Anschlag auf Tesla Grünheide: Gigafactory hat wieder Strom
+++21:18 Uhr Edeka und Gigafactory haben wieder Strom +++
Fast eine Woche nach dem Brandanschlag steht die Tesla Gigafactory in Grünheide wieder unter Strom, Edeka ebenfalls. Wann startet die Produktion?
+++ 18:30 Uhr Hitlergruß und Schlägerei bei Demo in Grünheide +++
Bei einer Demonstration gegen die Erweiterung der Tesla-Fabrik in Grünheide ist der Hitlergruß gezeigt worden, haben Vermummte zudem Sänger Björn Banane angegriffen. Was Extremisten von rechts und links im Protest eint.
+++ 14:05 Uhr Tesla zur aktuellen Situation der Stromversorgung +++
„Die Giga Factory ist nach wie vor ohne Strom. Wir warten aktuell darauf, dass die Factory wieder ans Stromnetz angeschlossen wird“, hieß es am Montag von Tesla. Durch den Reparaturfortschritt des Netzbetreibers könnte das am Montagabend der Fall sein. Dann könnten die Systeme nach und nach wieder hochgefahren werden. Wie lange es dauert, bis die Produktion wieder vollumfänglich aufgenommen werden kann, ist demnach aktuell noch nicht zu sagen.
+++ 12:48 Uhr Vulkangruppe entschuldigt sich bei Einwohnern +++
Die Vulkangruppe hat sich nach dem Brandanschlag bei den vom Stromausfall betroffenen Privathaushalten und Kleinunternehmen rund um Grünheide entschuldigt. Wie die Gruppe dennoch die Aktion verteidigt.
+++ 11:37 Uhr Woidke schreibt Dankesbrief an Feuerwehr +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat einen Dankesbrief an die Feuerwehr geschrieben. „Wenn es brennt, wenn Hilfe benötigt wird, dann sind Sie alle sofort dabei (...) Ein brennender Strommast, erst recht ausgelöst durch einen mutmaßlichen terroristischen Anschlag, ist aber sicher auch für Sie keine ganz alltägliche Situation“, hieß es in dem Schreiben an die freiwilligen Feuerwehrleute im Kreis Oder-Spree.
Woidke schrieb: „Es wurde nicht nur die Produktion eines Wirtschaftsunternehmens gestoppt, sondern Leben gefährdet. Das macht auch die ganze Dummheit eines solchen Anschlags deutlich.“ Zehntausende Menschen seien ohne Strom gewesen, auch soziale Einrichtungen mit vielen Hilfsbedürftigen betroffen gewesen.
+++ Montag, 11. März 9:19 Uhr Hoffnung auf Neustart bei der Gigafactory am Abend +++
Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung könnten die Reparaturarbeiten bei Tesla deutlich früher beendet sein als bislang angenommen. „Aufgrund der außerordentlich zügigen Montagearbeiten sowie dem hervorragenden Zusammenspiel aller am Bau beteiligten Unternehmen, besteht nunmehr die Chance auf eine vorzeitige Wiederversorgung der Giga-Factory sowie des Logistikzentrums in den Abendstunden des morgigen Montags“, teilte der zuständige Netzbetreiber Edis am Sonntagabend mit. Entscheidend für die Wiederversorgung sei das Ergebnis einer Hochspannungs-Messung, die an diesem Montag durchgeführt werden soll.
+++ 19:23 Uhr Über 1.000 Demonstranten gegen Tesla-Erweiterung +++
Begleitet von der Polizei haben Umweltaktivisten am Sonntagnachmittag in Grünheide gegen die Erweiterungspläne des E-Autobauers Tesla demonstriert. Die Sprecherin des Umweltbündnisses „Tesla den Hahn abdrehen“, Lou Winters, sagte, es seien weit über 1.000 Teilnehmer gekommen. Die Polizei machte zur Größe des Demonstrationszuges keine Angaben.
Die Sicherheitsbehörde erließ die Auflage, dass sich Demonstrierende nicht vermummen dürfen. Auf Plakaten stand „Weniger Auto, mehr Raum zum Leben“ und „Water is a Human Right“. Die Zusammensetzung der Teilnehmer war bunt gemischt, einige kamen mit dem Fahrrad, auch Familien waren bei der Demonstration dabei. Der Protestzug des Bündnisses „Tesla den Hahn abdrehen“ richtet sich vor allem gegen die Erweiterung des Tesla-Geländes für einen Güterbahnhof und Logistik- und Lagerflächen.
Zudem demonstrierten bei einer zweiten Kundgebung in Grünheide Anwohner, die ihre Solidarität mit Tesla zeigen wollen und die Ansiedlung als Chance für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde sehen. Teils kam es zu verbalen Reibereien zwischen den beiden Demonstrationslagern. Außerdem hat die Polizei bei der Demonstration gegen die Erweiterungspläne des Autobauers fünf Strafanzeigen aufgenommen. Wegen Vermummung von Teilnehmern bei der Demonstration ging die Sicherheitsbehörde gegen drei Personen vor, wie ein Sprecher der Polizei am Abend sagte.
Eine Person soll den verbotenen Hitlergruß gegenüber einer Gruppe von Protestierenden gezeigt haben. Außerdem ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Aus der Gruppe einer Umweltinitiative heraus soll nach ersten Erkenntnissen ein Mann und seine Partnerin mit einem Knüppel verletzt worden sein, wie der Sprecher sagte. Die Versammlungen in Grünheide seien insgesamt aber weitgehend friedlich geblieben.

Bei einer Demonstration gegen die Tesla-Erweiterung unter dem Motto „Tesla Nein Danke!“ tragen Teilnehmer ein Transparent mit der Aufschrift "Grünheide sagt Tesla nein danke".
Christophe Gateau/dpa+++ 18:55 Uhr Gigafactory & Edeka: Montagabend eventuell wieder mit Strom+++
Die Gigafactory und Edeka könnten bereits am Montagabend vorzeitig wieder mit Strom versorgt werden. Ausschlaggebend dafür ist das Ergebnis einer Hochspannungsmessung, die für den morgigen Montag geplant ist. Die Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung hängt von der Freigabe durch zertifizierte Prüfingenieure ab.
