Obwohl noch immer keine abschließende Genehmigung für die Gigafactory in Grünheide vorliegt, kennt Tesla-Chef Elon Musk nur eine Richtung: vorwärts. Und er macht Druck. Am Rande des Treffens mit Armin Laschet, dem Kanzlerkandidaten der Union, betonte er, dass er als Produktionsstart für seine E-Auto-Fabrik den Oktober 2021 anpeilt. Das ist neu. Zuletzt hatte Musk, nachdem der ursprüngliche Termin im Juli nicht zu halten war, von Ende 2021 gesprochen.

Tag der offenen Tür am 9. Oktober

Doch das ist nicht alles. Wenige Stunden nach dem Treffen mit Laschet auf der Baustelle der Gigafactory kündigte der Tech-Milliardär auf dem Kurznachrichtendienst „twitter“ für den 9. Oktober eine Fabrik-Besichtigung für die Öffentlichkeit an – samt Volksfest. Also auf gut deutsch: einen Tag der offenen Tür. In einem weiteren Tweet schob her hinterher, dass dabei Menschen aus Berlin und Brandenburg Vorrang haben sollen.

Landesregierung reagiert zurückhaltend

Die Brandenburger Landesregierung reagierte nach Angaben der Deutschen-Presse-Agentur zurückhaltend auf Musks Äußerung zu Oktober. Bis zum 19. August laufe die Frist für mögliche Einwendungen eines geänderten Genehmigungsantrags von Tesla, erklärte das Umweltministerium auf Anfrage. Im Anschluss werden die Einwendungen und Stellungnahmen der Behörden geprüft.

Protest am Brandenburger Tor

Umweltverbände und Naturschützer stemmen sich seit Monaten offensiv gegen den Bau der Gigafactory. Mehrfach kam es zu Klagen gegen Vorab-Baugenehmigungen. Am gleichen Tag, an dem Musk und Laschet sich in der Gigafactory trafen, protestierten Kritiker am Brandenburger Tor in Berlin gegen die Tesla-Fabrik. Sie sorgen sich um das Trinkwasser.
Mehr zur Gigafactory von Tesla in Grünheide bei Berlin gibt es auf einer Themenseite.
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