Tischtennis: Woltersdorfer bangen um ihr Aufstiegsrecht

Das Woltersdorfer Doppel Franz Biesel (vorn) und Patrik Thelen belegt in der Rangliste der 1. Landesklasse, Staffel 2, zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 10:2 Siegen den zweiten Platz.
Marion ThomasDrei Modelle sind denkbar
Laut Geschäftsführer GünterNostitz werde derzeit intensiv daran gearbeitet, wie die Saison gewertet werden könnte. Drei Modelle sind aus seiner Sicht denkbar: Entweder wird der aktuelle Meisterschaftsstand in den Ligen herangezogen. Oder die Hinrundentabelle ist zugleich der Abschlussstand. Oder aber: Die gesamte Saison wird annulliert. „Es gibt keine einfache Lösung, die allen Beteiligten gerecht wird“, weiß Nostitz. „Jede Lösung ist irgendwie ungerecht. Es wird auf jeden Fall Vereine geben, die sich benachteiligt fühlen“, fürchtet der Verbands–Chef, der eine definitive Entscheidung bis zum 1. April erwartet.
Pneumant auf Relegationsplatz
Im Spielbereich Nord des Kreises Oder–Spree hoffen gleich drei Teams wegen ihrer guten Tabellenposition im Aufstiegskampf auf eine möglichst sportliche Lösung. So lag die erste Mannschaft der BSG Pneumant Fürstenwalde zum Zeitpunkt des Abbruchs mit 23:5 Punkten hinter dem TTC Finow III (28:0) auf Rang 2 der Landesliga, der zur Relegation um einen Platz in der Verbandsliga berechtigen würde.
In Staffel 2 der 1. Landesklasse bangen gleich zwei Teams aus der Region um den Aufstieg. „Aus meiner Sicht wäre es am fairsten, die jetzige Tabelle zum Endstand zu erklären, da bereits mehr als drei Viertel der Saison gespielt sind“, sagt Franz Biesel, Kapitän von Spitzenreiter SV Woltersdorf, der drei Runden vor Ende der regulären Saison mit 25:1 Zählern die Tabelle vor dem ebenfalls ungeschlagenen 1. KSV 64/90 Fürstenwalde (21:3) anführt.
Unbedingt nötig sei es aus Sicht von Biesel, die Relegationen noch zu spielen. „Da bräuchte man nur einen Spieltag, das könnte man auch noch im Juli oder August machen, falls dann die Hallen wieder offen sind“, begründet er. Dabei würde der KSV auf den Zweitplatzierten der Staffel 1, TTC Finow V, und den Drittletzten der Landesliga, den TTC Frankfurt II treffen. Dass diese Spiele tatsächlich ausgetragen werden, scheint aber aufgrund der TTVB–Entscheidung eher unwahrscheinlich.
Der Kreis will zu Ende spielen
Noch nicht abgebrochen, sondern nur ausgesetzt ist die Meisterschaft in den vier Spielklassen von LOS–Nord. Da der Tischtennis–Kreis nicht Mitglied im Brandenburger Verband ist, unterliegt er auch nicht dessen Statuten und Entscheidungen. „Alles hängt natürlich vom Zeitfaktor ab. Aber wir haben vor, die letzten vier Spieltage der Saison unbedingt zu Ende zu spielen“, sagt der Kreis–Vorsitzende Hartmut Gaertner. Da der Erkneraner davon ausgeht, dass vor dem Beginn der Schulferien Ende Juni ein Spielbetrieb nicht mehr möglich ist, hofft er auf den Abschluss der Spieltage nach den Sommerferien ab dem 10. August. Der Start der Saison 2020/21 würde sich damit auf Anfang Oktober verschieben.
Sollte auch dann noch nicht gespielt werden können, müsste die Saison im neuen Jahr zu Ende gebracht und die komplette Spielzeit 2020/21 abgesetzt werden. Allerdings sind das im Moment alles noch Gedankenspiele, da niemand weiß, wann man die Pandemie wirklich in den Griff bekommt.