+++ 15:54 Uhr Produktion in Gigafactory bleibt unterbrochen +++
Als Folge des Anschlags rechnet Tesla damit, dass die Produktion in Grünheide noch bis voraussichtlich Ende nächster Woche unterbrochen bleibt.
+++ Sonntag, 10. März 15:40 Uhr Waldbesetzer wollen Camp nicht räumen +++
Umweltaktivisten haben trotz des Anschlags auf den E-Autobauer Tesla angekündigt, den besetzten Wald neben der Fabrik vorerst nicht freiwillig zu verlassen. Eine Sprecherin der Initiative „Tesla-stoppen“ machte klar, dass der Protest auf unbestimmte Zeit andauern werde.
Auf die Frage, ob man sich bei einer drohenden Räumung kooperativ zeigen wolle, sagte sie: „Wir bleiben so lange, bis wir sicher sind, dass der Wald und das Wasser nicht mehr an Tesla verkauft werden.“ Die Polizei teilte am Sonntag mit, sie habe ein aufmerksames Auge auf das Versammlungsgeschehen im Wald. Bislang ist das Camp seitens der Polizei bis zum 15. März erlaubt. Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung von Tesla hieß es aber auch, die Duldung werde neu bewertet.
Seit vergangener Woche protestieren Umweltaktivisten in Grünheide auf Baumhäusern gegen die geplante Erweiterung des Tesla-Geländes und die Abholzung von Wald neben dem Autowerk. Der Sprecher der Bürgerinitiative Grünheide, Steffen Schorcht, sagte, ein Anschlag sei kein Mittel der politischen Auseinandersetzung. Es gebe seitens des Umweltbündnisses und auch der Waldbesetzer eine klare Distanzierung.
+++ Samstag, 9. März 18:55 Uhr Baufortschritte in Steinfurt – neue Hochspannungs-Portale montiert +++
In Steinfurt schreitet der Bau von Hochspannungstechnik voran. Dank eines 3-Schichtsystems sind zwei imposante Portale nun fertiggestellt. Beide sind tragender Bestandteil für die Verbindung zwischen dem unterirdischen Kabelsystem sowie dem am Mast abgespannten Freileitungssystem. Sie bestehen aus massiven Fundamenten und aufwändigen Stahlgitterkonstruktionen, die vor Ort von Hand von spezialisierten Fachkräften montiert wurden.
Neben den umfangreichen Montagearbeiten konnten inzwischen auch die Tiefbauarbeiten abgeschlossen werden. Aufgrund der feuchten Bodenverhältnisse dringt jedoch Wasser in die Baustelle ein. Dem wird durch eine permanente Drainage entgegengewirkt. Die Polizei ist mit Mannschaftswagen und Einsatzfahrzeugen vor Ort und bestreift das Gelände regelmäßig.
+++ 18:00 Uhr Tesla-Mitarbeiter versammeln sich vor der Gigafactory +++
Mehrere hundert Tesla-Mitarbeiter folgten der Einladung des Betriebsrats, sich um 17 Uhr vor der Gigafactory zu versammeln. Die Betriebsratsvorsitzende Michaela Schmitz sprach auf einer Bühne von Solidarität mit Tesla. Man wolle ein Zeichen gegen die Gewalt und die anhaltende Kritik in den Medien setzen. Um 18.15 Uhr sollen die Beschäftigten mit ihren Handytaschenlampen ein Licht für Tesla anzünden.
Schmitz schätzt, dass sich etwa 2000 Menschen vor der Gigafactory versammelt haben. Neben verschiedenen Rednern gibt es Musik aus Lautsprechern und Essen. Auch Einsatzkräfte der Polizei sind weiterhin vor Ort, um das Tesla-Werk vor Angriffen zu schützen.

Mehrere Hundert Menschen versammelten sich vor der Gigafactory in Grünheide.
Dennis Lloyd Brätsch+++ 13:46 Uhr Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen zu Tesla-Anschlag +++
Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung des Elektroauto-Konzerns Tesla hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.
Es bestehe der Anfangsverdacht unter anderem der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der gemeinschaftlichen Brandstiftung, teilte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Freitag mit. Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) dazu: „Die Entscheidung des Generalbundesanwalts, die Ermittlungen zu übernehmen, begrüße ich sehr. Das erhöht den Fahndungsdruck auf die deutschlandweit, möglicherweise sogar international agierende Verbrecherbande.“
+++ Freitag, 8. März 12:24 Uhr Sicherheit am Strommast erhöht +++
Nach Angaben des Stromnetzbetreibers Edis sind die Sicherheitsvorkehrungen am Gelände um den beschädigten Strommast erhöht worden. Das Gebiet werde weitläufig umzäunt, sodass nur noch Fachpersonal Zutritt habe, teilte das Energieunternehmen auf seiner Internetseite mit.
Es nannte außerdem den Einsatz eines Sicherheitsdienstes und eine durchgängige Bestreifung und Absicherung durch die Polizei. Einsatzkräfte von Edis und anderen Firmen seien auf der Baustelle am Strommast im Dauereinsatz.
+++ 18:57 Uhr Ist die Stromversorgung der Gigafactory wirklich sicher und redundant? +++
Tesla ist ein stromintensives Unternehmen. Aber wie versorgt sich die Gigafactory? Ist die Stromversorgung sicher und redundant, wie es nach dem Brandanschlag hieß? Experten sind skeptisch.
+++ 16:04 Uhr Nach Brandanschlag auf Stromnetz – Polizei sucht nach Zeugen +++
Bei Tesla in Grünheide steht die Produktion nach einem Brandanschlag auf eine Stromleitung weiter still. Nun suchen Polizei und Staatsanwaltschaft nach Zeugen für die Tat. Welche Angaben gefragt sind.
+++ 14:20 Uhr Ermittlungen wegen verfassungsfeindlicher Sabotage +++
Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung des einzigen europäischen Tesla-Werks in Grünheide bei Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen verfassungsfeindlicher Sabotage. Das Ermittlungsverfahren wegen des Tesla-Brandanschlags werde auch wegen Störung öffentlicher Betriebe und Brandstiftung geführt, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Carola Ochs, am Donnerstag mit. „Die Ermittlungen werden nach wie vor in alle Richtungen gegen Unbekannt geführt und dauern an.“ Der Generalbundesanwalt sei über das Verfahren unterrichtet. „Er wird entscheiden, ob er das Ermittlungsverfahren an sich ziehen wird.“
+++ 14:00 Uhr Ist PCK auf einen möglichen Anschlag wie bei Tesla vorbereitet? +++
Nach den Anschlägen auf die Infrastruktur bei Tesla in Grünheide und seine gravierenden Auswirkungen fragen sich viele Menschen, wie die Erdölraffinerie PCK Schwedt auf einen möglichen Angriff vorbereitet ist.
