Tesla Brandenburg: Semi Truck kommt nach Europa, wird er in Grünheide gebaut?

Auch ein Fall für die „Giga Berlin“ in Grünheide (Brandenburg)? Tesla zeigt seinen Elektro-Lkw Semi erneut auf der „IAA Transportation“ in Hannover. Dort will der US-Konzern auch erste Details zum geplanten Launch des vollelektrischen Sattelzuges in Europa nennen.
Julian Stratenschulte/dpa- Tesla kündigt den Marktstart des Elektro-Lkw Semi in Europa an – Details folgen auf der IAA.
- In Hannover will Tesla Spezifikationen und Einführungstermine für Europa nennen.
- Bisher entsteht der Semi nur in den USA, gebaut in einer Fabrik im Bundesstaat Nevada.
- Produktion in Grünheide ist nicht ausgeschlossen, Elon Musk nannte die „Giga Berlin“ als Option.
- In Grünheide läuft aktuell das Model Y vom Band, Batterieproduktion soll 2027 ausgebaut werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vorgestellt wurde er bereits 2017, nun will Tesla seinen Elektro-Lkw Semi auch in Europa auf den Markt bringen. Das hat das US-Unternehmen in einer Mitteilung angekündigt. „Der Semi kommt nach Europa“, heißt es darin.
Details zur Einführung des Tesla Semi nannte Tesla aber noch nicht. Dies soll auf der IAA-Messe für Nutzfahrzeuge in Hannover erfolgen, die in diesem Jahr vom 15. bis 20. September stattfindet. „Im Rahmen der Messe wird Tesla die Spezifikationen des europäischen Semi sowie weitere Details zu seiner Einführung in Europa veröffentlichen“, so das Unternehmen.
Noch wird der Semi nur in den USA gebaut. Eine Frage, die sich da mit Blick auf Deutschland unweigerlich aufdrängt, ist: Bleibt das so – oder gibt es auch Pläne für den Semi und die Gigafactory in Grünheide?
Elon Musk spricht über Tesla Semi und die Fabrik in Grünheide
Tesla ist dazu angefragt, eine Antwort steht noch aus. Fest steht: Gänzlich ausgeschlossen dürfte eine Produktion des Tesla-Trucks in Brandenburg nicht sein. Elon Musk selbst hatte den Semi mehrfach mit der „Giga Berlin“ genannten Fabrik in Verbindung gebracht. Zuletzt im März 2026, vor den Betriebsratswahlen.
Damals sagte er in einem Video-Interview, das er mit Werkschef André Thierig führte, an die Belegschaft gerichtet: „Ich denke, es gibt viele spannende Möglichkeiten für das nächste Produkt, das in der Gigafactory Berlin gefertigt wird.“ Dabei nannte er zunächst das Robotaxi Cybercab als das „wahrscheinlichste Ziel“. Aber auch der humanoide Roboter Optimus und der Tesla Semi-Heavy Truck seien denkbar, fügte Musk hinzu.
Aus der „Giga Berlin“ rollt bislang nur das Model Y
Bislang baut Tesla in Grünheide lediglich ein einziges Fahrzeug: das Mittelklassen-SUV Model Y. Eine zweite Produktionsstrecke für ein weiteres Fahrzeug gibt es nicht. Tesla investiert aber weiterhin in den Standort und will ihn weiter ausbauen. Zum einen wird in Folge einer gestiegenen Nachfrage aktuell die Produktion des Model Y erhöht. Zum anderen soll die Batterieproduktion 2027 massiv ausgebaut werden. Dabei entstehen laut Tesla auch Hunderte neue Jobs. Aktuell arbeiten mehr als 11.500 Menschen in der Brandenburger Fabrik.

Ist bislang das einzige Tesla-Fahrzeug „made in Brandenburg“: ein Model Y vor der „Giga Berlin“ in Grünheide.
Christian HeinigWas den Tesla Semi angeht, so ist dieser gerade erst dabei, die Straßen zu erobern. Produzieren wollte ihn das US-Unternehmen ursprünglich bereits ab 2019, schob den Start aber immer wieder auf. In größeren Stückzahlen wird der vollelektrische Lkw erst seit April diesen Jahres gebaut – in der Fabrik im US-Bundesstaat Nevada. In den USA sind auch schon erste Semi-Trucks unterwegs. Einer der ersten Kunden ist der Getränkehersteller Pepsi.
Die geschätzte Reichweite des Semi gibt Tesla mit gut 800 Kilometern an. In Europa gibt es bereits mehrere Lkw-Hersteller, die vollelektrische Sattelzüge auf dem Markt haben. Mit denen müsste es Tesla aufnehmen, darunter Mercedes, Volvo und Renault.
Einige Unternehmen setzen hierzulande bereits auf Lkw mit reinem E-Antrieb, auch in Brandenburg. An der Autobahn A12 – nicht weit von Tesla in Grünheide – entsteht zudem ein großer Ladepark für elektrische Lkw. (mit dpa)


