Städtebauförderung
: Spaziergang in Erkners Zukunft

Erkneraner können am Sonnabend bei einer geführten Tour erkunden, wo sich ihre Stadt verändern soll.
Von
Joachim Eggers
Erkner
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Werbung für den Städtebau-Tag: Dieses Rathaus-Team um Vize-Bürgermeister Clemens Wolter (2. von links) wird am Sonnabend gut gelaunt und gut beschirmt durch Erkner führen.

Joachim Eggers

Im April haben die Stadtverordneten ein umfangreiches Papier mit dem Titel „Städtebauliche Zielplanung“ beschlossen, das eine Reihe von Maßnahmen beschreibt. Die werden, wenn sie mal realisiert sind, das Antlitz der Stadt sichtbar verändern, und einige der möglichen Veränderungen werden bei dem Rundgang vorgestellt. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Rathaus. Von dort geht es als erstes zum Chemie–Kabinett an der Ecke Beuststraße, wo Stadthistoriker Frank Retzlaff über den Chemie–Standort Erkner reden wird, sagt Daniela Sell, die Sprecherin im Rathaus.

Idee Industrielehrpfad

Nächste Station ist am Bahnhof mit seinem Umfeld. Dieser Bereich ist einer der Schwerpunkte der Zielplanung. Die Idee, sagt Birgit Knöchelmann, Fachfrau für die Stadtentwicklung im Rathaus, ist, dort einen Industrielehrpfad anzulegen. Die Rahmenbedingungen sind schwierig, wegen der Altlasten im Boden muss die Fläche versiegelt bleiben, um nur ein Stichwort zu nennen. Die Stadt plant dort einen Architektenwettbewerb.

Dann nähert sich der Rundgang den Projekten, für die die Stadt schon voriges Jahr Städtebau–Fördermittel beantragt hat. Die erste ist der Flakensteg; dort werden aus dem Städtebau–Programm zunächst keine Fördermittel für den Wiederaufbau kommen, aber die Stadt versucht, andere Töpfe zu erschließen.

Dann geht es weiter zum Gerhart–Hauptmann–Museum. Dort hat die Stadt viel vor: barrieregerechter Umbau der Villa Lassen, ein Anbau linker Hand vom Haupteingang, in dem die jetzt im Rathauskeller eingequetschte Stadtbibliothek Platz finden soll, außerdem das Stadtarchiv, eine Touristen–Info und womöglich ein Café. Damit der denkmalgeschützte Altbau nicht überragt wird, gibt es Überlegungen zu einem unterkellerten Eingeschosser. Auch für dieses Projekt soll es einen Architektenwettbewerb geben; angesichts der finanziellen Dimension des Vorhabens handelt es sich eher um ein mittelfristiges Vorhaben.

Das ist beim Kirchvorplatz anders. Dessen Umgestaltung ist planerisch schon weit vorangetrieben, auch, weil dort Fördergeld zur Verfügung steht. Insgesamt stehen 500 000 Euro für den Umbau bereit, sagt Birgit Köchelmann. Eine Arbeitsgruppe hat aus mehreren Vorschlägen einen Siegerentwurf gekürt. Nächstes Jahr soll er verwirklicht werden. Wie der Platz künftig aussehen soll — das wird am Sonnabend, ab 12 Uhr, an Ort und Stelle vorgestellt.

Der Rundgang, sagt Daniela Sell, findet bei jedem Wetter statt — „außer, wenn es junge Hunde regnet“. Sollte das Interesse sehr groß sein, werden zwei Gruppen gebildet, damit alle Teilnehmer auch akustisch folgen können.