+++ 13:52 Uhr Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen)zu Tesla +++
Im Rahmen eines Brandenburg-Tages besuchte Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, u.a. Grünheide, wo sich momentan alles um Tesla dreht. Er teile „die Erschütterung der Menschen hier“, teilt er über sein Büro gegenüber MOZ.de mit. „Diese Gewalt hat in einer Demokratie keinen Platz“, so Kellner weiter. Der Anschlag gehöre aufgeklärt und die Verantwortlichen müssen sich vor Gericht verantwortlichen. Der Anschlag gehört aufgeklärt und die Verantwortlichen müssen sich vor Gericht verantworten. Die Bürgerbefragung sei dabei ein wichtiger Baustein, um um „Menschen in der Region Gehör zu geben.“
+++ 11:05 Uhr Was der Tesla-Stillstand für Edeka in Freienbrink bedeutet +++
Nach dem Brandanschlag sind die Arbeiten im Edeka-Logistikzentrum Freienbrink wieder hochgefahren. Die Situation sei dennoch „weiter angespannt“, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung gegenüber MOZ.de mit. Mit zehn Notstromaggregaten sei es am späten Abend und in der Nacht gelungen, „alle notwendigen technischen Einrichtungen wieder hochzufahren und mit der Kommissionierung und Auslieferung von gekühlten und tiefgekühlten Waren in die EDEKA-Märkte in Berlin und Brandenburg zu beginnen.“, heißt es weiter.
+++ 09:16 Uhr Das sagt der Innenminister +++
Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung des Elektroauto-Konzerns Tesla vermutet Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) die Täter in Berlin. Die linksextreme Vulkangruppe, deren Bekennerschreiben die Polizei für authentisch halte, habe sich spezialisiert, Anschläge besonders auf Energieinfrastruktur auszuüben, sagte Stübgen am Donnerstag im Deutschlandfunk. „Sie sitzt offensichtlich in Berlin und agiert von dort aus bundesweit, möglicherweise international.“ Linksextreme Aktivitäten in Brandenburg würden „nahezu immer aus Berlin gesteuert“. (dpa)
+++ 8:11 Uhr Demo gegen die mögliche Tesla-Erweiterung angekündigt +++
Das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“ hat zu einer Demo gegen die mögliche Erweiterung der Gigafactory in Grünheide aufgerufen. Die Demonstration unter dem Motto „Tesla, nein danke!“ soll am 10. März ab 14 Uhr in Grünheide (Start am Bahnhof Fangschleuse) stattfinden, wie der Veranstalter am Donnerstag mitteilte.
Davor ist bei der Wasserbesetzung im Wald um 13 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz des Bündnisses „Tesla den Hahn abdrehen“, der Initiative „Tesla stoppen“, der Gruppe „Robin Wood“, sowie der Bürgerinitiative Grünheide geplant. Die Initiativen fordern eine sofortige und bindende Umsetzung des Votums gegen die Tesla-Erweiterung. Sie werden sich zudem zu den aktuellen Vorfällen rundum die Gigafactory positionieren.
+++ Donnerstag 6:11 Uhr Auto-Experte sieht geringeren Schaden für Tesla als das Unternehmen +++
Der Branchen-Experte Ferdinand Dudenhöffer schätzt den bisher erwarteten Schaden des Produktionsstopps von Tesla in Grünheide nach dem Anschlag auf die Stromzufuhr des US-Elektroautobauers geringer ein als das Unternehmen. „Der reine Produktionsausfall für eine Woche ist nach meiner Einschätzung nach der derzeitigen Marktlage eher mit Schäden von vielleicht 100 Millionen Euro vergleichbar“, sagte der Direktor des Center for Automotive Research. „Eine neunstellige Summe ist schon eine hohe Nummer, die nur nachvollziehbar ist, wenn sehr hohe Schäden an Maschinen durch den Brand bei Tesla entstanden sind.“
Tesla-Werksleiter André Thierig hatte den wirtschaftlichen Schaden auf einen hohen neunstelligen Bereich angegeben, also Hunderte Millionen Euro. Er bezog darin den Umsatzverlust der Fahrzeuge ein, die nicht verkauft werden können und ging zunächst von einem Ausfall in dieser Woche aus.
+++ 20:14 Uhr Produkion bei Tesla ruht vermutlich längere Zeit +++
Die Produktion im Tesla-Werk in Grünheide ruht voraussichtlich bis zum Ende der kommenden Woche und damit länger als zuvor vermutet. Nach ersten Einschätzungen des US-Autobauers war man von einem Produktionsstopp bis Ende dieser Woche ausgegangen. Grund für die Verzögerungen sollen komplizierte Reparaturen an der Stromleitung sein, das teilte das das Unternehmen am Mittwoch auf Anfrage der Bild-Zeitung mit
Mit der Verzögerung dürfte sich auch der Schaden bei Tesla deutlich erhöhen, war man doch davon ausgegangen, am Montag die Produktion wieder anlaufenlassen zu können. Zu dem Zeitpunkt ging der Werksleiter von Grünheide von einem Schaden im dreistelligen Millionenbereich aus. Nun kommt voraussichtlich eine weitere Woche hinzu, in der Tesla keine Autos produzieren und verkaufen kann, die Kosten für das Unternehmen aber weiterlaufen.
+++ 19:57 Uhr Tesla erklärt Millionenschaden +++
US-Elektroautobauer Tesla hat nach dem Produktionsstopp infolge eines Anschlags auf die Stromversorgung der Fabrik in Grünheide bei Berlin eine Summe von mehreren hundert Millionen Euro als Ausfallkosten genannt. „Das bedeutet für uns einen wirtschaftlichen Schaden im hohen neunstelligen Bereich“, sagte Werksleiter André Thierig.
