaster-Piste besser meiden, auch wenn auf dem Abschnitt nur Tempo 20 erlaubt sind.
Auch für größere Fahrzeuge, vor allem Lkw, sind die zum Teil schmalen Nebenstraßen in Eichwalde ungeeignet.
Eichwalde: Die beste Ausweichroute an der Baustelle vorbei
Sperrung: Was wird in Eichwalde überhaupt gebaut?
Laut Mitteilung des Landesbetriebes Straßenwesen soll zunächst die sieben Meter breite Fahrbahn der Zeuthener Straße auf 6,50 Meter reduziert werden. Dies sei nötig, weil in diesem Bereich Entwässerungssenken am Fahrbahnrand entstehen müssten. Zusätzlich würden zwei Verkehrsinseln entstehen – zum einen in der Höhe des Netto-Markts in der Zeuthener Straße und zur anderen in Höhe der Maxim-Gorki-Straße.
Des Weiteren sei auch noch die Aufstellung einer Bedarfsampel in Höhe der Kreuzung Zeuthener Straße/Tschaikowskistraße angedacht, um die Verkehrssicherheit beim Überqueren der Durchfahrtsstraße in Richtung Eichwalder Badewiese zu gewährleisten.
Da es sich um eine Sanierung der Fahrbahn handelt, werde während der Bauphase auch das gesamte Kleinpflaster der Straße entfernt. Bis jedoch im kommenden Jahr die Straße asphaltiert werde, würde sie nur mit Schotter aufgefüllt. Somit haben Grundstücksbesitzer weiterhin die Möglichkeit, ihre Einfahrten zu nutzen und können unbesorgt ihre Fahrzeuge auf dem Grundstück abparken..
Sperrung in Eichwalde: Wie verkehren Bus und Bahn?
Die S-Bahn fährt in dem Bereich zum Glück planmäßig. Sämtliche Bauarbeiten auf der Strecke Königs Wusterhausen – Grünau sind zunächst abgeschlossen. Es besteht jedoch weiterhin Pendelverkehr ab dem S-Bahnhof Grünau. Pendler, die auf den Bus angewiesen sind, hatten bereits seit Mitte September Zeit, sich an die Umleitung zu gewöhnen. Die Linie 733 fährt seit dem über die Schmöckwitzer Straße durch die Wagnerstraße, eine Ersatzhaltestelle wird an der Friedensstraße eingerichtet.

