Tesla Grünheide: Nach Brandanschlag auf Stromnetz – Polizei sucht nach Zeugen

Anschlag auf Tesla: Dieser Strommast bei Steinfurt in der Gemeinde Gosen-Neu Zittau hat gebrannt. Er liegt in der Nähe der Gigafactory.
Dennis Lloyd BrätschNach dem Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. Zudem wird nach dem Brand eines Hochspannungsmastes bei Steinfurt, der für einen weiträumigen Stromausfall in der Region gesorgt hatte, nach Zeugen für die Tat gesucht.
Nach Angaben der Polizei sei es am Dienstag, 5. März, gegen 5.15 Uhr zu einem Brand eines Strommastes im Ortsteil Gosen Neu-Zittau gekommen.
Polizei bittet um Angaben zum Brand
„Wer hat die Straftat in der Nacht vom 04.03.2024 zum 05.03.2024 bemerkt und kann zu deren Aufklärung beitragen“, fragt die Polizei. Gefragt wird außerdem nach Angaben zu möglichen Tatverdächtigen. Auch sachdienliche Hinweise werden erbeten.
Hinweise nehme jede Polizeidienststelle entgegen, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und der Polizei Brandenburg. „Auch über die Internetwache der Polizei Brandenburg können Hinweise gegeben werden.“
Tesla und Edeka weiterhin ohne Strom
Der Strommast, der in Brand gesteckt wurde, befindet sich auf einem Feld rund 3 Kilometer Luftlinie von der Gigafactory entfernt. Durch den Brand war in den umliegenden Gemeinden Freienbrink, Erkner, Gosen, Neu Zittau, Dahlwitz-Hoppegarten, Neuenhagen, Schöneiche und Woltersdorf zeitweise der Strom ausgefallen. Betroffen waren außerdem die Tesla-Fabrik sowie das Güterverkehrszentrum Freienbrink (GVZ), in dem Edeka ein Logistikzentrum betreibt.
Sowohl Tesla als auch Edeka sind bislang ohne Strom. Netzbetreiber Edis arbeitet „unter Hochdruck“, wie es heißt, an einer vorläufigen technischen Lösung zur möglichst zügigen Wiederversorgung.

Tesla: Brandanschlag auf Strommast bei Steinfurth
Jörn Sandner MMH GrafikTesla rechnet mit Millionen-Schaden
Die Produktion in der Tesla-Fabrik bleibt bis voraussichtlich Ende nächster Woche unterbrochen, hatte der US-Elektroautobauer am Mittwochabend mitgeteilt. Der wirtschaftliche Schaden soll im Millionen-Bereich liegen.
Zu dem Brandanschlag hatte sich die linksextreme Vulkangruppe bekannt. Das Bekennerschreiben wird von der Polizei als echt eingestuft.