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Mittwoch bezieht sich Thierig dabei auf den Umsatzverlust der Fahrzeuge, die nicht produziert und somit nicht verkauft werden können. Der Werksleiter rechnete dabei mit einem Ausfall von mehr als 1000 Autos pro Tag und ging von einem Produktionsausfall von mindestens dieser Woche aus. In Grünheide wird Teslas Model Y hergestellt. Der Verkaufspreis dafür liegt etwa zwischen rund 45.000 Euro und knapp 60.000 Euro.
+++ 19:26 Uhr Nach Anschlag –das ist über die Vulkangruppe bekannt+++
Die „Vulkangruppe Tesla abschalten“ hat sich zum Anschlag auf einen Strommast nahe der Tesla Gigafactory bekannt. So gefährlich ist die linksextreme Szene in Brandenburg.
+++ 19:05 Uhr Droht Wald-Besetzern nach dem Anschlag auf Gigafactory die Räumung?+++
Offenbar kappten Linksradikale die Stromversorgung der Gigafactory von Tesla. Einen Tag später erhielten Camp-Bewohner Besuch vom Ordnungsamt und der Polizei. Droht die Räumung?
+++ 18:16 Uhr Nach Tesla-Anschlag fordert die Wirtschaft mehr Sicherheit+++
Die Wirtschaft in Deutschland dringt nach dem Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Autofabrik in Grünheide bei Berlin auf mehr Sicherheit. „Politik und Wirtschaft sind gemeinsam gefordert, die Sicherheit der Netze und kritischer Anlagen zu gewährleisten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben, am Mittwoch. Die Bundesregierung will mit einem Gesetz den Schutz wichtiger Netze und Anlagen verstärken und die Sicherheitsbemühungen der Betreiber unterstützen. Die Regierung verschleppe aber die Verabschiedung des zugehörigen Gesetzes seit Monaten, kritisierte Wansleben.
+++ 16:41 Uhr Auf Notstrom – so sieht die Gigafactory nach dem Anschlag aus +++
Am Tag nach dem Anschlag auf einen Strommast bei Steinfurt ist die Produktion in der Gigafactory von Tesla in Grünheide noch immer gestoppt. Wie sieht es dort aktuell aus? Wie geht die Polizei vor?
+++ 16:04 Uhr Brandanschlag – kein normaler Einsatz für Feuerwehr +++
Einen brennenden Strommast mussten die Kameraden aus Gosen und Neu Zittau noch nicht löschen – bis zum mutmaßlichen Brandanschlag auf Tesla in Grünheide. Wie die Einsatzkräfte vorgegangen sind.
+++ 14:45 Uhr Robert Habeck verurteilt Tesla-Anschlag +++
Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat den Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin verurteilt. Er sprach am Mittwoch von einem „Verbrechen“, das aufgeklärt werden müsse. Es sei „in jeder Hinsicht falsch und in keinster Hinsicht zu akzeptieren“. Die Demonstrationsfreiheit sei ein hohes Gut. Demonstrationen müssten die Regierungen im Bund und in den Ländern aushalten.
Die politische Debatte in Deutschland dürfe aber nicht abrutschen, sagte Habeck am Flughafen Berlin Brandenburg vor seinem Abflug in die USA. Er sprach sich gegen Gewalt gegen Sachen und gegen die Gefährdung von Menschen aus. „Ich habe schon das Gefühl, wir sind jetzt an einer Weiche angekommen, und die darf nicht falsch gestellt werden“, sagte Habeck, der auch Bundeswirtschaftsminister ist. (dpa)
+++ 14:08 Uhr Minister telefoniert mit Tesla-Chef: „Elon Musk war sehr sachlich“ +++
Tesla-Chef Elon Musk hat nach Angaben von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sachlich auf den Anschlag reagiert, der das Werk in Deutschland vorerst lahmlegt. Steinbach telefonierte am Dienstag mit dem Unternehmenschef. „Elon Musk war sehr sachlich und souverän in der Reaktion“, sagte Steinbach dem „Tagesspiegel“ (Mittwoch/online). „Es bestand sofort Einigkeit, dass als Reaktion nichts passieren darf, was den Attentätern einen Erfolg gegönnt hätte. Gleichzeitig hat er natürlich sowohl eine solidarische Reaktion als auch konkrete vertrauensbildende Reaktionen zur Unterstützung des Unternehmens und seiner Beschäftigten eingefordert.“ (dpa)
+++ 13.40 Uhr VW ist vor Anschlägen aufs Stromnetz besser geschützt +++
Während die Gigafactory in Grünheide nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf einen Strommast außerhalb des Fabrikgeländes stillsteht, scheinen die Werke von Volkswagen in Deutschland besser gegen derartige Angriffe geschützt zu sein. Das geht zumindest aus einer Antwort eines Sprechers des VW-Konzerns gegenüber MOZ.de hervor: „Die Versorgung des Volkswagen Werkes in Wolfsburg wird durch die eigenen Kraftwerks- und Energieverteilungsanlagen sichergestellt. Diese Infrastruktur liegt im Wesentlichen auf dem Werksgelände“, so der VW-Sprecher.
Gleiches gelte auch für das Komponentenwerk in Kassel-Baunatal. Die Standorte in Emden, Braunschweig, Salzgitter und Hannover würden hingegen über das öffentliche Netz versorgt, genau wie die Gigafactory von Tesla. „Bei Fragen rund um die Sicherheit der Infrastruktur außerhalb der Werksgelände unterstützen wir die jeweiligen und verantwortlichen Versorgungsunternehmen, soweit es uns möglich ist“, so der VW-Sprecher weiter.
+++ 13.01 Uhr Strommast wird auf Schäden geprüft +++
Der durch den Brandanschlag beschädigte Strommast bei Steinfurth (Gosen Neu Zittau) ist von den Sicherheitsbehörden freigegeben worden, teilte ein Sprecher des Netzbetreibers Edis mit. Er werde nun von Statikern einer Bewertung im Hinblick auf die Standfestigkeit unterzogen, heißt es. Zudem werde der eingetretenen technischen Schaden begutachtet. Der Mast befindet sich rund 3 Kilometer (Luftlinie) entfernt von der Tesla-Fabrik.

Arbeiter errichten eine provisorische Baustraße zu einem Strommast mit Brandspuren bei Steinfurth auf einem Feld nahe der Tesla-Autofabrik.
Patrick Pleul/dpa+++ 12:44 Uhr Aus für Gigafactory nach Anschlag? Das sagt der Landrat von Oder-Spree +++
Nach dem mutmaßlichen Brandanschlag steht die Produktion bei Tesla in Grünheide still. Der US-Elektroautobauer rechnet mit wirtschaftlichen Schäden im „hohen neunstelligen Bereich“. Tesla-Chef Elon Musk reagierte zudem sauer, bezeichnete die Verursacher als „dümmste Ökoterroristen der Welt“. Auch zehntausende Haushalte in der Region waren von dem Stromausfall betroffen. So reagiert der Landrat von Oder-Spree, Frank Steffen.
+++ 11:16 Uhr Polizei stuft Bekennerschreiben zum Anschlag als echt ein +++
Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin hat die Brandenburger Polizei das Bekennerschreiben der linksextremistischen „Vulkangruppe“ als echt eingestuft. „Wir schätzen das Schreiben als echt ein“, sagte Stefanie Pilz vom Polizeipräsidium in Potsdam gegenüber MOZ.de. Die Ermittler sprechen bisher jedoch nicht von einem Anschlag. Man rede immer noch von vorsätzlicher Brandstiftung, heißt es. Die „Vulkangruppe“ hatte am Dienstag mitgeteilt, sie habe Tesla sabotiert. Die Gruppe wirft Tesla „extreme Ausbeutungsbedingungen“ vor. Sie soll auch hinter dem Brandanschlag vom Mai 2021 stecken, bei dem die Stromzufuhr zur Baustelle der Tesla-Fabrik gekappt wurde.
+++ 11.10 Uhr Polizei sichert Tesla-Fabrik +++
Die ganze Nacht über und am Morgen ist die Tesla-Fabrik von mehreren Polizei-Kräften gesichert worden. Auch vor dem Eingang standen Einsatz-Fahrzeuge. Weitere waren beim Protest-Camp im Wald sowie am Bahnhof Fangschleuse und in der Umgebung unterwegs. Auch im GVZ wurde patroulliert. Nach MOZ-Informationen gab es im Raum Grünheide die ganze Nacht über eine erhöhte Streifenpräsenz.

Polizei-Präsenz an der Gigafactory: Ein Einsatzwagen steht vor der Tesla-Fabrik.
Dennis Lloyd Brätsch+++ 11:04 Uhr Stromausfall bei Tesla löst Debatte um Schutz der Infrastruktur aus +++
Der mutmaßliche Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Autofabrik in Grünheide bei Berlin hat eine Debatte über einen besseren Schutz empfindlicher Infrastruktur in Deutschland ausgelöst. „Politik und Wirtschaft sind gemeinsam gefordert, die Sicherheit der Netze und kritischer Anlagen zu gewährleisten“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben, am Mittwoch. Die Bundesregierung müsse gesetzliche Regelungen dazu endlich voranbringen. (dpa)
+++ 10:00 Uhr Faeser warnt vor Linksextremen +++
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf die Stromversorgung nahe dem Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide vor einer von der gewaltbereiten linksextremistischen Szene ausgehenden Gefahr gewarnt. „Wenn sich ein linksextremistisches Motiv bestätigt, dann ist das ein weiterer Beleg dafür, dass Linksextremisten selbst vor schweren Eingriffen in unsere Energieinfrastruktur nicht zurückschrecken“, sagte Faeser der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. Die Sicherheitsbehörden handelten daher „entschieden“. (AFP)
+++ 08:49 Uhr Erneuter Stromausfall nahe Tesla +++
Wieder ist es rund um die Gigafactory von Tesla in Grünheide zu einem Stromausfall gekommen. Tausende Haushalte mussten für fast eine dreiviertel Stunde ohne Strom auskommen.
+++ 06:31 Uhr Könnte es ArcelorMittal Eisenhüttenstadt so treffen wie Tesla? +++
Die Produktion in einem Stahlunternehmen verbraucht viel Energie. Aber was passiert bei einem Stromausfall wie aktuell bei Tesla? So steht es um die Stromversorgung bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt.
+++ Mittwoch 06:12 Uhr Tesla-Werk steht weiter still +++
Nach einem mutmaßlichen Brandanschlag rechnet Tesla noch mit einem Tage langen Produktionsausfall in seinem Werk in Grünheide bei Berlin. Die Polizei ermittelt weiter, ob eine linksextremistisch eingestufte Gruppierung dafür verantwortlich ist.
Die Folgen des Stromausfalls sind Tesla zufolge gewaltig: „Wir rechnen aktuell nicht damit, dass wir im Laufe dieser Woche die Produktion wieder hochfahren können“, sagte Werksleiter André Thierig.
+++ 20:27 Uhr Innenminister Stübgen: „Täter wussten wo es besonders sensibel ist.“ +++
Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) will auch mit verstärkten Kontrollen und Polizeistreifen verhindern, dass empfindliche Infrastruktur erneut angegriffen werden kann. „Aber einen 100-prozentigen Schutz wird es nicht geben“, räumte Stübgen am Dienstagabend in der RBB-Sendung „Brandenburg aktuell“ nach dem mutmaßlichen Brandanschlag auf die Stromversorgung für die Tesla-Autofabrik in Grünheide ein. „Erstaunlich an diesem Vorgang ist, dass die Täter sehr genau wussten, wo es besonders sensibel ist“, sagte der Innenminister.
„Dies hat mit Protest nichts zu tun. Das sind Kriminelle“, betonte Stübgen. „Das sind Verbrecher und wir werden sie jagen mit allen Mitteln, die unser Rechtsstaat zur Verfügung stellt“, so der Innenminister.
+++ 20 Uhr Werksleiter André Thierig auf LinkedIn zur Brandstiftung+++

Tesla-Werksleiter André Thierig äußerte sich am Dienstagabend zum Brandanschlag.
Screenshot LinkedIN-Profil/André Thierig/Janine Richter+++ 18.09 Uhr Wassertafel verurteilt Gewalt +++
Die Wassertafel Berlin-Brandenburg lehnt „Gewalt zur Durchsetzung auch legitimer Forderungen grundsätzlich ab“, schreibt am Dienstagabend Heidemarie Schroeder in einer Pressemitteilung. „Wir fordern seit Jahren für das unsägliche Tesla-Genehmigungsverfahren Transparenz wie auch ein demokratisches Mitbestimmungsrecht der von der Ansiedlung betroffenen Bevölkerung. (...) Die verfahrene Situation in Grünheide haben Politik und Behörden zu verantworten.“ Dieser Situation mit Gewalt zu begegnen, bezeichnet sie als „das Falscheste, was gemacht werden kann“. Es gefährde die Erfolge der Bürgerinitiativen und rechtfertige quasi künftiges, weiteres, undemokratisches Vorgehen von Politik und Behörden, mahnt sie.
+++ 17.36 Uhr Edeka betroffen - Verzögeurng bei Lebensmittel-Lieferungen +++
Neben Tesla und tausenden Haushalten rund um Erkner war auch das an die Gigafactory angrenzende GVZ betroffen, inklusive des Lebensmittelhändlers Edeka. „Wir arbeiten in unserem Logistikzentrum Freienbrink zwar mit Notstromaggregaten, um die Kühlung der Ware weitgehend sicherzustellen. Darüber hinaus arbeitet unser Stromversorger mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Stromversorgung“, sagte eine Unternehmenssprecherin. „Klar ist aber auch, das Kommissionieren und Ausliefern der Waren in unsere Berliner und Brandenburger Märkte ist derzeit nur eingeschränkt über andere Lagerstandorte möglich. Wann die Stromversorgung und damit die Belieferung der Märkte wieder anlaufen kann ist derzeit unklar.“
In einem Betrieb für GartenLandschaftsbau im GVZ sei der Strom am späten Vormittag wieder dagewesen, hieß es auf MOZ-Nachfrage. Laut Wirtschaftsminister Steinbach habe Edeka offenbar einen erheblichen Schaden bei gekühlten Waren erlitten.
+++ 17.20 Uhr Tesla-Betriebsleiter zum Stromausfall +++
Müsste Tesla nicht auf einen Stromausfall wie diesen vorbereitet sein? Dazu sagte Heiko Steinmetz, Betriebsleiter bei Tesla: „Unser Notfallplan hat gegriffen, es gab zu keiner Zeit Gefahren für Mensch und Umwelt.“ Man habe bei der Stromversorgung 100 Prozent Redundanz. Das heißt, die Stromversorgung sei doppelt gesichert. Offensichtlich seien aber beide Zuleitungen vom Brand des Strommasten beziehungsweise vom Anschlag betroffen.
+++ 17.05 Uhr Woidke sieht Wirtschaft nach mutmaßlichem Anschlag gegen Tesla bedroht +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht die Wirtschaft nach dem mutmaßlichen Anschlag gegen US-Autobauer Tesla in Grünheide in Gefahr. „Wenn der Hintergrund wirklich sein sollte, hier einem Wirtschaftsunternehmen – nämlich Tesla – Schaden zuzufügen, dann hat es natürlich auch Konsequenzen für die gesamte Wirtschaft in Deutschland“, sagte Woidke am Dienstag in Potsdam. Der mutmaßliche Anschlag auf die Strominfrastruktur sei „ein nicht hinnehmbarer Akt der Gewalt“. „Wirtschaftsunternehmen, die in Deutschland investieren, Tesla – aber auch alle anderen – vertrauen darauf, dass der Rechtsstaat sie nicht nur unterstützt, sondern dass er sie auch im Falle der Fälle solcher Anschläge schützt und das werden wir tun.“
+++ 16.59 Uhr Duldung von Tesla-Camp steht infrage +++
Nach dem Brandanschlag auf die Stromversorgung für die Tesla-Autofabrik in Brandenburg prüft die Landesregierung, ob sie das Protestcamp von Kritikern in der Nähe der Anlage neu bewertet. „Das kann auch die Beendigung der Duldung bedeuten“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach. Zuletzt hatte es geheißen, das vergangene Woche errichtete Camp werde zunächst bis Mitte März geduldet.
Darüber hinaus seien weitergehende Sicherheitsmaßnahmen zwischen Tesla und der Polizei besprochen worden. Was möglich sei, werde intensiviert. Es sei noch einmal geschaut worden, welche Infrastruktur kritisch sei. „Und da werden wir sicher für eine höhere Absicherung sorgen“, sagte Steinbach. Er stellte aber auch klar: „Vor einem terroristischen Anschlag bist du am Ende nicht gefeit.“
+++ 16.50 Uhr Angriffe auf die Strominfrastruktur: Null Toleranz von Polizei +++
Die Gewerkschaft der Polizei appelliert an die Gesellschaft, jeder Form von Gewalt und Sabotage, die Schaden anrichten und Angst verbreiten sollen, entschieden entgegenzutreten. „Es ist wichtig, dass wir gemeinsam für die Werte einstehen, die das Fundament unserer demokratischen Ordnung bilden: Respekt, Dialog und friedliche Auseinandersetzung“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Der Rechtsstaat müsse auf solche Angriffe mit aller Entschiedenheit und Härte reagieren. „Wir unterstützen die Erklärung von Innenminister Michael Stübgen und betonen die Notwendigkeit einer schnellen und gründlichen Aufklärung des Vorfalls.“
Der jüngste Anschlag stelle einen direkten Angriff auf die öffentliche Sicherheit und das Wohlergehen tausender Menschen dar. „Dieser Vorfall hat nicht nur zu einem großflächigen Stromausfall geführt, der auch den Betrieb der TESLA-Anlage beeinträchtigte, sondern auch die Existenzgrundlage vieler Bürgerinnen und Bürger massiv gefährdet“, hieß es. „Solche Taten sind unter keinen Umständen zu rechtfertigen. Sie untergraben das Vertrauen in unsere Gesellschaft und die Prinzipien des friedlichen Zusammenlebens.“
+++ 16:37 Uhr Bundeswirtschaftsminister Habeck forderte rasche Aufklärung. +++
Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich geäußert und schnelle Aufklärung gefordert. „Der Anschlag auf die Stromversorgung ist ein Anschlag auf unsere kritische Infrastruktur“, erklärte der Grünen-Politiker. „Dies muss jetzt schnell aufgeklärt und geahndet werden. Gewalt und Sabotage dürfen kein Mittel der Auseinandersetzung sein.“
+++ 16:03 Uhr Tesla-Werksleiter äußert sich zu Millionenschaden +++
„Wir sind tief bestützt über das, was heute passiert ist“, sagte Tesla-Werksleiter André Thierig. Es sei der zweite direkte Anschlag auf die Stromversorgung dieser Fabrik. Hinzu komme ein dritter Anschlag auf die Eisenbahnanlage in der Nähe. Wegen des Produktionsstillstands rechnet das Unternehmen mit wirtschaftlichen Schäden im „hohen neunstelligen Bereich“.
Man gehe von einer mehrtägigen Unterbrechung der Stromversorgung aus. Es sei unklar, wann die Produktion wieder aufgenommen werde. Ob dies Anfang nächster Woche geschehen könne, werde sich in den nächsten Tagen zeigen.
Tesla sei inzwischen sehr besorgt um die Sicherheit der Mitarbeiter. Dennoch habe es Tesla geschafft, die Anlagen kontrolliert zum Stillstand zu bringen. „Es gab zu keiner Zeit irgendeine Gefährdung, sei es für Mensch oder Umwelt.“ Es hätte jedoch sehr viel Schlimmeres passieren können, sagte der Manager.
Es handele sich aus Sicht von Tesla klar um einen „Anschlag auf diese Industrieansiedlung“ in Brandenburg, sagte Thierig. Mehr als 12.000 Mitarbeiter könnten derzeit nicht beschäftigt werden. Derzeit herrsche eine sehr kritische Grundstimmung gegen Tesla. „Das finden wir überhaupt nicht schön, das wollen wir nicht“, sagte Thierig. Ob dies Auswirkungen auf den weiteren Ausbau der Fabrik haben könnte, könne er derzeit nicht sagen. Aktuelle Drohschreiben habe es aber nicht gegeben.
+++ 16 Uhr Betriebsleiter Heiko Steinmetz über Brand in Fabrik +++
Tesla-Betriebsleiter Heiko Steinmetz: Man habe das Aluminium im Schmelzofen kontrolliert in ein Sandbeck ablassen müssen. Dabei habe sich ein kleines Feuer gebildet, das aber gleich unter Kontrolle gebracht worden sei. Eine Gefahr für Mensch und Umwelt habe aber nicht bestanden, so Steinmetz.
+++ 15.34 Uhr Minister Steinbach gibt Erklärung ab +++
Es gibt eine Pressekonferenz zum mutmaßlichen Anschlag auf dem Gelände der Gigafactory. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) spricht gerade. Es seien mit dem Anschlag „mehrere rote Linien überschritten“ worden, sagte er vor Pressevertretern. Der Anschlag habe „terroristische Züge“ und eine ganze Region von sechs Gemeinden betroffen.
Mehrere 10.000 Menschen, Krankenhäuser und Altenwohnheime seien betroffen gewesen. „Es ist von denjenigen, die den Anschlag verübt haben, billigend in Kauf genommen worden, dass Menschen verletzt werden“, sagte er. „Das ist keine demokratische Art der Auseinandersetzung, egal wie man sonst zu der Fabrik steht.“
+++ 15:26 Uhr Woidke: Anschlag ist „Form des Terrorismus“ +++
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nennt den Anschlag auf die kritische Infrastruktur als „Form von Terrorismus“. Nötig sei nun ein konsequentes Durchgreifen des Rechtsstaats, erklärte der Ministerpräsident in Potsdam. „Sollte sich der Verdacht eines terroristischen Anschlags erhärten, wird der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehmen müssen.“
+++ 15:03 Uhr Innenministerin verurteilt mutmaßlichen Brandanschlag +++
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat den mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Stromleitung in der Nähe des Tesla-Autowerks in Brandenburg scharf verurteilt und umfassende Aufklärung gefordert. „Ein solcher Anschlag auf unsere Strominfrastruktur ist eine schwere Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, erklärte Faeser am Dienstag in Berlin.
+++ 14:49 Uhr Tesla-Chef Elon Musk äußert sich +++
Tesla-Chef Elon Musk hat angesichts des Produktionsstopps seiner Fabrik in Grünheide wegen eines Stromausfalls auf den mutmaßlichen Anschlag reagiert. „Das sind entweder die dümmsten Ökoterroristen der Welt oder sie sind Marionetten derer, die keine guten Umweltziele haben“, schrieb Musk am Dienstag auf Englisch auf dem Portal X (früher Twitter). „Die Produktion von Elektrofahrzeugen anstelle von Fahrzeugen mit fossilen Brennstoffen zu stoppen, ist extrem dumm.“ Dabei schrieb der Tesla-Chef die Wörter „extrem dumm“ auf Deutsch.
+++ 14:42 Uhr Umweltaktivisten distanzieren sich +++
Die Besetzer eines Waldstücks nahe der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide haben einen mutmaßlichen Anschlag auf einen Hochspannungsmast in der Nähe verurteilt. Die Umweltaktivisten der Initiative „Tesla Stoppen“ erklärten am Dienstag, sie stellten sich mit ihren Baumhäusern der Erweiterung der Fabrik entgegen. „Dabei gefährden wir keine Menschenleben“, betonte die Initiative. Auch die Umweltorganisation Robin Wood, die die Waldbesetzer unterstützt, wies Mutmaßungen über einen Zusammenhang zwischen ihren Aktivitäten und dem Brand entschieden zurück.
+++ 12:23 Uhr Bekennerschreiben zu Anschlag +++
Die als linksextremistisch eingestufte „Vulkangruppe“ hat sich zu einem „Anschlag auf die Stromversorgung“ nahe der Tesla-Fabrik bei Berlin als Protest gegen den US-Autobauer bekannt. „Wir haben heute Tesla sabotiert“, heißt es in einem Schreiben der Gruppe vom Dienstag. Die Brandenburger Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus, der Staatsschutz des Landeskriminalamts nahm die Ermittlungen auf. Der Stromausfall sorgte für einen Produktionsstopp bei Tesla, zahlreiche Haushalte in der Region waren außerdem betroffen.
Der Stand bisher:
Die Produktion in der einzigen europäischen Gigafactory von Tesla-steht seit den frühen Morgenstunden nach einem Stromausfall still. Das bestätigte eine Pressesprecherin am Dienstagvormittag unserem Medienhaus. Nach Aussagen der Polizeidirektion Ost ist gegen 5.15 Uhr ein Hochspannungsmast auf einem Feld zwischen Steinfurt und Hartmannsdorf, Gemeinde Gosen-Neu Zittau, in Brand geraten. Das zeigen auch Bilder.
Vonseiten Teslas würden alle Maßnahmen zur Sicherung der Produktionsanlagen getroffen. „Die Produktion wurde abgesagt, die Mitarbeiter wurden nach Hause geschickt“, erläutert die Sprecherin weiter. Die Mitarbeiter der Nachtschicht mussten das Werk verlassen, die Arbeiter der Frühschicht, die um 6 Uhr beginnen sollten, konnten nicht hinein. Das Unternehmen stehe in engem Kontakt mit den Behörden und dem Netzbetreiber Edis. „Aktuell können wir keine Aussage treffen, wann mit der Wiederaufnahme der Produktion zu rechnen ist“, sagt die Tesla-Sprecherin.
Polizei bestätigt Brandstiftung – Spürhunde sollen Tätern folgen
Nach Informationen von MOZ.de gab es früh Hinweise auf einen gezielten Brandanschlag. Das mögliche Ziel: die Gigafactory von Tesla. Nun sei laut der Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Potsdam Pilz ein Bekennerschreiben von der Vulkangruppe Tesla abschalten aufgetaucht. „Uns liegt ein Bekennerschreiben vor, das aktuell geprüft wird“, sagte sie.
„Die Ermittlungen hat die Abteilung Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernommen. Wir gehen derzeit von Brandstiftung aus“, sagte dazu Beate Kardels, eine andere Sprecherin des Polizeipräsidiums. Nach derzeitigem Stand sei niemand verletzt worden. Die Tatortarbeit laufe noch. „Diensthundeführer sind im Einsatz, um Fährten zu verfolgen. Es erfolgt eine fotografische Sicherstellung von Spuren. Die Bereitschaftspolizei ist vor Ort. Zwischenzeitlich war ein Hubschrauber aus Ahrensfelde in der Luft. Drohnen sind ebenfalls über dem Areal, das LKA und die Kriminalpolizei sind vor Ort“, beschreibt Beate Kardels das Aufgebot. Wie viele Beamte es insgesamt sind, könne sie nicht sagen.

Bei einer Demonstration gegen die Tesla-Erweiterung unter dem Motto „Tesla Nein Danke!“ tragen Teilnehmer ein Transparent mit der Aufschrift "Grünheide sagt Tesla nein danke".
Christophe Gateau/dpaDerzeit gebe es keine Hinweise auf eine Bombe, auch nicht auf Munitionsfunde im Wald im Umfeld der Fabrik. „Es liegen keine Informationen vor, dass dort etwas Explosives sein könnte“, sagt die Sprecherin. Ob der Anschlag im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Erweiterung des Tesla-Werkes steht, sei derzeit offen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagt Beate Kardels.
Stromausfall: Nicht nur Tesla betroffen
Bereits seit den frühen Morgenstunden kam es in vielen Haushalten in Erkner, Grünheide und im Südosten Berlins zu Stromausfällen. „Meine Uhr ist um 3.50 Uhr erstmals stehen geblieben“, sagt dazu Bernd Flister aus Grünheide. Auf entsprechenden Ausfall-Portalen im Internet sind viele Meldungen aus dem Bereich sichtbar.
Wie Netzbetreiber Edis mittlerweile bestätigte, sei durch einen Brand ein Hochspannungsmast des Netzbetreibers beschädigt worden. „Die Schadensstelle ist derzeit gesichert. Seit den frühen Morgenstunden befinden sich auch Einsatzkräfte der Edis sowie Partnerfirmen vor Ort, um den entstandenen Schaden zu begutachten und weitere notwendige Schritte, wie Schalthandlungen einzuleiten und zu koordinieren“, erläutert Pressesprecher Danilo Fox. Aktuell würde die Reparatur der betroffenen Schadensstelle am Hochspannungsmast vorbereitet. Nach Freigabe durch die zuständigen Ermittlungsbehörden würde Edis „unverzüglich“ die Reparaturarbeiten aufnehmen, so Fox.
Vor allem Landkreis Oder-Spree von Stromausfall betroffen
In der Folge der Beschädigung am Hochspannungsmast sei es laut Edis-Sprecher zu Versorgungsunterbrechungen in Grünheide-Freienbrink, Erkner, Neu Zittau, Dahlwitz-Hoppegarten, Neuenhagen, Woltersdorf, Schöneiche und Gosen gekommen. „Aufgrund unverzüglich eingeleiteter Umschaltmaßnahmen der Edis-Netzexperten konnten alle betroffenen Gemeinden mit Ausnahme einer großen Industrieansiedlung und -produktion sowie eines Logistikzentrums zwischenzeitlich wieder versorgt werden“, sagt Fox. Wegen der laufenden Ermittlungen der Polizei könne er derzeit keine näheren Auskünfte erteilen.
Mast und Trafohäuschen – Hinweise auf Brandstiftung
Der Bereich um den Hochspannungsmast ist weiträumig gesperrt. Nach unseren Informationen soll es Hinweise auf Brandstiftung geben. Es sollen alte Reifen und Papier gefunden worden sein, mit denen offenbar gezielt Stromkabel entzündet worden sein könnten. Diese kommen an besagter Stelle aus dem Boden. Von Augenzeugen wird auch von einem Brand eines Trafohäuschens östlich von Tesla berichtet.
Zu einem möglichen Zusammenhang mit Protesten rund um das Tesla-Werksgelände äußerten sich Behörden und Polizei auf Anfrage zunächst nicht. Rund 80 bis 100 Umweltaktivisten halten seit Mittwoch (28. Februar) einen Teil des Waldes nahe der Tesla-Gigafactory besetzt, den das Unternehmen von Elon Musk im Falle einer Erweiterung seines Geländes roden will. Die Aktivisten haben mehr als zehn Baumhäuser in mehreren Metern Höhe errichtet und kündigten an, möglichst lange, aber friedlich ausharren zu wollen.
Bei neuen Erkenntnissen wird dieser Beitrag aktualisiert.








Ein Anschlag auf die Stromversorgung der Tesla-Gigafactory in Grünheide hat die Produktion zum Erliegen gebracht. Die E-Mobilität halten die Terroristen damit nicht auf, der Umwelt schaden sie höchstens.